Brennnessel Aktion 348Die Brennnessel. Urtica. Für die einen ist sie garstiges und schmerzhaftes Unkraut, für andere ist sie Nahrung, textile Nutz- und Heilpflanze oder gar ein wehrhaftes, mächtiges Zauberkraut. Seit Jahrtausenden ist die Brennnessel nachweisbar mit der Kulturgeschichte des Menschen verbunden und folgt ihm seither überall hin. Sie findet sich in archäologischen Funden aus der Keltenzeit, in der Bibel, in Märchen und der nordischen Mythologie. Wir entdecken sie symbolträchtig in der Malerei von Dürer oder in der Widerstands-Kunst der 30er Jahre. Man kann sie selbst sammeln oder (manchmal) als Wildgemüse auf dem Ingolstädter Wochenmarkt kaufen.

Der Kunstverein Ingolstadt hat mit dieser vielseitigen Pflanze Ende August die Reihe „Urbane Akupunktur“ gestartet. Mit gezielten Kunst-Aktionen werden – mehr oder weniger schmerzhafte – feine Nadelstiche gesetzt. Wo Heilung notwendig ist, soll die Aufmerksamkeit gezielt hingelenkt werden, um Energien für Umdenk-Prozesse in der Stadt freizumachen.

Wenn die Brennnessel etwas meisterlich beherrscht, so die Künstlerin ANJA SCHOELLER, ist es, die Aufmerksamkeit ins  JETZT zu lenken: „Unsere Gedanken können in der Vergangenheit, der Zukunft oder in Träumen und Fantasien sein, die Brennnessel schafft es, unsere Achtsamkeit für den Augenblick zu wecken.“

Fotograf und Galerist HUBERT KLOTZECK hat als Vorsitzender des Kunstvereins und Initiator der Brennnessel-Kunstaktion für den Auftakt der urbanen Akupunkturen die Fürther Künstlerin gewinnen können. Anja Schoeller (www.zwischenbericht.eu) arbeitet international zu Themen wie Ökologie, Geschichte und Stadt. Sie legt viel Wert auf Teilhabe, arbeitet gemeinsam mit Anwohnern oder interessierter Öffentlichkeit in Kunstprojekten oder an ihren sozialen Skulpturen und thematisiert Grundbedürfnisse. Der öffentliche Raum, der bebaute und der unbebaute, erfüllt oder enttäuscht Grundbedürfnisse und er ist eine Möglichkeit für die Menschen an ihrer Stadt teilzuhaben, sich in ihr zu begegnen und sie mit anderen zu teilen – mit Nachbarn, Fremden, Tieren, Pflanzen.

Die Brennnessel – Eine Analogie Initiiert von Anja Schoeller

Die Künstlerin begleitet die Akteure durch die Begegnung mit der Brennnessel, sammelt persönliche Erfahrungen, erzählt Kulturgeschichte(n) über das wehrhafte Kraut und dessen Symbolik – Widerstand, Abgrenzung, sexuelle Energie, Kampfbereitschaft, Mut. Die Stadt und der Zaun, der das Zivilisierte vom Wilden, also vor Brennnnessel und Distel schützt, hängen sogar sprachlich zusammen. "Zaun" ist verwandt mit dem keltischen "dun", dem altnordischen "tuna" und schließlich dem englischen Wort town für „Stadt“.

Am Donauufer wurde es dann praktisch. Es ging darum, die Brennnessel zu finden und sich mit ihr auseinanderzusetzen. Die einen pflückten sie, andere aßen ihre Blätter und Samen, gruben sie aus, redeten mit ihr, suchten das Schamanische. Manche taten dies mit den bloßen Händen, andere mit Handschuh und Spaten. Nicht zuletzt gab es praktische Überlegungen, ob es in der Stadt überhaupt Orte gibt, wo das Wildkraut – sauber und essbar – gesammelt werden kann? Denn, wo Brennnesseln wachsen, landet eben auch gerne mal der Müll. Spürbar wird es enger für „das Wilde“! In Ingolstadt zeigen sich konkrete Nutzungskonflikte derzeit am südlichen Donauufer und es geht dabei auch um die Brennnessel. Ein Baum wird heutzutage so schnell nicht mehr gefällt. Doch was gilt der wildwüchsig krautige Auwaldbereich, bleibt er den Vögeln, Insekten und Wildpflanzen erhalten? Brauchen wir Menschen zur Erholung diesen Uferbereich, bebauen ihn mit Wegen, räumen auf und als erstes kommen die unkrautigen Brennnesseln weg? Dieser Konflikt wird demnächst von der Stadtgesellschaft ausgetragen und konkret vor Ort entschieden werden müssen. Zuletzt projizierte Hubert Klotzeck noch das Blatt einer Urtica auf uns Menschen und wir wurden für einen Moment eins mit ihr. Die Akupunkteure des Kunstvereins haben ihren ersten Nadelstich der Achtsamkeit gesetzt. In den Stunden mit der Brennnessel wurde, als treffliche Analogie zum uralten Wildkraut, das Bewusstsein genährt, die Aufmerksamkeit geweckt und das Wehrhafte in uns gestärkt.

 

 

Projektionen von Hubert P. Klotzeck www.galeriebildflaeche.de | Mehr ... http://jalbum.net/de/browse/user/album/1824449 |  © Hubert P. Klotzeck

Fotos von der Kunstaktion | © Susanne Hansch www.derwildeweg.de

 

 

 

BenMuthofer348Der Ingolstädter Künstler Ben Muthofer wird dieser Tage 80 Jahre alt und das wird in Ingolstadt gefeiert. Das Museum für konkrete Kunst zeigt Werke seines Schaffens und Muthofer selbst öffnet an den Sonntagen im Juli sein Atelier. Auch die Galerie Mariette Haas lädt zur Jubiläumsausstellung ein.

Ben Muthofer lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Ingolstadt und hat mit dem Künstlerkollegen Jochen Scheithauer das Künstler- und Ateliergelände in Ingolstadt an der Peisserstraße 5 begründet. Noch heute hat er dort sein Atelier. Neben dem beständigen künstlerischen, intellektuellen und gesellschaftlichen Beitrag, den Muthofer seither und vor allem seit  Bestehen des Museums für konkrete Kunst in das kulturelle Leben Ingolstadts einbringt, ist er für Künstlerinnen und Künstler aus Ingolstadt auch gesuchter Kollege, Mentor und Gesprächspartner. An vielen öffentlichen Plätzen, auch im Museumspark oder an der Schlosslände, sind Plastiken des Künstlers zu sehen. 

Im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung Muthofers steht die Faltung und als Grundform daraus das Dreieck in seinen unzähligen Variationen. Aus Dreiecksflächen komponiert Muthofer seine weißen Stahlplastiken. Eine davon, die „Faltung“ prägt den Skulpturengarten des Museums für Konkrete Kunst Ingolstadt, und ist als erstes Kunstwerk in Zusammenarbeit mit der Lehrwerkstatt der ehemaligen Gießerei von Schubert & Salzer entstanden. Künftig wird in der aufgelassenen Industriehalle der Neubau des Museums für Konkrete Kunst und Design entstehen.

