Sonntag, 12 Juni 2016 00:51

DMM 348Ingolstadt | Museumsdirektorin Dr. Marion Ruisinger hatte es richtig eingeschätzt: Ingolstadt ist neugierig auf das Gebäude des renommierten Architekten Volker Staab (Berlin). Also lud sie ein zum „Preview Architektur pur“, um den noch leeren Erweiterungsbau zum Dt. Medizinhistorischen Museum zu besichtigen, der bereits als ein Kleinod zeitgenössischer Architektur bezeichnet wird. Ausdrucksstark, ohne mit dem prächtig barocken Hauptgebäude zu konkurrieren, zurückhaltend, ohne sich klein zu machen und im Inneren mit allem, was ein Museumgebäude heutzutage braucht: barrierefrei, ausreichend Funktionsräume, neuer Ausstellungsbereich, Café und Museumshop, hell, großzügig, einladend.

Ingolstadt mit Wow-Effekt!

Das Erweiterungsgebäude besticht vor allem durch den spektakulären Panoramablick, den man durch das sieben Meter breite Fenster im ersten Stock gewinnt. Die historische Altstadt, das Ingolstädter Münster, der Anatomie-Garten zeigen sich hier geradezu mit einem „Wow-Effekt“, so Marion Ruisinger. Ingolstadts Geschichte auf einen Blick, ohne Flat-Screen und 3-D-Animation, als eindrucksvolles Original. Auch die Hohe-Schule gehört mit zu diesem Bild. Ruisinger spricht vom akademischen Dreieck von Ingolstadt, das das Münster als Universitätskirche, die Hohe-Schule als ehemaliges Universitätsgebäude und die Alte Anatomie mit dem Medizinischen Garten bilden. Sie hatte diesen Blick ausdrücklich als Wunsch an die Architektur-Büros gerichtet, die sich am Wettbewerb beteiligt hatten. Nur Volker Staab hatte die Idee aufgenommen und absolut eindrucksvoll umgesetzt. Hier werden künftig der Museumsbesuch und Ausstellungsführungen beginnen und so wird Ingolstadt sicher nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Borkenschokolade, Muskelfaser, Rinde

Diskutiert wurde viel über die Fassade. Metall als Außenhaut, doch mit welcher Struktur, Farbe und wie wirkt so etwas neben der barocken Pracht – irritierend, störend oder eigenständig. Das Team aus Architekten, Stadtbaurätin und Museumsdirektorin hat sich, nicht zuletzt mit dem Gestaltungsbeirat, beraten und schließlich entschieden. Eine weich strukturierte, organisch wirkende Fläche in dunklem Braun. Marion Ruisinger spricht von warmer Schokolade, der freundlichen Rinde eines Baumes, der Struktur einer Muskelfaser …

Haus der schiefen Winkel oder die Kunst der Fuge

Überraschend sind die vielen Räume mit schiefen Winkeln, die vor allem im obersten Stock entstanden sind, weil sich das Bauwerk zugleich zwischen bestehende Gebäude schiebt, sich nach hinten verlängern und vorne etwas zurücktreten sollte. Es hat keinen Dachstuhl, sondern ist wie ein freitragendes Zelt konstruiert. Viel Charakter und Atmosphäre - die Kunst der Fuge.

Natürlich waren, gerade weil es kein normiertes Bauwerk ist, immer wieder die Kosten ein Thema. Diskutiert wurde etwa über die LED-Lampen, die als prägnante, unterschiedlich große Leuchtscheiben, mal höher, mal tiefer im Raum schweben. Hier habe man gekämpft, erzählt die Museumsdirektorin. Leuchtröhren wären die günstigere Alternative gewesen, ist zu hören. Schließlich habe jedoch überzeugt, dass es in schrägen, ungleichmäßig geformten Räumen ungemein schwierig sei, „gerichtetes Licht“ anzubringen: in welche Richtung sollen die Leuchtröhren denn auch zeigen, ohne ein optisches Gewirr aus Deckenlinien, Zimmerkanten zu erzeugen und zugleich umfassend zu beleuchten? „Ungerichtetes Licht“ wurde gebraucht und das waren dann doch die Leuchtscheiben. Wie schön.

Ideen perfekt in gebaute Räume übersetzt

Viele Geschichten über Ideen, Lösungen und Kompromisse hat Marion Ruisinger dabei. Sie ist vom ganzen Prozess des Planes und Bauens mit dem Büro Staab spürbar beeindruckt. Sie habe mit ihrem Team die Funktionen festgelegt, die das Museum brauche. Selbst Überlegungen, in welchen Bereichen die Wege von Mitarbeiterinnen und Publikum sich nicht kreuzen dürften, hatten sie den Architekten mit auf den Weg gegeben. „Und diese haben es perfekt in gebaute Räume übersetzt.“ Die Zusammenarbeit mit dem Büro Staab war ein Glücksfall.

