Dienstag, 27 März 2018 22:32

Pop-up-Store "zeitraum" mit RUSTICARUM | Manuela Vitzthum eröffnet Kreativstore von Cityfreiraum

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rusticarum6 348Ingolstadt | Der Pop-up-Store „zeitraum“ ist eröffnet! Die Theresienstraße 13 ist damit eine neue Adresse für Kreativschaffende, Design und Produkte aus der Region. Manuela Vitzthum ist mit ihrer Firma Rusticarum die erste, die den „zeitraum“ gemietet hat. Für die Initiative Cityfreiraum ist der "zeitraum" die Ergänzung einer seit 2014 guten Idee, neue Geschäftsgründungen gezielt in der Innenstadt zu fördern. Das bringe Vielfalt in die Altstadt und Leben in die Leerstände und ist minimaler Aufwand für die Unternehmen, unterstreicht IFG-Chef Norbert Forster die Unterstützung die von der IFG, dem Existenzgründerzentrum und dem Stadtmarketingverein IN-City kommt. Für zwei Monate verkauft und präsentiert nun Manuela Vitzthum regional hergestellte Produkte rund um den Hallertauer Hopfen – feine Spirituosen, Hopfengetränke und vor allem nachhaltiges Upcycling-Design aus alten, oder besser gesagt antiken, Hopfensäcken - edle Unikate, handgenäht und mit Geschichte.

Die Markterprobung hat die erfahrene Geschäftsfrau schon erfolgreich bestanden. Sie verkauft seit einigen Jahren über ihren online-Shop hopfenmanufaktur.de hochwertige Produkte aus der Hallertau, arbeitet auch mit dem Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach zusammen. Etwas Besonderes sind die handgefertigten Upcycling-Taschen und Accessoires aus den Hopfensäcken. In den robusten Jutestoffen wurde der Hopfen  an die Brauereien geliefert. Sie sind zu schön, um sie wegzuwerfen und inzwischen nicht nur antik, sondern auch selten, denn die Webmaschinen gibt es nicht mehr. Die Hopfensäcke sind damals bedruckt worden mit den jeweiligen Bestimmungsorten und dem Jahr. Sie haben also genau den Charme und die Echtheit alter Handwerksprodukte und regionaler Marken, die für das Upcycling-Design so geschätzt werden: Einzelstücke, nachhaltig und edel verarbeitet. Und so gibt es große und kleine Taschen, Applikationen oder Zierbänder auf Hüten, Sitzhocker und vieles mehr – jedes Stück ein Unikat. Antike Holzbierkästen sowie bayrischer Dekorationsschmuck gehören ebenso zum Angebot. Und den guten Duft des Hopfens, dem "grünen Gold" der Hallertau, gibts obendrein.

Slow Design | Manuela Vitzthum ist den Schritt in die Selbstständigkeit ganz bewusst gegangen und hat ihren ursprünglichen Beruf in der digitalen Branche aufgegeben. Hopfen und vor allem die robusten Hopfensäcke sind ihr seit der Kindheit aus ihrer Heimat der Hallertau vertraut. „Oft bin ich auf den Jutesäcken eingeschlafen.“ erzählt sie lachend. Ebenso bewusst geht sie nun den Schritt vom online-Shop in den Laden-Verkauf. Der ehemaligen IT-Fachfrau für SAP ist es ausdrücklich ein Anliegen mit ihren Produkten analog präsent zu sein, die Qualität und Geschichte der Hopfenprodukte und der Region fühlbar zu machen. Sie will der Schnelllebigkeit unserer Zeit und dem Wegwerfdenken etwas entgegen setzen – haltbare und sinnliche Produkte, verantwortliches Produzieren, Nachhaltigkeit. Was sie verkauft, ist in Manufakturen und Betrieben der Region hergestellt. Slow Design eben. Für die nächsten zwei Monate wird Manuel Vitzthum selbst im Geschäft sein und dort auch Vorträge anbieten, etwa zur Wirkung des Hopfens oder über die Herstellung der besonderen Liköre. (Termine folgen noch, stehen dann auf der K10-Startseite im Veranstaltungskalender).

www.hopfenmanufaktur.de

Der „zeitraum“ von Cityfreiraum | Der 58 qm große Raum in der Theresienstraße 13 ist ein neues Angebot der Initiative Cityfreiraum. Seit 2014 hatte sie in den letzten Jahren gezielt für die Innenstadt Gründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt. Mit dem „zeitraum“ wurde die Initiative nun bewusst ergänzt, um Angebote gezielt für die Kreativwirtschaft, für Design und Produkte aus der Region zu machen. Temporär und mit wenig Aufwand für die Mietenden, der Laden ist teilmöbliert und funktioniert sofort. Interessierte können online ein Bewerbungsformular über die Homepage von Cityfreiraum www.cityfreiraum-ingolstadt.de ausfüllen und absenden (kostenfrei registrieren). Hier sind dann unter „Pop-Up-Store“ Detailinformationen (Mietpreise, Kaution, etc.) zu finden. Eine Rückmeldung kommt per email. Sobald der Untermietvertrag unterschrieben sowie die Kaution und Miete eingegangen sind, kann der Pop-up-Store bezogen werden.
Laut IN-City-Chef Thomas Deiser sind bereits bis in den September hinein Zeiträume gebucht. Die Miete für den Pop-up-Store ist je nach Saison zwischen 50 und 100 Euro pro Woche, inkl. Nebenkosten. Sollten die Unternehmen nach dem Abschluss der Mietphase im zeitraum-Store dann längerfristig ein Geschäft in der Innenstadt betreiben wollen, steht ein Beraterteam von Cityfreiraum zur Seite sowie das Förderprogramm dazu.

 www.cityfreiraum-ingolstadt.de

 

 

Bilder und Text:  ©Petra Kleine

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