Im Rahmen seines 80. Geburtstages und des 10-jährigen Jubiläums der Stiftung für Konkrete Kunst und Design zeigt das MKK, unterstützt von der Audi ArtExperience, noch bis zum 10. September eine Schau seiner Werke im Museum. Zu sehen sind erstmals die „isländischen Gemälde“, die in den 1990ern in Reykjavik entstanden sind, während seiner Zeit als Dozent dort. Sein malerisches und auch filmisches Werk, das weniger bekannt ist, wird im Zentrum der Schau stehen. Begleitend dazu öffnet Muthofer sein Atelier und ermöglicht den Blick hinter die Kulissen. Das Atelier wird zur zeitweiligen Dependance des MKK. K10 gratuliert Ben Muthofer herzlich zu seinem 80. Geburtstag!


Offenes Atelier | An den Sonntagen 9., 16., 23. und 30 Juli 2017 von 14 bis 18 Uhr | ohne Anmeldung | Peisserstraße 5, 85053 Ingolstadt

Ausstellung | Ben Muthofer | Jubiläumsausstellung zum 80. Geburtstag und zu 10 Jahre Stiftung für Konkrete Kunst und Design | Noch bis 10. September im Museum Konkrete Kunst | www.mkk-ingolstadt.de

Künstlergespräch mit Ben Muthofer | Sonntag 16. Juli 2017 um 11 Uhr im MKK | Künstlergespräch mit Dr. Gerhard Leister, Kunstforum Ostdeutsche Galerie

Jubiläumsausstellung BEN MUTHOFER – GANZ IN WEIß | Galerie Mariette Haas | Noch bis 10 September | www.galerie-haas.de

 

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Ben Muthofer | Video & Künstlergespräch | Künstlergespräch mit Dr. Simone Schimpf zur Entstehung der Faltungen in der ehem. Gießerei

Ben Muthofer wird 75 

EINKNICKEN ODER KANTE ZEIGEN Die Kunst der Faltung | Ausstellungseröffnung Nov. 2014 im MKK

 

k10-Video Künstlergespräch zu Entstehung der Faltungen in der ehem. Gießereihalle

1kultrempfang348Ingolstadt | Eine Premiere war der Kultur-Neujahrsempfang des Kunstverein Ingolstadt und der Freunde des Museums für konkrete Kunst und Design (MKKD). Viele Kunstschaffende und –begeisterte, ein Oberbürgermeister und vier schöne Neujahrs-Grußworte über Freundschaft und Freude, Streiten und Verbinden, und ein Wenig auch über Geld, das klitzekleine und die Millionen.

Eingeladen hatten Kunstverein und Freundeskreis in das Museum für konkrete Kunst (MKK) und hatten zuvor ind die Galerie des Kunstvereins im Theater eingeladen. Hubert Klotzeck begrüßte zahlreiche Gäste in der Ausstellung „Tagundnachtgleiche“ von Wolfgang Stehle. Mit einer „Speed-Führung“ von Architekt und Kurator Alexander Häusler ging es erst einmal mal ins etwas Düstere und Ursprüngliche: Mensch und Natur, Zivilisation und Überleben, Bezwingung und Beschwörung, Lagerfeuer und Jagd. Präzise Videokunst, Objekte aus glatten Materialien udn Furnieren, die eine erste, klare Botschaft haben und sich mit dem zweiten und dritten Blick weiter erschließen (mehr dazu beim Kulturkanal Ingolstadt - hier hören). Durch Stehle und Häusler künstlerisch feingestimmt ging es dann zum Nachbarn, ins Museum für konkrete Kunst und seinem Freundeskreis. Dort wartete schon ein feines Buffet von Frisch & Veg auf die Gäste. Doch zuvor – natürlich – die Neujahrsreden. Museumsdirektorin Simone Schimpf begrüßte kurz und herzlich in ihrem Haus und bot eine Führung durch die aktuelle, vielbeachtete Ausstellung „LOGO – die Kunst mit dem Zeichen“ an. Oberbürgermeister Christian Lösel war für sein Grußwort sogar aus einer Klausurtagung seiner Stadtratsfraktion zurück nach Ingolstadt gefahren. Er betonte den Wert von Kunst und Kultur und wies auf den neuen Imagefilm „Kultur in Ingolstadt“ hin, der eigens beauftragt worden war und beim städtischen Neujahrsempfang des OB seine Premiere hatte. Am neuen Museum für konkrete Kunst und Design wird gebaut, die 25 Millionen und die Zukunft des neuen MKKD sei gesichert – auch diese Botschaft war unmissverständlich. Nicht zuletzt wusste der OB vom 2018 bevorstehenden Jubiläum "30 Jahre Freundeskreis“  und sicherte seine (finanzielle) Unterstützung zu, das könne man 2018 dann auch „gebührend“ feiern. Sichtbare Wertschätzung also, die Gäste hat es gefreut!

gabriel engert johannes hauser 348Ingolstadt | Das Rathaus öffnet sich den Künstlern der Stadt und zeigt in seinem Foyer den Fotografen Johannes Hauser mit seiner Ausstellung „nach oben“. Hauser arbeitet auch als Journalist und ist seit 2016 Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler Ingolstadt und Oberbayen Nord.

Dem Fotografen geht es darum, einen neuen Blick auf vermeintlich Bekanntes anzubieten. Ein Anspruch, den Kunst oft formuliert. Faszinierend, wie dies Johannes Hauser gelingt!

Jede der großformatigen Fotografien wird zunächst als ästhetisch schön wahrgenommen, so wie ein Kristall oder der Blick durch ein Kaleidoskop schön ist. Langsam erkennt man ein Motiv, einen konkreten Ort – das Stadttheater mit dem ungewöhnlichen Kronleuchter, den Nordbahnhof, die Harderbastei, den Dallwigk, den Rathausplatz, eine Aussegnungshalle  … Mit jedem weiteren Hinsehen erschließen sich Details, versucht man als Betrachter den Standort der Kamera einzunehmen und nach oben nachzuvollziehen. Ingolstadt - überraschend selbst für die noch mit Schutterwasser getauften Alt-Ingolstädter, die eben doch nicht jede Perspektive ihrer Stadt kennen und diese durch das Auge des Fotografen noch einmal ganz neu entdecken. Verblüffung und Begeisterung bei der Ausstellungseröffnung. Dabei sind die Bilder nicht digital verändert. „Der Kreis-Effekt ergibt sich rein optisch durch den Einsatz eines Fischaugen-Objektivs“, beschreibt Hauser den technischen Teil des Gelingens. „Durch die extreme Perspektive mag der Betrachter seinen Zugang und damit seine Haltung zu einem Ort, den er bereits auf hunderten Fotografien gesehen oder persönlich erlebt hat, neu finden.“ Hausers Blick geht dabei zunächst nach oben, also weg von unserer Alltagsperspektive. Durch das Fischauge ergibt sich ein extremer 360 Grad Rundumblick und es fängt damit auch noch unendlich viele Details am Rande mit ein. Die Ausstellung bleibt trotz dieser immer gleichen Technik spannend und faszinierend, weil Johannes Hauser immer wieder neue Situationen fokussiert und ideenreich in Szene setzt: Innenräume, Plätze, eine Gruppe von Menschen, eine Narzissenwiese … Jedes Bild eine eigene Welt, in die man lang und durchaus meditativ hineinschauen kann und in der sich immer wieder Neues erschließt.