Museum für die Bürgerinnen und Bürger

Das Museum sollte auch ein Ort werden, in dem sich alle aufhalten können, ohne konsumieren zu müssen. Der Übergang zum Bereich der Eintritt kostet und zu den Ausstellungen führt, sollte eindeutig, doch ungezwungen und offen gestaltet sein. Auch dies ist gelungen. Im Erdgeschoß kann jede und jeder den Garten und Musemscafé nutzen, sich dort frei aufhalten und Architektur und Garten genießen. Im Museumsshop schließlich soll es nicht nur Museums-Souvenirs, sondern auch kleine Geschenke sowie das ein oder andere Makabre geben. Parfüme, Kräuter-Arzneien und Schnäpse, medizinische Spiele, Frankenstein-Souvenirs aus Kunstblut, Mikroben und Viren als Plüschtiere … Museumsdirektorin Ruisinger  setzt ihrer Phantasie hier keine Grenzen. Warum auch. Sie ist ein Teil des Erfolgs.

Am Samstag, den 23. Juli 2016 wird der Neubau mit einem Museumsfest eröffnet – nicht verpassen!

Ein Interview mit Museumsdirektorin Dr. Ruisinger führte Isabelle Kreim vom Kulturkanal | hier hören

Im Bayer. Ärzteblatt beschreibt Dr. Marion Ruisinger den Neubau und "die Kunst der Fuge" | hier lesen http://www.bayerisches-aerzteblatt.de/fileadmin/aerzteblatt/ausgaben/2016/06/einzelpdf/BAB_6_2016_315.pdf 

 

Daten

Realisierungswettbewerb 1. Preis 2012
Mitarbeit Petra Wäldle, Annette Leber, Ivan Kaleov, Pia Schreckenbach, Ellena Ehrl, Georg Hana
Planungsbeginn – Fertigstellung 2012 – 2016
Leistungsphasen 2 – 8
Gesamtbaukosten 5,2 Mio €
NF 785 m2
Mitarbeit Realisierung Madina v. Arnim (Projektleitung), Alexander Böhme, Charlotte Stein | Michael Schmid Architekten, Augsburg (Örtliche Bauleitung)

 

  • 1DMM_Architektur-pur-Foyer-oben-Lampen
  • DMM_Architektur-pur-11-Seminarraum-Christa-Habrich
  • DMM_Architektur-pur-2-Durchblicke
  • DMM_Architektur-pur-22-Bibliothek_1
  • DMM_Architektur-pur-3-vom-Garten
  • DMM_Architektur-pur-3_Marion-Ruisinger
  • DMM_Architektur-pur-5-schiefes-Zimmer_1
  • DMM_Architektur-pur-6-Dach-an-Dach_2
  • DMM_Architektur-pur-7-Dach-an-Dach
  • DMM_Architektur-pur-7-Digitalis
  • DMM_Architektur-pur-Bibliothek_2
  • DMM_Architektur-pur-Borkenschokolade
  • DMM_Architektur-pur-Dach-an-Dach_3
  • DMM_Architektur-pur-Durchblicke3
  • DMM_Architektur-pur-Eingang
  • DMM_Architektur-pur-Fassade1
  • DMM_Architektur-pur-Lampen
  • DMM_Architektur-pur-Marion-Ruisinger_Sigi-Bauer
  • DMM_Architektur-pur-Marion-Ruisinger_Sigi-Bauer_2
  • DMM_Architektur-pur-Panoramafenster
  • DMM_Architektur-pur-Regalbaukasten
  • DMM_Architektur-pur-Seminarraum-Christa-Habrich
  • DMM_Architektur-pur-Treppe
  • DMM_Architektur-pur-Treppenhaus
  • DMM_Architektur-pur-Zeichen-setzen
  • DMM_Architektur-pur-keine-Absturzgefahr
  • DMM_Architektur-pur-schiefes-Zimmer_2
  • DMM_Architektur-pur_Foyer-oben-Lampen_2

Samstag, 14 Mai 2016 15:06

chris neuburger nbundm grIngolstadt | Architekt Chris Neuburger hatte es mit nbundm* erst kürzlich in das Deutsche Architekturmuseum (DAM) geschafft. Das von ihm realisierte Kulturwerk Halle 9 in Ingolstadt gehörte 2015 zu den 22 besten Bauten Deutschlands und war bis Mai im DAM in Frankfurt ausgestellt!

Jetzt wurde Chris Neuburger sogar in die Jury für den Architekturpreis DAM 2017 berufen. So meldete nbundm* auf der Homepage. Eine weitere, große Anerkennung für den Ingolstädter Architekten.

Neuburger ist auch als Musiker mit der Rockband SLUT erfolgreich unterwegs und vor Ort engagiert im Architekturforum des Ingolstädter Kunstvereins, wenn es um Bauen, Urbanität oder öffentlichen Raum geht.

Einer, den man hören sollte.

K10 gratuliert ganz herzlich und vor allem: Respekt!

mehr lesen ...

Architekturforum | Leergut | Umgang mit Leerständen und Zwischennutzungen

Kulturzentrum 9 im Architekturmuseum

 

 

 

Donnerstag, 10 März 2016 03:41

lebenshilfe BSZ oficinaaDer Werkstatt-Neubau der Lebenshilfe in Ingolstadt wurde jetzt sogar in der Bayerischen Staatszeitung vorgestellt. Mit der Planung war das Ingolstädter Architekturbüro OFICINAA architektur+städtebau beauftragt. Von einer Gestaltung, die sich zurücknimmt und die Menschen in den Vordergrund rückt, spricht Architekt Alexander C. Häusler.

work live help

Ruhe, Großzügigkeit und Gelassenheit sollen den Werkstatt-Alltag begleiten, Offenheit und Geminschaft erfahren werden können. „Vier verglaste und begrünte Innenhöfe bringen Licht und frische Luft in die Arbeitsräume und bieten im Alltag einen Ausblick auf die Natur und die Jahreszeiten. Gleichzeitig können sich dort die Mitarbeiter in einer Rosenlaube entspannen, sich bei einem Fußfühlpfad selbst erleben oder beim Tischtennisspiel gemeinsam sportlich sein.“ so Häusler in der BSz und spricht von "work live help".

Die sichtbare Konstruktion des Gebäudes ist auf das Wesentliche reduziert und schafft damit für die Nutzer einen unterstützenden Rückhalt und das Gefühl von Ausgeglichenheit und Bodenhaftung. www.officinaa.net

120 Menschen mit psychischer Behinderung werden hier tagesstrukturierenden Angebote in den zwei Bereichen Berufsbildung und Arbeit gemacht. Ziel ist es das Potenzial jedes Einzelnen nach und nach wieder zu entfalten.  Die Baukosten der neuen Werkstätten beliefen sich auf rund 8,5 Millionen Euro netto. Bauzeit war vom September 2013 bis Juli 2015, Eröffnung im Oktober 2015. Der Neubau ist 68 Meter lang sowie 63 Meter breit und hat eine Nutzfläche von rund 4000 Quadratmetern, davon sind 520 Quadratmeter Lager.

Den ganzen Artikel der Bayerischen Staatszeitung vom 26.2.16 hier lesen.

 

Bild: screenshot der BSZ-online vom 26.2.2106 | 10.3.16

Freitag, 19 Februar 2016 23:33

 

halle9 architekturmuseum 348Die 22 besten Bauten aus und in Deutschland werden zur Zeit im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt gezeigt – eines davon steht in Ingolstadt: Das Kulturwerk Halle 9.

Für das Architekturbüro nbundm* mit Chris Neuburger, Jan Bohnert und Annick Bohnert so etwas wie ein Ritterschlag – und für die Stadt Ingolstadt ebenfalls eine Auszeichnung. Die Halle 9 wurde mit einer Würdigung auch ins Deutsche Architektur Jahrbuch 2015|16 aufgenommen.

Die Ausstellung im DAM ist noch bis zum 8. Mai 2016 zu sehen. Sie zeigt zum 9. Mal einen von einer Jury sorgfältig abgewogenen Querschnitt herausragender Bauten in und aus Deutschland. Diese stehen für die unterschiedlichsten Nutzungen und spiegeln drängende wie konstante, exotische wie vertraute Bauaufgaben, darunter unterschiedliche Wohnformen, Kulturbauten und auch eine Gedenkstätte.

Das Kulturwerk Halle 9 in Ingolstadt gehört damit 2015 zu den 22 besten Bauten in/aus Deutschland!

 

 

www.nbundm.de

Ausstellung im DAM noch bis 8. Mai 2016

Foto oben: Jan Bohnert und Chris Neuburger, c: nbundm* 

 

 

 

 

 halle9 jahrbuch2015 600

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 29 Oktober 2015 13:21

Bild Containerdorf1Ingolstadt | Auch die Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) zeigt jetzt ein schönes Beispiel dafür, was man inzwischen bundesweit Willkommensarchitektur nennt. Renommierte Architekturbüros ebenso wie Studierende entwickeln aktuell hierfür Ideen, um Kommunen andere Lösungen für die notwendigen Flüchtlingsunterkünfte anbieten zu können. Weil Wohncontainer inzwischen knapp oder maßlos überteuert sind, aber auch, um neue Möglichkeiten für Unterkünfte zu schaffen, die weniger wie Container und mehr wie Wohnraum wirken, etwas menschlicher eben.

Die GWG stellt, zusammen mit Stadtverwaltung und IN-KB, in der Marie-Curie-Straße derzeit für die Regierung von Oberbayern Unterkünfte für etwa 450 Flüchtlinge aus den Balkanstaaten auf, die eine sogenannt geringe Bleibewahrscheinlichkeit haben. Mit einfachen Mitteln hat Alexander Bendzko, Prokurist und Architekt der GWG, aus der Containersiedlung ein kleines Dorf gemacht. Er hat dazu die Ideen entwickelt und auch gleich umgesetzt. Grundbaustein sind nach wie vor Container, doch die Module wurden anders angeordnet, so entstehen kleine Wohnhöfe, öffentliche und etwas privatere Bereiche. Den Containern wurden Dächer aufgelegt und so geschützte Eingangsbereiche geschaffen, Farben und Bilder schaffen Orientierung und vor allem ein wenig freundliche Atmosphäre. Schön z.B. das Fahrrad, das weltweit für Jedermanns-Mobilität steht und im Alltag der Flüchtlinge so enorm wichtig ist, um während dieser Erstaufnahmezeit am Leben teilhaben können – selbst wenn man, so der Hintergrund dieser Aufnahme- und Rückführungseinrichtung (ARE) voraussichtlich bald wieder zurück muss.