paolo lumpi 348Ingolstadt | Christian Paulus aka Paolo Lumpi ist einer der neuen Künstler des Berufsverbands Bildender Künstler 2016. Seine Austellung HADERLUMPEN* Schanzer Ansichten und Aussichten ist aktuell zu sehen. Was in den Aussichten, also dem Blick in die Zukunft, schon anklingt ist seine Haltung als Künstler und Architekt: zeitkritisch, nachdenklich, politisch, heimatverbunden. Er blickt als Romantiker und Ästhet auf seine Stadt und begleitet diese Perspektive mit lakonischem Witz, ökologischem Wissen und einem breitem Themenfeld: vom Vorgarten bis zum Klimaschutz, von der historischen Stadtsilhouette bis zu den Chemtrails des energieverschwenderischen Flugverkehrs, die sich wie ein Netz über die Stadt legen, über Landschaften, Raffinerien, touristische Orte und vor Horizonten auftauchen. Bis zum 11. Dezember ist die Ausstellung in der Ladengalerie COLORIA zu sehen, auch das Buch HADERLUMPEN ist dort erhältlich. (UPDATE: Aquarelle und Buch sind dauerhaft dort zu sehen und zu erhalten.)

bildermarkt 348Auch dieses Jahr lädt der BBK alle Kunstschaffenden der Region wieder zum traditionellen Ingolstädter Bildermarkt ein. Jeder, ob Profi, Nebenerwerbs- oder Hobbykünstler*in kann maximal zwei Arbeiten einreichen. Die Werke werden nicht juriert.

Zulässig sind alle Techniken. Aufhängevorrichtungen und bruchfeste Glasrahmen sind notwendig. Die Arbeiten müssen beschriftet sein, mit Kontaktdaten des Künstlers, Titel und Preis der Arbeit. Zusätzlich muss eine selbstklebende Bildbeschriftung in der Größe eines Adressaufklebers mit abgegeben werden, auf dem ebenfalls Künstler und Werk bezeichnet werden.  

Einreichung ist am Montag, 28.11.2016 von 09.00 Uhr - 17.00 Uhr

Eröffnung ist am Sonntag den 08.12.2016  mit einem Weißwurstfrühstück um 11.00 Uhr.  
 
Anlieferung der Bilder und Ausstellung:  
Harderbastei  
Oberer Graben 55  
85049 Ingolstadt  
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
0841-9312 754

Kurze Parkmöglichkeit zum Be-und Entladen im Hof der Bastei.  
Für Teilnehmer die keine Mitglieder des BBK Obb. Nord und Ingolstadt e.V. sind fällt eine Bearbeitungsgebühr von 20 € an.

 

 

Susanne Pohl 2016km2 348Ingolstadt | Susanne Pohl ist bildende Künstlerin, lebt und arbeitet in Neuburg. Sie ist eine der Neuaufnahmen 2016 beim Berufsverband Bildender Künstler BBK Ingolstadt-Oberbayern.

Susanne Pohl befasst sich bereits seit den 1990er Jahren mit Malerei, Grafik und Radiertechniken. Sie hat zahlreich ausgestellt und ist in verschiedenen Galerien, u.a. in Salzburg, vertreten. In der Region stellte sie Arbeiten zuletzt auf der Kunstmesse 2016 in Ingolstadt aus und zeigte dort vor allem Radierungen wie Sturmwiese, Knospen, Bachlauf im Moor, nahm Flora und Landschaften in den Blick. Sie greift mit ihren Arbeiten auch innere Bilder, Gedanken und Beziehungen auf und setzt sie in ausdrucksstarke Bilder um. Die studierte Psychologin arbeitet auch kunsttherapeutisch mit der „Kunst als Weg“.

Mehr über die Künstlerinwww.pohl-kunst.de oder auf der Künstlerinnen-Seite des BBK | Susanne Pohl

Ingolstadt | Welche Spuren hinterlässt Ingolstadt, welche Spuren hinterlassen wir, was bleibt? Dafür hatte das Altstadttheater seine Bühne geöffnet. Die bildende Künstlerin Eva Leopoldi und Multi-Media-Künstler Anton Tyroller, haben das akustisch beantwortet und Ingolstadt in Tönen vorgestellt. Vergängliche Geräusche, Lärm oder Melodien die zu Tonspuren werden. Eva Leopoldi und Anton Tyroller haben ihre akustische Arbeit nun für alle zur Verfügung gestellt , auch für die, die  an diesem einmaligen Abend im Altstadttheater nicht dabei sein konnten.

Den Bericht zu dem ganzen Abend im Altstadttheater, konzipiert von Leni Brem, hier lesen Viel Applaus für die "Ingolstadt Spuren.

 

 

mkklogo 348Ingolstadt | Das Logo. Die vielleicht kürzeste Verbindung zwischen Kunst und Konsum oder die Frage, wie die Aldi-Tüte ins Museum kommt. Als Markenzeichen ist das Logo allgegenwärtig im Alltag, ein Herzstück der Produktvermarktung. Als Zeichen hat es viel mit den Inhalten der konkreten Kunst zu tun. Form, Farbe, Wirkung. Ingolstadt hat sich mit dem Museum für konkrete Kunst speziell dieser Kunstrichtung gewidmet und zeigt aktuell die hervorragende, und wenige Tage nach Eröffnung schon vielbeachtete, Ausstellung. LOGO. DIE KUNST MIT DEM ZEICHEN.Künstler wie Anton Stankowski, Victor Vasarely, Günter Fruhtrunk haben wichtige Logos für bedeutende Marken geschaffen. Stankowskis Signet für die Deutsche Bank hatte es damals sogar in die Bild-Zeitung geschafft mit der Skandal-Botschaft: Maler verdient mit 5 Strichen 100.000 Mark! Gestalter Kurt Weidemann bekam sogar 200.000 Mark von der Deutschen Bahn, wohl auch für die Einsparung. Statt dem DB in Weiß auf Rot kehrte er die Farben um und setze das rote DB auf den Hintergrund, das sparte auch Farbe.

Die Ausstellung stellt Kunst neben Gestaltung neben Produkt. Sie zeigt die Verbindung von Logos und der signalhaften Malerei in der Konkreten Kunst und beleuchtet den spannungsreichen Raum zwischen künstlerischer Freiheit und den Zwängen der Dienstleistung Design, die den Anforderungen eines Auftragsgebers folgen soll. Hier räumt Stankowski auf: Ich kann nicht morgens Kunst und nachmittags Design machen. Kunst oder Design, es muss einfach gut sein. Kunst und Design kann sich ausschließen, muss aber nicht. Stankowski ist mit seinen künstlerischen Arbeiten und mit Logos in Ingolstadt übrigens sehr präsent. Stankowski hat sowohl das Signet für das MKK entworfen als auch das zur Landesgartenschau 1992. Und nicht zuletzt ziert seine künstlerische Arbeit „Die Balz“, die auch in der Ausstellung zu sehen ist, den großen Sitzungssaal des Ingolstädter Stadtrates.