Die GWG hat dies in einer Zeit gedacht und realisiert, in der mit Hochdruck am Bau von Unterkünften gearbeitet wird und vor allem Fertigstellungstermine einzuhalten sind (und eingehalten werden!). Danke dafür, dass man sich bei der GWG  diese Zeit genommen hat und für diese kleine Geste einer freundlichen Willkommens(bau)kultur!

 

Bild: GWG; ARE noch als Baustelle

Montag, 19 Oktober 2015 23:00

bachschusterpeter348Erfolgreich sein in China. Peter Bachschuster (Bachschuster Architektur GmbH) hat in einer eindrucksvollen Präsentation gezeigt was geht und hat damit die regionale Kreativwirtschaft beim ersten bayerischen Chinatag innovativ vertreten. Vor etwa 150 Vertretern aus Wirtschaft und Politik, darunter der bayr. Ministerpräsident Horst Seehofer und der chinesische Generalkonsul Zhu Wanjin, Audi Chef Rupert Stadler und OB. Dr. Lösel wurden Zukunftschancen, Märkte und Interkulturelles beleuchtet, u.a. von der AUDI AG, dem mittelständischen Entsorgungsunternehmenn Reinhard Büchl und HUAWEI.

Peter Bachschuster ist nicht neu im Fernen Osten. Seit vielen Jahren baut und plant er in Indien und China. Seine energieeffiziente Bauweise (Alkitech Haus im Ingolstädter Süden) war bereits Ziel chinesischer Delegationen. Bachschuster wird wohl auch die nächste China-Delegation aus Ingolstadt in die Partnerstadt Foshan begleiten. Themen, gibt es sicher genug, über die ein Austausch sich lohnen auch für uns lohnen würde. Nicht nur die Dimensionen sind in der Partenerstadt Foshan ganz andere, auch der Umgang mit historischer Substanz ist verblüffend anders.

Die Präsentationen des ersten bayerischen Chinatages kann man hier nachlesen.

china tag2015 prsentation

 

Das schreibt der Donaukurier zum ersten bayerischen Chinatag Verheißungsvolle Premiere .

Freitag, 27 März 2015 16:38

moderation 348Wem nützt die Zwischennutzung von Leerständen, wem könnte und wem sollte sie nützen? Welche möglichen Zwischennutzer gibt es überhaupt in Ingolstadt? Gibt es einen Bedarf für solche temporären Räume, eine Szene? Geht es um Gründerförderung, um City-Belebung oder um Möglichkeitsräume für Kreative, um ideelle Werte oder nur um materielle In-Wert-Setzung? Und im Mittelpunkt des Abends dann die Häuser und ihre Eingentümer – die geweckt, überzeugt, wachgeküsst, gelenkt, geöffnet, unterstützt werden.

Kenntnisreich und leichtfüßig führten Alexander Häusler (Büro OFICINAA, 3 v.r.) und Chris Neuburger (nbundm* , Slut, 2.v.r.) vom Architekturforum des Kunstvereins Ingolstadt durch einen inhaltlich dichten Abend, der sich komplexen Fragen stellte und den etwa 100 Zuhörenden viel Informationen und Meinung bot. Gut drei Stunden tauschte man Handlungsempfehlungen und Erfahrungen, Standpunkte und Interessen, Kritik und Vision aus. Der Ort dafür war gut gewählt: das ehemalige Verlagshaus des Donaukurier, dessen Buchhandlung im Erdgeschoss in den letzten Monaten durch das Architekturforum selbst zwischengenutzt wurde und mit vielen hunderten Besuchern in dieser Zeit noch einmal richtig auflebte. Schlafende Räume waren eine kurze Zeit Schaufenster und Diskussionsraum des Architekturforums, ohne es allerdings für eine nachträgliche Nutzung in Wert zu setzen, denn das traditionsreiche Verlagshaus wird abgerissen werden.

Mittwoch, 11 März 2015 14:30

 

Die Leerstände in der Innenstadt sind  auch in Ingolstadt schon seit langem ein Thema mit wirtschaftlicher, kultureller und politischer Brisanz. Es gibt dazu, gerade in den letzten zwei Jahren, vielfältige Initiativen von öffentlicher Seite, aus der Kultur oder durch privates Engagement. All dies als Antworten für eine Stadterneuerung, die der Belebung der City dienen soll und um zudem gezielte Raumangebote durch bzw. für Kunst- und Kulturschaffende zu machen.

Sonntag, 23 November 2014 21:19

architektur 348Die Werkschau für angemessenes Bauen läuft noch bis Ende Dezember. Mit gut 300 Besuchern eröffnete das Architekturforum des Kunstvereins Ingolstadt die Ausstellung von sechs jungen Münchner Büros. Ihnen gemeinsam ist eine aktive Auseinandersetzung um gute Architektur. Baukultur vom Einfamilienhaus bis zum Schulkomplex, vom Studentenwohnheim bis zur Kirche, im Städtischen oder im Grünen. Alles Bauen ist öffentlich und es gehe darum, so Chris Neuburger vom Architekturforum, der Kraft des Normalen zu huldigen und Architektur als der „öffentlichsten aller Künste“ zur Diskussion freizugeben.

Mittwoch, 29 Oktober 2014 11:59

junge muenchner 348Mit freundlicher Unterstützung des DONAUKURIER und zahlreicher Sponsoren, darunter das Wohlfühlhaus und die Stiftung des Bundes Deutscher Architekten (BDA), ist es gelungen, die Räumlichkeiten der ehemaligen Ganghoferschen Buchhandlung in der Donaustraße 11 zu einem großzügigen temporären Ausstellungsraum umzugestalten und dem Architekturforum Ingolstadt einen Ort zu bereiten, in dem künftig Ausstellungen und Veranstaltungen zu Architektur, Städtebau und Baukultur stattfinden sollen.

Montag, 17 Februar 2014 21:36

Zwischennutzungen durch Kunst und Kultur sind eine bewährte temporäre Belebung leerstehender Immobilien, eine win-win-Situation für die Eigentümer und die vorübergehenden Nutzer.

In Ingolstadt hat das Architekturforum des Kunstvereins Ingolstadt seit einiger Zeit die ehemalige Ganghofersche Buchhandlung in der Donaustraße umgenutzt. Die großzügigen, mehr als 20 Meter langen Schaufenster in bester Lage waren mit architektonischen Planungen und Modellen zum Architekur Schaufenster gestaltet, um die Lust an der Architektur zu wecken, so die beiden Initiatoren Chris Neuburger von nbundm* und Axel C. Häusler von OFICINAA-Architekten.

Die temporäre Bespielung geht nun weiter. Das Architekturforum lädt herzlich ein zur Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation "Aktuelle Architektur Oberbayern", die nach diversen Stationen nun auch in Ingolstadt gastiert.

Samstag, 27 Juli 2013 14:06

UPDATE am 27. Juli 2013

Wie wir soeben erfahren hat das Landesamt für Denkmalpflege für den Pavillon im Freibad die Denkmaleigenschaften positiv festgestellt. Das Bauwerk der späten 60er Jahre wird damit in die Liste der Denkmäler eingetragen. Ein großartige Erfolg der Stadtheimatpflege in Ingolstadt und der Bürgerinnen und Bürger die sich für dieses Bauwerk eingesetzt haben und den bereits beschlossenen Abriß so doch noch verhindern konnten.

Der aktuelle Bericht des Donaukurier dazu hier.

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Donnerstag, 25 Juli 2013 12:17

Das Architekturforum des Kunstvereins Ingolstadt eröffnet temporäre Ausstellungsfläche in der Innenstadt

das Architekturforum
Das Architekturforum des Kunstvereins Ingolstadt wurde 2003 als eigene Plattform innerhalb des Kunstvereins geschaffen, um Ausstellungen, Werkberichte, Vorträge und Podiumsdiskussionen zu den Themen Architektur und Städtebau zu veranstalten.

das Schaufenster
Mit dem leerstehenden Erdgeschoss des DK-Gebäudes in der Donaustrasse 11 und seiner 22 Meter langen Schaufensterfront stellt der Donaukurier dem Architekturforum freundlicherweise eine temporäre Ausstellungsfläche inmitten der Stadt zur Verfügung, die in unregelmäßigen Abständen mit diversen Exponaten bestückt und sowohl en passant als auch ganz bewusst rezipiert werden darf. Neben aktuellen Wettbewerbsbeiträgen werden im Verlauf der nächsten Wochen und Monate Projekte und Modelle zu sehen sein, die sowohl das Schaffen einzelner Architekten als auch Strömungen und Tendenzen zeitgenössischer wie zeitloser Baukunst aufzeigen und anhand ausgewählter Arbeiten illustrieren sollen.

Donnerstag, 04 Juli 2013 18:51

Der Ideenwettbewerb zur neuen Gestaltung der Donauufer und des Bereiches Schloßlände ist beendet. Vier Architekturbüros wurden für ihre Ideen ausgezeichnet. derzeit sind sie in der Galerie im Stadttheater ausgestellt. Am Sonntag, den 7. Juli ist die Ausstellung der Entwürfe zum letzten Mal zu sehen. Um 15 Uhr stellen die vier ausgewählten Büros ihre Arbeiten selbst vor. Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle lädt Interessierte noch einmal ganz herzlich dazu ein.