AnjaSchoeller 8 348x395Wäre Ingolstadt ein Körper, wo wäre der Kopf, wo das Herz und wo tut es weh? Ist alles gut im Fluss in der Stadt, sind Energien blockiert und wie könnte man heilen? „Urbane Akupunkturen“ ist ein neues langfristiges Kunst-Projekt des Kunstvereins Ingolstadt und des Architekturforums, zu dem diese die Künstlerin Anja Schoeller eingeladen hatten.

"Wir brauchen dringend neue Modelle eines anderen Tuns zur Mitgestaltung unserer Umwelt und zur Formung der zukünftigen Gesellschaft." Anja Schoeller

Wie man mit Kunst viele Menschen aktivieren kann, Stadtteile beleben, Unorte bessern und Potenziale in einer Stadt heben kann, zeigte die Künstlerin in ihrem Impulsvortrag. Die Fürtherin arbeitet seit vielen Jahren zu sozialen und ökologischen Themen. Ihr Ansatz ist, neue Formen von Handeln und Denken zu entwickeln, im Feld zwischen Mensch – Ort – Kunst. Wasser ist ein Schwerpunkt ihres künstlerischen Werkes. Sie hat dazu im norddeutschen Völksen ebenso gearbeitet wie im äthiopischen Addis Abeba. Mit den Mitteln der Kunst geht sie vor Ort und gemeinsam mit den Menschen dort in die Betrachtung und Auseinandersetzung. Sie schöpft aus dem Bestehenden, um Neues zu schaffen - neue Erfahrungsräume, neues Bewusstsein für einen Ort, Gefühl für Verantwortung und Identifikation. Und so wurden städtische Treppen geflutet, Brunnen entdeckt und gebohrt, Theaterplattformen in Flüsse gebaut und vor allem: mit den Menschen zusammen gearbeitet. Mit Feuerwehren, Studenten und Inhaftierten, mit den Nachbarn der Kunstakademie, einem Altersstift, mit äthiopischen Kindern. Schoeller entdeckt zeitgenössische Kunst in leeren AEG-Hallen oder macht Flusswasser zu Trinkwasser. Und immer ist etwas von den Kunstaktionen geblieben, wurde das Projekt weitergeführt, wurden eigene Ideen daraus entwickelt. Das künstlerische Werk Anja Schoellers ist eine eindrucksvolle Antwort auf die Frage „Was kann Kunst?“. www.zwischenbericht.eu 

stadlgold 348Ingolstadt | Alle Kulturorte sind geöffnet und Hunderte von Menschen sind unterwegs, wenn in Ingolstadt wieder Nacht der Museen ist. Auch der Kunstverein Ingolstadt macht am Samstag, den 10. September, seine Türen auf - für Stimmperformance, Kunst- und Videoinstallation, Elektrobeats, Tanz, Drinks, Essen.

Im Fokus steht die Improvisation mit der Stimme. Die renommierte Jazzsängerin und Stimm-Künstlerin Almut Kühne wird einzig für diese Nacht der Museen eine interaktive Ausstellung im Kunstverein installieren. Sie gewährt den Besuchern Einblick in ihren Arbeitsprozess vor und während des Improvisierens. Sie wird den Raum mit Klängen füllen und mit ihrer Stimme neue Räume öffnen .Die Stimmperformance von Almut Kühne findet jeweils um 20 und 21 Uhr im Galerieraum des Kunstvereins statt.

David Böhm von stadl.gold schafft aus Licht Luft Material eine Kunstinstallation im Innen- und Außenraum. stadl.gold ist ein Kollektiv aus Eichstätt, verbunden durch die Liebe zur elektronischen Musik. Ziel ist, nicht einfach nur Partys zu veranstalten. Eine Synthese von Musik, Kunst und subkulturellem Widerstand. Eine Utopie mit hedonistischen Zügen. Individualismus und Vielfalt. Die Besonderheit: keine kommerziellen Zwänge sondern Freund- und Leidenschaft. Was vor einigen Jahren als Schnapsidee in einer alternativen Wohngemeinschaft begann, ist heute fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Eichstätt und der Region. Clubveranstaltungen, Festivals, Vernissagen, WG-Feiern oder Musik und Installationen an versteckten Orten, Steinbrüchen, Wiesen und Lichtungen - das Kollektiv hat den Anspruch, sowohl musikalisch als auch künstlerisch, Grenzen immer wieder aufzubrechen und Alternativen zu gestalten. Zeitvergoldung.

Wer selbst aktiv werden will kann um 22 Uhr zu einem Mini-Workshop mit anschließendem Werkstattkonzert (23 Uhr) kommen. Elizabeth Reyna-Alvarez zeigt, wie die Wände des Theaters mit TAGTOOL zum Leben erweckt werden können. Auch hier kann man selbst mitmachen und mit Video und Licht arbeiten.

Gewebe Illustration rot348Vernetzung gehört zum digitalen Alltag, Netzwerke sind allgegenwärtig. Dem wollte man etwas Haptisches entgegensetzen und das ist gelungen, so Projektleiterin Dr. Christine Fuchs vom Städtenetzwerk STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. Unter dem Titel „Gewebe. Textile Projekte“ fand von März bis Ende Juni 2016 das byernweite Kulturfestival statt mit zahlreichen hochkarätigen Veranstaltungen in 20 bayerischen Städten. 183 KünstlerInnen, Kulturschaffende und WissenschaftlerInnen, darunter 142 Frauen, beteiligten sich an den 90 Veranstaltungen – Ausstellungen zur Textilen Kunst, Vorträge über die Geschichte der Textilproduktion vor Ort sowie über Nachhaltigkeit in der Mode und Workshops, in denen sich die BesucherInnen selbst künstlerisch und handwerklich betätigen konnten.

Vertreten waren international renommierte und bundesweit bekannte KünstlerInnen wie Angela Glajcar, Monika Ortmann, Haleh Redjaian, Gabi Schillig und Rike Scholle, darunter auch viele aus Bayern wie Gisela Hoffmann, Brigitte Schwacke, Rose Stach sowie Regina Pemsl und Anja Schoeller von der Kunst- und Forschungsgruppe LeoPART. Die junge Kunstszene war unter anderem durch das Musik- und Performanceduo beißbony und Nathalie Laureen Schenkel, der Preisträgerin des Münchner Modepreises, repräsentiert.

GWG 348 uebergabe handIngolstadt | Kunst und Architektur | Wertschätzung kann ein Fest sein. Sie zeigt sich aber ebenso als handwerklicher Besenstrich-Putz, im Muster eines haushohen Spaliergitters, als  Donauboot aus Korallenriffschuttkalk. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) hattte eingeladen zu einem Fertigstellungsfest, um all dies zu feiern.  Konkret ging es um die Übergabe des Kunstwerkes „Donauboot“ von Ludwig Hauser und die Fertigstellung der Wohnanlage Schwinge & Stadthäuser an den Donauauen.