Montag, 24 Juni 2013 08:20

Die Architektouren der Bayerischen Architektenkammer führen 2013 auch wieder durch Ingolstadt. Die alljährliche Leistungsschau bayerischer Architektur, Stadtplanung, Landschafts- und Innenarchitektur ermöglichte auch dieses Jahr wieder Blicke hinter sonst meist verschlossene Türen und informative Gespräche.

Freitag, 14 Juni 2013 13:53

Ein eindrucksvolles Plädoyer für den Erhalt des Pavillons im Freibad kam heute aus dem Gestaltungsbeirat, der unter Vorsitz von Prof. Ludwig Wappner im Ingolstädter Rathaus tagte. Vormittags gab es eine Ortsbesichtigung in Freibad, die die Mitglieder des Gestaltungsbeirates offensichtlich beeindruckt hat. Der Pavillon sei ein wunderbares Bauwerk, das die Grandezza des Freibades hervorhebe, er sei markanter Bezugspunkt dieser großzügigen, schönen Badeanlage.

Donnerstag, 21 Februar 2013 21:23

stadttheater helmutBauerZwei Bauwerke nur kann jeder Landesverband des Bund Deutscher Architekten BDA für den Architekturpreis Nike 2013 „Klassik Nike" vorschlagen.

Der BDA Bayern hat dafür das weltbekannte Olympiagelände und Zeltdach in München (Architekten Günter Behnisch, Fritz Auer, Winfried Büxel, Erhard Tränkner, Carlo Weber) ausgewählt und das Stadttheater Ingolstadt, von den Architekten Hardt-Waltherr Hämer und Marie-Brigitte Hämer-Buro. Mit diesem besonderen Architekturpreis „Klassik Nike" soll der Wert in Gestalt und Funktion eines Bauwerks oder einer stadtbaulichen Arbeit ausgezeichnet werden.

Dr. Dietmar Schenk, Leiter des Archivs der Universität der Künste Berlin, der auch das Hämer - Archiv betreut, konnte die Nominierung nicht persönlich entgegen nehmen. So hat er kurzfristig die Ingolstädter Architektin Marianne Mang gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen. Lydia Haack, die stellvertretende Vorsitzende des BDA Landesverbandes Bayern, hat dabei die Laudatio auf das Stadttheater Ingolstadt und das Olympiagelände und Zeltdach gehalten.

In ihrer Dankesrede zur Nominierung erinnerte Marianne Mang an die Leidenschaft und Intensität Hardt-Walther Hämers, mit der dieser sich für das Bauwerk einsetzte und der Ingolstadt zeitlebens verbunden war. Sie hob die Bedeutung dieses Hauses für das kulturelle und gesellschaftliche Leben hervor, die es neben der architektonischen und stadträumlichen Qualität auszeichnet. Die Nominierung durch den BDA sollte, so Mang, dieses wegweisende und bewährte Haus auch wieder stärker in das Blickfeld der Fachwelt über die Grenzen Ingolstadts hinaus rücken.

Prof. Fritz Auer, der die Urkunde für die Nominierung des Olympiageländes und Zeltdaches entgegennahm, ging in seiner Rede auch noch einmal auf die Qualität, Einmaligkeit und Sonderstellung des Theaters ein, bevor er sich für die Nominierung des Olympiageländes bedankte.

Hardt-Walther Hämer, der im September letztes Jahr verstarb, war zuletzt zu seinem 90. Geburtstag im April 2012 in Ingolstadt gewesen, anlässlich der öffentlichen Feier, die Stadt und Kunstverein für ihn gegeben hatten. Dabei hatte er noch einmal die Wertschätzung der Stadt und der Bürgerinnen und Bürger für das Stadttheater erfahren und auch, dass die aktuelle Sanierung in seinem Sinne durchgeführt werde.

Diese Nominierung ist auch für die Stadt Ingolstadt von Bedeutung, weil dieser Architekturpreis erstmalig ausgelobt wurde und dabei nicht nur die Architekten gewürdigt werden, sondern ausdrücklich auch die Bauherren.

Der Architekturpreis „Nike" Der Bund Deutscher Architekten BDA will mit der Verleihung des Architekturpreises „Nike" die Qualität des Planens und Bauens heben und die Bedeutung guter Architektur öffentlich bewusst machen. Der Architekturpreis wird gleichermaßen an den Architekten und den Bauherrn eines Bauwerks oder für eine stadtplanerische Leistung verliehen. Mit der Vergabe des Preises wird ein herausragender Beitrag zu Architektur und Städtebau gewürdigt, an dem die Vielfältigkeit architektonischer Qualitätskriterien offenbar wird. Die Vermittlung dieser Kriterienvielfalt und von Möglichkeiten ihrer Umsetzung soll anhand der gebauten Beispiele das allgemein Bewusstsein für gute Architektur fördern und die Ziele des BDA nachdrücklich sichtbar machen. Der Architekturpreis „Nike" würdigt gleichermaßen den Architekten wie den Bauherrn, der mit seinem besonderen Engagement den Erfolg eines Projektes wesentlich mitbestimmt.

 

Bild: Stadttheater Ingolstadt, 1966, c: Helmut Bauer

Stadttheater für Architekturpreis Nike Klassik nominiert

 

Zwei Bauwerke nur kann jeder Landesverband des Bund Deutscher Architekten BDA für den Architekturpreis Nike 2013 „Klassik Nike“ vorschlagen.

 

Der BDA Bayern hat dafür das weltbekannte Olympiagelände und Zeltdach in München (Architekten Günter Behnisch, Fritz Auer, Winfried Büxel, Erhard Tränkner, Carlo Weber) ausgewählt und das Stadttheater Ingolstadt, von den Architekten Hardt-Waltherr Hämer und Marie-Brigitte Hämer-Buro.

Mit der „Klassik Nike“ soll der besondere Wert in Gestalt und Funktion eines Bauwerks oder einer stadtbaulichen Arbeit ausgezeichnet werden

 

Dietmar Schenk. Leiter des Archivs der Universität der Künste Berlin, der auch das Hämer - Archiv betreut, konnte die Nominierung nicht persönlich entgegen nehmen. So hat er kurzfristig die Ingolstädter Architektin Marianne Mang gebeten, diese Aufgabe zu übernehmen.

Lydia Haack, stellvertretende Vorsitzende des BDA Landesverband es Bayern, hat dabei die Laudatio auf das Stadttheater Ingolstadt und das Olympiagelände und Zeltdach gehalten.

 

In ihrer Dankesrede zur Nominierung erinnerte Mariann Mang an Leidenschaft und Intensität Hardt-Walther Hämers, mit der dieser sich für das Bauwerk einsetzte und der Ingolstadt zeitlebens verbunden war. Sie hob die Bedeutung dieses Hauses für das kulturelle und gesellschaftliche Leben hervor, die es neben der architektonischen und stadträumlichen Qualität auszeichnet. Die Nominierung durch den BDA sollte, so Mang, dieses wegweisende und bewährte Haus auch wieder stärker in das Blickfeld der Fachwelt über die Grenzen Ingolstadts hinaus rückt.

Prof. Fritz Auer, der die Urkunde für die Nominierung des Olympiageländes und Zeltdaches  entgegennahm ging in seiner Rede auch noch einmal auf die Qualität, Einmaligkeit und Sonderstellung des Theaters ein, bevor er sich für die Nominierung des Olympiageländes bedankte.

 

Hardt-Walther Hämer, der erst vor kurzem verstarb, war zuletzt im April 2012, zu seinem 90. Geburtstag, in Ingolstadt gewesen, anlässlich der öffentlichen Feier, die  Stadt und Kunstverein für ihn gegeben hatten. Dabei hatte er zuletzt noch einmal die Wertschätzung der Stadt und der Bürgerinnen und Bürger für das Stadttheater erfahren. Es ist übrigens das jüngste bayerische Baudenkmal.

 

Diese Nominierung ist auch für die Stadt Ingolstadt von Bedeutung,  weil dieser Architekturpreis erstmalig ausgelobt wurde und dabei nicht nur die Architekten gewürdigt werden, sondern ausdrücklich auch die Bauherren.

 

http://www.bda-bayern.de/aktuelles/veranstaltungen/artikel/2013/02/04/bda-preis-bayern-2013.html

 

Zur Geschichte des bauwerks Stadttheater http://www.theater.ingolstadt.de/geschichte_des_stadttheaters.cfm

 

Der Architekturpreis „Nike“

Der Bund Deutscher Architekten BDA will mit der Verleihung des Architekturpreises „Nike“ die Qualität des Planens und Bauens heben und die Bedeutung guter Architektur öffentlich bewusst machen. Der Architekturpreis wird gleichermaßen an den Architekten und den Bauherrn eines Bauwerks oder für eine stadtplanerische Leistung verliehen. Mit der Vergabe des Preises wird ein herausragender Beitrag zu Architektur und Städtebau gewürdigt, an dem die Vielfältigkeit architektonischer Qualitätskriterien offenbar wird. Die Vermittlung dieser Kriterienvielfalt und von Möglichkeiten ihrer Umsetzung soll anhand der gebauten Beispiele das allgemein Bewusstsein für gute Architektur fördern und die Ziele des BDA nachdrücklich sichtbar machen. Der Architekturpreis „Nike“ würdigt gleichermaßen den Architekten wie den Bauherrn, der mit seinem besonderen Engagement den Erfolg eines Projektes wesentlich mitbestimmt.

 

Mittwoch, 06 Februar 2013 01:09

kulturraeumeWie sieht die kulturelle Infrastruktur der Zukunft aus? Spektakuläre Neubauten, aufwendige Renovierungen bestehender Kreativorte oder ganz neue Raumkonzepte? Das Kulturpolitische Forum diskutiert Perspektiven für die Kulturräume von morgen.