Kunst am Bau ist … Wertschätzung

Es war GWG-Geschäftsführer Peter Karmann, der von der Wertschätzung sprach. Kunst am Bau umzusetzen sei nicht nur der eigene baukulturelle Anspruch, sie sei Ausdruck der Wertschätzung für die Bewohner, so Karmann. Die festliche Übergabe eines Kunstwerkes sei Ausdruck der Wertschätzung für die Arbeit des Künstlers, das Fertigstellungsfest eine Würdigung nicht zuletzt auch der Arbeit der Architektinnen und Architekten, der Förderung durch die Regierung, der guten Arbeit des ganzen Teams – im Großen und in den Details und vor allem gemeinsam.

kunstmesse EAJUng 348Ingolstadt | Die Kunstmesse Ingolstadt 2016 ist bereit - erwartet werden wieder etwa 2000 Kunstinteressierte, die schauen, kaufen und genießen. Dem Veranstalter BBK (Berufsverband Bildender Künstler Ingolstadt und Oberbayern Nord) ist hier wieder ein gute, interessante Kunstschau gelungen. Das sahen wohl auch Kulturreferent Gabrie Engert und Oberbürgermeister Lösel so, die zusagten, die Exerzierhalle auch künftig als Ausstellungshalle zu erhalten. Sie dankten ausdrücklich den Organisatoren (Messeleitung Viktor Scheck und Angelika Gützlaff) für ihr Engagement. Dabei war es in diesem Jahr nicht ganz einfach gewesen. Einer der großen Ausstellungsräume - die Reithalle im Klenzepark - stand nicht zur Verfügung, was besonders für die großen Bildhauerarbeiten problematisch hätte sein können Weniger Platz und mehr Anmeldungen von Künstlern aus ganz Bayern, diese Herausforderung gab es für die Jury zu meistern. Und es ist ihr gelungen: die Kunstmesse Ingolstadt 2016 überzeugt durch eine dichte künstlerische Qualität und durch eine gute Mischung aus bekannten Künstlern, deren Entwicklung man gerne verfolgt und neuen Kunstmesse-Teilnehmern wie Stefan Wanzl-Lawrence und Susanne Pohl, die mit ihren Radierungen enorm großes Interesse finden dürften.

kunstmesse2014 FREUDE 348Ingolstadt | Drei Tage lang zeigen 60 Künstlerinnen und Künstler aus Bayern ihre Arbeiten auf der kunstmesse ingolstadt 2016, die am 1. Juli beginnt. Nicht nur sehen, genießen und fragen, auch das Kaufen ist ausdrücklich erwünscht. Hier gilt „Kunst kommt auch von Kunde.“ wie es Messeleiter Viktor Scheck  ausdrückt, denn hier zeigen und verkaufen die Produzenten und direkt an die Kunstinteressierten, ohne Galerien als Vermittler.  Der direkte Kontakt mit den Künstlerinnen und Künstlern  ist dann auch  das besonders Spannende an einer solchen Produzentenmesse.

Ab Freitag, den 1. Juli bis Sonntag, 3. Juli werden wieder gut zweitausend Besucher erwartet. Die Kunstmessen des BBK Ingolstadt finden in zweijährigem Turnus statt und  waren bisher schon Besuchererfolge, haben überregional ein großes Medienecho gefunden. Von der feinen Silberarbeit über Malerei,  Fotografie bis zur Skulptur sind alle Kunstgattungen vertreten - und auch jede Preiskategorie.

Batterie Jordan Weinfurtner Parthum 3482Ingolstadt | Batterie 94 - reloaded. Die Künstler Markus Jordan, Tom Parthum und vor allem Ines Weinfurtner (Swept-Away-Gastronomin), haben den alten Festungsbau am Künettegraben geöffnet und erfüllt - mit Licht, Leben und Kreativität, mit Ateliers, Bar, Bühne, Bienenvölkern und offenen Möglichkeitsräumen für Ingolstadts freie Kulturszene. Die Drei (Foto) haben es als Privatleute angepackt und viel in die Idee einer Kreativgemeinschaft investiert. Monatelange viel eigene Arbeit und viel Geld. Es waren umfassende Umbauarbeiten notwendig um Raum, Licht, Luft zu gewinnen. Wände wurden eingerissen, um die Fenster frei zu machen, Böden verlegt, selbst die Elektronik wurde erneuert. Der hiesige Polizeisportverein, er ist Hauptmieter und der direkte Nachbar der Batterie, hatte das Gebäude seit den 70er Jahren an verschiedene Gastronomen untervermietet, zuletzt war es eine Discothek gewesen, die nach Razzia geschlossen worden war.

Kreativzentrum mit Dachgarten, altem Baumbestand, zentral gelegen

Dann erfuhr Ines Weinfurtner vom Leerstand und erfüllte sich mit Jordan und Parthum den Traum eines gemeinsamen Künstlerhofes, einer Kreativgemeinschaft. Weinfurtner ist gelernte Elektrikerin und die Wirtin des Swept-Away. Sie arbeitet künstlerisch mit Holz, Skulptur und Farbe. Lichtkünstler Markus Jordan stieg mit ein und schuf sich und der Glow Connection einen Kreativarbeitsplatz. Für ihn ist nicht nur die Gemeinschaft ein Traum, sondern vor allem der große Dachgarten. Ein Wald mitten in der Stadt. Tom Parthum hat sein Atelier per plex aus der Donaustraße 1 hierher verlegt. Die zentrale Lage – 4 Min. vom Rathausplatz, vom Swept Away oder Stadttheater entfernt – ist für alle immer noch kaum zu glauben. Ein Traum.

Bottesch 348Ingolstadt | Siebenbürgen | Der bildenden Künstlerin Sieglinde Bottesch wurde jetzt der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis 2016 verliehen. Mit dieser höchsten von Siebenbürger Sachsen vergebenen Ehrung werden besondere Leistungen für Wissenschaft und Kunst gewürdigt, 2015 war Peter Maffay damit geehrt worden.

Sieglinde Bottesch wurde für wurden ihre künstlerischen Leistungen gewürdigt, die sie in Rumänien und in Deutschland erbracht hat.

Bottesch, 1938 in Hermannstadt geboren, stellt nach dem 1965 beendeten Studium an der Fakultät für Bildende Künste in Bukarest seit 1967 in Rumänien aus. Nach der Ausreise 1987 setzt sie ihre Ausstellungstätigkeit fort, vor allem in Mittel- und Osteuropa. Bottesch war zunächst als Malerin, danach auch als Graphikerin, Zeichnerin, Illustratorin erfolgreich und, bis 1999, als Kunsterzieherin tätig. Inzwischen befasst sie sich auch mit Skulpturen und dem öffentlichen Raum. Sie ist als engagierte Kunstschaffende bekannt, die sich neben eigenen Ausstellungen auch an Kunst-Projekten und Aktionen beteiligt, sie ist Mitglied im BBK – Berufsverband bildender Künstler Ingolstadt und Obb. Nord.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung!

Werner Kapfer Sportbad 1170x388Ingolstadt | Ein Wettbewerb, drei Herausforderungen. 
Die Philosophie des Architekten,
die Akzeptanz durch einzubeziehende Jugendliche,
ein Kunstwerk in der Balance von Durchsetzungskraft und Zurückhaltung. 