Unter den Referierenden aus Kunst, Politik, Wissenschaft und Kreativwitschaft sind auch Chris  Neuburger, Architekt (nbundm* architekten), und Musiker (Slut) aus Ingolstadt. Er spricht zum Thema "Möglichkeitsräume". Als Architekt ist er aktuell mit den neuen Kulturzentrum Hall 9 in Ingolstadt befasst.

Die Vorsitzende des Kunstvereins Ingolstadt Dr. Christine Fuchs moderiert und hat als Geschäftsführerin des Stadtkulturnetzwerks die Veranstaltung mit organisiert.

Zum Programm und zur  Anmeldung hier

Kulturräume der Zukunft
15. Kulturpolitisches Forum Tutzing
Evangelische Akademie Tutzing, 8.- 10. März 2013

www.stadtkultur-bayern.de

Mittwoch, 02 Januar 2013 14:39

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Wie wohnen wir in Zukunft, wie bewegen wir uns fort? Die Frage die StadtplanerInnen, ArchitektInnen und den Automobilhersteller AUDI verbindet ist so einfach wie spannend und komplex: Wie werden die Menschen in Zukunft leben, wie werden die Städte aussehen?

Ingolstadts Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle und das Stadttheater Ingolstadt laden zu dieser Frage zu einer hochkarätig besetzten, öffentlichen Diskussion ein. Das Theater hat sich mit dem Spielzeitmotto "Rasender Stillstand" dem Thema Geschwindigkeit und Stadtentwicklung schon vielseitig genähert. Audi will von Städten lernen und städtische Zukunft mit gestalten und hat daher den europäisch höchst dortierten Architekturpreis "Audi Urban Future Award" in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben.

Dienstag, 25 September 2012 11:36

Wie bewegen wir uns 2030 fort? Wie leben wir in Megacities? Fünf Architekten aus fünf Metropolregionen auf der ganzen Welt haben sich beim diesjährigen Audi Urban Future Award der Herausforderung gestellt, eine Zukunftsvision für die Mobilität in ihrer Stadt zu entwickeln. Den Preis für den besten Architekturentwurf verleiht eine international aufgestellte Jury am 18. Oktober in Istanbul.

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Internationale Jury entscheidet über Gewinner des diesjährigen Award

Die Mitglieder der interdisziplinären Jury für den Audi Urban Future Award 2012:
- Diana Barco, Architektin und Gründerin der Rogelio Salmona Foundation (Kolumbien)
- Christian Gärtner, Kurator und Vorstand Stylepark AG (Deutschland)
- Adam Greenfield, Netzwerk-Designer und Gründer von Urbanscale (USA)
- Harish Hande, Vorstand und Gründer Selco Solar India (Indien)
- Jürgen Mayer H., Architekt, Gründer von J. MAYER H. Architects, Gewinner Audi Urban Future Award 2010 (Deutschland)
- Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der AUDI AG (Deutschland)
- John Thackara, Designtheoretiker und Direktor von Doors of Perception (Großbritannien)
- Yeşim Ustaoğlu, Filmemacherin (Türkei)

Architekturpreis mit 100.000 Euro dotiert

Die Architekten präsentieren ihre Konzepte in einer zweiwöchigen Ausstellung in der Hasköy Spinning Factory in Istanbul. Im Rahmen der Ausstellung diskutiert die Jury über die Zukunftsvisionen der Architekten und bewertet sie. Dabei spielt die Relevanz für die entsprechende Metropolregion ebenso eine Rolle wie die Verständlichkeit des Konzepts für den Besucher. Die Jury betrachtet auch die Gestaltung des Ausstellungsbeitrags der Architekten und beurteilt, ob das Thema des diesjährigen Awards schlüssig umgesetzt wurde. Thema in diesem Jahr ist die Zukunft der Mobilität in den Metropolregionen Boston/Washington (Höweler & Yoon Architecture, USA), Istanbul (Superpool, Türkei), Mumbai (CRIT, Indien), dem Pearl River Delta (NODE Architecture & Urbanism, China) und São Paulo (Urban-Think Tank, Brasilien). Die teilnehmenden Architekten haben die Aufgabe, Lösungen für eine nachhaltige Mobilität zu entwerfen. Zugeschnitten auf die lokalen Gegebenheiten ihrer Regionen sollen die Konzepte der Architekten gleichzeitig globale Relevanz haben. Die überzeugendste Vision wird mit einem Preisgeld von 100.000 Euro ausgezeichnet. Zudem werden Ansätze des Gewinner-Entwurfs als Grundlage für ein City-Dossier dienen, das Audi zusammen mit dem Gewinner in einem Pilotprojekt planen und umsetzen wird.

Preisverleihung am 18. Oktober in Istanbul im Rahmen der Design Biennale

Die Preisverleihung des Audi Urban Future Award findet am 18. Oktober auf der Suada, einem schwimmenden Veranstaltungsort im Bosporus statt. Die Zukunftsvisionen der fünf Architekturbüros sind bis zum 26. Oktober in einer Ausstellung in der Hasköy Spinning Factory zu sehen.

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