Meine erste Idee: Eine Arbeit die den Schwimmsport und die Entstehung der Gestaltung direkt verbindet. Eine sehr aktive, sportliche Schülerbeteiligung: Jugendliche Mitglieder des SC Delphin, die möglichst optimale Startsprünge zeigen, vor der Kamera. Startsprung „Freistil“ und Startsprung „Rücken“. Auswahl der besten Fotos. Gruppierung und räumliche Anordnung. Nach der Umsetzung für digitale Druckverfahren dann gemeinsame Farbdefinitionen. Nach dem Colloquium jedoch stand fest: Die digitale Technik war in der vorgesehen Fliesengröße nicht möglich. Also zurück auf Los.

Der Blick in eine sonnendurchflutete Baumkrone führte mich dann zu einem neuen Ansatz. Rückbesinnung auf den Kern meiner Arbeit: Das Farbfeld. Horizontale Gliederung, vibrierende Farben. Die Jugendlichen der Kunst und Kulturbastei sollten mir ein wichtiges Feedback auf dem Weg zur endgültigen Festlegung der Farben für die Wettbewerbsphase geben.

Präsentiert durch einen Beamer, also Licht, wirkten die Farbtöne der Entwürfe mit ihren Gelb- und Grünnuancen lebendig und freundlich. Die Stimmung zeichnete spontan ein Lächeln auf die Gesichter der Betrachter. Die Abstraktion der Arbeit, mit ihren sehr reduzierten, aus der Natur entlehnten Strukturen, stellte kein Hindernis dar, im Gegenteil. Die Jugendlichen interessierten sich mehr für die Kriterien der Farbwahl: Aus dem Farbkonzept der Architekten, wählte ich nur zwei Farben aus, jedoch mit je drei Abstufungen versehen. Die heitere Wirkung dieser Kombination, von mir besonders erwünscht für trübe Tage, war in der kühlen dunklen Harderbastei gut zu testen. Das Ergebnis: Daumen hoch.

WernerKapferMontage 348Ingolstadt | Sechs Künstlerinnen und Künstler des BBK Ingolstadt und Oberbayern Nord lud die Stadt Ingolstadt zu einem Wettbewerb für die künstlerische Wandgestaltung im neuen Sportbad ein – Dorina Csiszar, Reinhard Dorn, Werner Kapfer, Fredrik Lindqvist, Karin Roth und Viktor Scheck.

An der Westseite der Schwimmhalle stand für die Umsetzung eine zweiteilige, etwa 27 m breite Fläche für ein Fliesenmosaik bereit. Die städtische Jury aus dem Kulturreferenten Gabriel Engert, Thomas Hehl, Geschäftsführer der Stadtwerke Freizeitanlagen GmbH und Bauherr des Sportbades, dem Architekturbüro Krieger, Michael Schölß, BBK, und dem Kulturausschuss entschied sich für den Entwurf „Farbchromatik Sommertag“ von Werner Kapfer. Kapfer befasst sich als bildendender Künstler intensiv mit Farbe und ihrer energetischen Wirkung - aufeinander und in unterschiedlichen Raumsituationen. Eine Thematik übrigens, die auch in der konkreten Kunst eine Rolle spielt - ein schöner Bogen, der nun unversehens zwischen dem neuen Bad und unserem Museum für konkrete Kunst entstanden ist.

Mit seinem Werk "Sommertag" stellt Kapfer eine Verbindung zwischen der Architektur und dem nahen Glacis her, das sich im Westen an die Schwimmhalle anschließt. Das Mosaik spielt mit den Farben sonnendurchfluteten, grünen Laubes und den Spiegelungen im Wasser. Gelbe und grüne Farbtöne setzen einen warmen, sonnigen, energiereichen  Akzent in der Schwimmhalle, die sonst eher kühl - weiß, grau, blau, Edelstahl, Glas - gehalten ist. Der Sommertag hat die Kraft, in der gesamten, großen Schwimmhalle nicht nur sichtbar zu sein, sondern auch Wirkung zu entfalten. 

simone schimpf lars breuerGemeinsam mit dem Künstler Lars Breuer eröffnete Audi ArtExperience jetzt den 8. Audi Kunstraum. Erstmals exklusiv gestaltete der Künstler großflächige Wandarbeiten für das Audi Forum Ingolstadt und das Audi museum mobile. Im Rahmen der Ausstellung „Bildräume und Schrifträume – Lars Breuer und Otto Nemitz“ präsentiert der Audi Kunstraum bis Ende Oktober die Werke, die hierfür in fünf Tagen entstanden sind.

Erlebnis, Erinnerung, Ästhetik

Der Künstler Lars Breuer (*1974) entwarf für das Gebäude „Markt und Kunde“ und das Audi museum mobile großflächige Wandarbeiten, die sich durch starke Schwarz-Weiß-Kontraste und geometrische Kompositionen auszeichnen. Zeitgleich werden in der Kundenlounge der externen Fahrzeugauslieferung Arbeiten des Stiftungskünstlers Otto Nemitz (1935-2012) gezeigt. Auch Nemitz reduzierte bereits früh seine Palette auf Schwarz, Weiß und Grautöne und untersuchte in seinen Zeichnungen und Malereien verschiedene Möglichkeiten, Struktur und räumliche Tiefe in der Zweidimensionalität zu transportieren.

Hubert Klotzeck 348Hubert P. Klotzeck, 49, ist der neue Vorsitzende des Kunstvereins Ingolstadt. Der gebürtige Ingolstädter ist Fotograf und Galerist der Galerie Bildfläche in Eichstätt. Christine Fuchs, die den Kunstverein seit fünf Jahren vorstand, wird sich beruflich verändern und hat das Amt nun übergeben.

Klotzeck war in den letzten Jahren bereits Mitglied des Kunstvereins-Vorstands gewesen. Vor zwei Jahren hatte er seinen Hautberuf aufgegeben und sich mit der Galerie Bildfläche in Eichstätt und als Fotograf selbstständig gemacht. Mit seinem Ausstellungsprogramm hat er die letzten Jahre bereits gezeigt, wie er denkt und arbeitet. Regional gut vernetzt und sucht er aktiv die Kooperation und den Austausch -mit KünstlerInnen nicht nur zur Fotografie, sondern aus allen Bereichen der bildenden Kunst, in freien Kunstprojekten, mit dem professionellen Berufsverband bildender Künstler oder Bands der regionalen Musikszene. Schwierige Themen wie Krieg (aktuell die Ausstellung ZWISCHENSTILLE von Rainer Süflow) oder Klerikales (Wounds von Marc Köschinger) finden beim ihm ebenso Aufmerksamkeit wie Fragen der Ästhetik.  2013 wurde dies mit dem Eichstätter Kulturpreis gewürdigt. In seinem neuen Amt, so Klotzeck, möchte er den Kunstverein Ingolstadt für Junge interessant machen und den Traditionsverein auch in die politischen Diskussioen der Stadt einbringen, etwa in das aktuelle Bündnis “Achtung Kultur” oder zum öffentlichen Raum.

JohannesHauser ChristianSilvester 348Johannes Hauser hat mit seiner Ausstellung „nach oben“ viel  positive Resonanz bekommen. Das Konzept des Fotografen, durch die Perspektive eines extremen Weitwinkelobjektives senkrecht nach oben zu blicken, hat die Besucher in der Harderbastei begeistert. Die Schönheit, das Ornamentale und teils Erhabene hat fasziniert.

Doch es war nicht nur die Ästhetik. Es war vor allem, dass ein zweiter und dritter Blick auf die Bilder auch noch viel Spannendes bereithielt: Entstehungsgeschichten aus dem Bundestag, Sehnsuchtsorte wie hohe Wälder oder Fußballstadien, lokale Kirchen und Moscheen, Zeitgeschichte aus Dresden ... Die Vielschichtigkeit, die der Künstler selbst mitbringt - er arbeitet als Journalist und ist studierter Soziologe - zeigte sich auch in seinen Bildern. Und er machte sie zugänglich über die Zusammenarbeit mit dem Institut für digitales Lernen Eichstätt. Informationen zum "Making of" gab es über QR-Codes, die zu einer Website führten: einfach zu handhaben, gut gemacht und auch von der Optik so gut umgesetzt, dass das hohe Niveau der Fotografien gehalten wurde. Man konnte einfach nur die Bilder genießen, oder eben mehr erfahren - großartig!

Auch die zahlreich erschienen Ingolstädter Fotografen zeigten sich bei der Eröffnung beeindruckt von der Idee und Umsetzung. Bemerkenswert, so der Tenor,  dass es tatsächlich noch gelingt, neue Perspektiven auf die Welt zu eröffnen. In unserer Nachlese einige Bilder vom Abend und zwei besonders schöne Beiträge zur Ausstellung:

verknuepft und gewebe„Gut vernetzt“ zu sein ist ein Grundmuster unserer Gesellschaft geworden. Doch auch wenn es sich um gewebte Stoffe, geknüpfte Teppiche oder andere textile Strukturen handelt, ist es nicht nur Gewebe sondern immer auch soziales Gewebe. Kulturtechnik, Herkunft, Nachhaltigkeit, Entstehungsgeschichte(n) sind immer ein sozialer Zusammenhang, von dem sich dem das Material nicht lösen kann.

Die Menschen seien ständig dabei, sich selbst, miteinander oder stoffliche Fäden und Fasern zu verknüpfen, so der Gedanke von Museumskuratorin Dr. Theres Rohde. So entstünden Stoffe und Netzwerke, textile und soziale Gewebe. Eröffnet wurde das Kunstfestival GEWEBE. Textile Projekte im Museum für Konkrete Kunst (MKK), zusammen mit der Ausstellung „verknüpft“ der deutsch-iranischen Künstlerin Haleh Redjaian.

Das bayerische Städtenetzwerk STADTKULTUR e.V., das zum Auftakt seines Kunstfestivals GEWEBE. Textile Projekte ins MKK eingeladen hatte, weiß, worum es bei Netzwerken geht, wie man es zusammenhält und dass ein Gewebe auch reißen kann. Seit den 1970er Jahren arbeiten hier 50 bayerische Städte zusammen und schaffen gemeinsame Kunst- und Kulturprojekte, setzen Impulse. Eine Kulturarbeit, die an diesem Abend besonders gewürdigt wurde. Es seien über die Jahre nicht nur funktionierende Netzwerke, sondern echte Freundschaften entstanden, bedankte sich Norbert Tessmer, Oberbürgermeister der Stadt Coburg und Vorsitzender des Städtenetzwerkes, sehr persönlich bei STADTKULTUR-Geschäftsführerin Dr. Christine Fuchs. Und er weiß auch um die Relevanz guter Zusammenarbeit, denn, so zitierte es Konfuzius, „Wer am falschen Faden arbeitet, zerstört das ganze Gewebe.“

Gewebe Illustration blau348Verknüpfen, verbinden, vernetzen. Begriffe die unseren virtuellen, digitalen Alltag bestimmen, werden mit dem bayernweiten Kunstfestival „GEWEBE. Textile Projekt“ wieder anfassbar - als textile Struktur, als Stoff, als gewebtes Material. Die Kunstprojekte knüpfen in vielfältiger Weise an alte Kulturtechniken an, die heute noch, nicht nur in Bayern, gepflegt oder neu entdeckt werden. Es sind die textilen Branchen der Kreativwirtschaft, die stark vertreten sind, in der Mode wie im Kunsthandwerk, und Städte wie Pfaffenhofen, die über das Kunstfestival ihre textile Vergangenheit neu erkunden.

Der Auftakt des Kunstfestivals ist am 11. März in Ingolstadt, im Museum Konkrete Kunst. Das Städtenetzwerk STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V veranstaltet zur Textilkunst Ausstellungen, Modenschauen, Workshops, kulturgeschichtliche Vorträge in 20 bayerischen Städten, bis zum 30. Juni.
Zugleich geht es aber auch um die Frage nach der Bedeutung gewebten Materials in Design und Gesellschaft. Das Themenspektrum reicht vom volkstümlichen Stoff über textile Skulpturen bis zum gewebten Raum. Dabei soll ganz bewusst – und auch als Kontrast zu den virtuellen, digitalen Netzen - das Haptische im Mittelpunkt stehen.

JohannesHauser detail Neue Sichtweisen auf Altbekanntes eröffnen, das gelingt dem Fotografen Johannes Hauser selbst mit dem Pariser Eiffelturm. Er eröffnet neue Perspektiven und schafft Bilder, die sehr ästhetisch sind und ungeheuer faszinieren. Künstlerisch professionell inszeniert und doch auch spielerisch.

Ein Jahr lang reiste Hauser und lichtete bekannte Bauten, Denkmäler, Landschaften, Architektur, Natur ab. Mit einer Sondergenehmigung des Kunstbeirates des Bundestages, konnte er selbst den Berliner Reichstag in dieser besonderen Weise fotografieren. Erst bei näherem Hinsehen wird klar, dass bei seinen Bildern nicht die Lichtbrechung die schöne, kristalline Ästhetik erzeugt, sondern eine gute Idee und die wohl überlegte Auswahl der Objekte, die er in Szene setzt. Die Blickrichtung der Kamera geht aus einem Zentrum nach oben, sucht die Symmetrie und ein starkes Weitwinkelobjektiv (Fischauge) erfasst ein sehr großes Feld rund um das Hauptmotiv. Wenn der Blick des Betrachters sich dann näher an die Fotografien heranzoomt, zeigt sich eine herrliche Miniaturwelt. Wir sehen kleine Häuser, Bäume, Menschen, Treppen, Fenster, Miniwelten, die fast künstlich wirken, weil sich rundherum und kopfüber angeordent sind. So werden selbst die Details des Alltags zu einer spannenden Entdeckungsreise.

Zwischenstille Verdun 348 Galerie Bildfläche | Einen Besuch auf den Schlachtfeldern vergangener Kriege mit Bildern aus Friedenszeiten zeigt der Fotograf Rainer Sülflow. "Was wir sehen: Wunderschöne, elegische Landschaften, noch immer beschädigte Häuser, auf den ersten Blick rätselhafte Details – aber doch Frieden. Was wir lesen: Texte auf farbigen Gründen, Briefe, Aufzeichnungen, Erinnerungen von Zeitzeugen. Darüber, wie furchtbar Krieg ist. Wie furchtbar das Denken in den Strukturen des Krieges ist.*" Ein Schachtfeldbesuch also, der kein Schlachtengemälde ist, sondern auf andere Weise den Krieg beschreibt oder den Frieden, oder vielleicht nur eine Zwischenstille.

Galerist Hubert Klotzeck bringt den Fotografen Rainer Sülflow nach Eichstätt, in die Galerie Bildfläche. Texte und Bilder sprechen auf intensive Weise das menschliche Mitgefühl an, heißt es in der Ausstellungsankündigung, denn das tragische Ausmass der Kriege ist bis heute noch kaum zu verstehen oder vorstellbar. Zwischenstille zeigt, wie es heute auf den ehemaligen Schlachtfeldern in der Mitte Europas aussieht, wo in den Kriegen zwischen 1914 und 1945 mehr als 80 Millionen Menschen zu Tode kamen.

susanne wein schmuckkunstEichstätt | Vom 27. Mai bis zum 30. Juli 2016 nutzt die Schmuckkünstlerin Susanne Wein den Laden in der Pfahlstraße 37 (ehemals Chocolatique) im Rahmen des Projekts „Leergut“ des Projektbüros Stadtentwicklung als zusätzlichen Ausstellungsraum zu ihrem Atelier im selben Gebäude. In dieser Zeit wird sie neben ihren eigenen Arbeiten, Schmuck und Malerei, auch Exponate von befreundeten, immer wieder wechselnden Künstlern zeigen – so wird die Ausstellung immer wieder neu bestückt und sich alle paar Wochen komplett verändern.

„Nachdem klar war, dass ich den Raum nutzen kann, habe ich mir über verschiedene Konzepte für diese begrenzte Zeit Gedanken gemacht. Da ich in meiner Augsburger Zeit öfters Ausstellungen mit Künstlern aus anderen Bereichen in kurzzeitig angemieteten Räumen organisiert habe, will ich meine Erfahrungen nutzen und in Eichstätt ebenfalls einen kreativen Zwischenraum für verschiedene Künstler anbieten“, erklärt Susanne Wein.
 
Weins eigene Arbeiten werden vom 27. Mai bis zum 30. Juli durchgängig in der Pfahlstraße zu sehen sein. Susanne Wein ist Goldschmiedemeisterin und anerkannte freischaffende Künstlerin durch die Kunstakademie München. Ihr Schmuck entsteht in der Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrer Umwelt – sie sammelt Eindrücke und Erfahrungen genauso wie Materialien. „Bei der Materialwahl interessiert mich weniger der Feingehalt – also die allgemeine Wertigkeit – sondern mehr die Ausstrahlung. Da wird geschaut, befühlt, durchdacht und schließlich in Form gebracht“, beschreibt die Künstlerin den Schaffensprozess zu ihren Werken. So verwendet sie neben klassischen Goldschmiedematerialien gerne auch Fundstücke oder „banale“ Alltagsgegenstände, die durch die Umgestaltung zu Schmuck eine neue Sinnhaftigkeit und auch Sinnlichkeit erfahren.

 

kunstmesse2016 logo348kunstmesse ingolstadt | Produzentenmesse | Bewerbungsfrist 18. März | Die vierte kunstmesse ingolstadt findet vom 01.-03. Juli 2016 im Exerzierhaus im Klenzepark statt. Veranstalter sind wieder der BBK Obb. Nord und Ingolstadt e.V. und die Stadt Ingolstadt. Noch bis Mitte März 2016 können sich professionelle Künstlerinnen und Künstler mit Wohn- oder Ateliersitz in Bayern für die kunstmesse ingolstadt `16 bewerben.

Bewerben können sich alle professionellen Künstlerinnen und Künstler mit Wohn- oder Ateliersitz in Bayern. Die Aussteller werden von einer mehrköpfigen Jury ausgewählt.  Die Messe findet im zweijährigen Turnus statt und verzeichnet regelmäßig ca. 2500 Besucher.

Zum ersten Mal besteht 2016 auch die Möglichkeit eine Koje für zwei Aussteller zu buchen.

Die Bewerbungsunterlagen und Ausstellungsbedingungen können unter www.kunstmesse-ingolstadt.de  heruntergeladen werden. 

dagmar hummel atelier348Mit Beginn des Jahres hat die Malerin Dagmar Hummel ihre künstlerische Wirkungsstätte nach Ingolstadt verlegt. In der Kopernikusstrasse 3 wird sie in hellen, inspirierenden Räumen ihr kreatives Schaffen weiterführen.

 

www.dagmarhummel.de

kunstverein logoDer Kunstverein Ingolstadt möchte sein Team jetzt um eine Kuratorin/einen Kurator verstärken. Der Kunstverein Ingolstadt e.V. bemüht sich um die Vermittlung zeitgenössischer Kunst und relevanter städtischen Themen mittels Ausstellungen, Diskussionsforen und Lesungen.

Ausschreibung - Bewerbungsfrist 31.12.2015

Tor ist eroeffnet 348gDer Auftrag für ein neues Hoftor für die Donaustraße 1 ging an den an den Künstler Gerhard Frömel. Heute wurde eröffnet. So prosaisch kann man es ausdrücken. Die Idee war allerdings nicht ganz so naheliegend und durchaus ein Wagnis für die Unternehmer Fritz und Veronika Peters. Ob Kunst und Handwerk zusammengehen und so ein gutes Tor daraus wird, für den ehem. Firmen- und Familiensitz der Gebr. Peters Gmbh, war eine der Unsicherheiten. Die Zusammenarbeit von Herrn Glooss, dem Leiter der betriebseigenen Schlosserei, und dem Künstler Gerhard Frömel erwies sich jedoch als Glücksfall. Man sei sich in der Arbeitsweise und im Denken sehr ähnlich gewesen, beschrieb es Frömel zufrieden und voller Wertschätzung für den Schlosser, der mit Präzision und Verständnis für Idee, Form und Material gearbeitet habe. Im Tor werden je zwei geometrische Formen, Dreiecke, auf verschiedenen Ebenen gezeigt. Sie werden als Raute wahrgenommen oder als zwei einzelne Dreiecksflächen, die nebeneinander liegen oder auch übereinander - je nach Blickwinkel sieht man es anders. Im künstlerisch konkreten, aber auch im übertragenen Sinne, spielt Frömel mit der unterschiedlichen Wahrnehmung die man, je nach eigenem Standpunkt, von allem - auch von einer Stadt - haben kann ...

 

european tribal wars zusammenstellungUm beeindruckende, zeitgenössische Kunst zu sehen sehen, sollte man jetzt ins Museum gehen - ins bayerische Armeemuseum! Direktor Ansgar Reiß und Kurator Tom Biber ist eine künstlerisch starke und thematisch hochaktuelle Sonderausstellung „European Tribal Wars“ gelungen. Die Bilder, Skulpturen und Stimmungen wirken nach, wenn man schon längst im Alltag wieder angekommen ist - weil sie künstlerisch packen und thematisch ebenso brisant sind wie immerwährend.

Museumsdiektor Ansgar Reiß konnte für sein Armeemuseum wieder Tom Biber als Kurator gewinnen, Kunstsammler und Kenner vor allem der Berliner Kunst- und Subkulturszene. Ein gebürtiger Ingolstädter übrigens. Biber zeigt den schottischen, in Berlin lebenden Künstler Andrew Gilbert, der anschließend an einer Gruppenausstellung in der Tate Britain in London teilnimmt, den Berliner Stefan Kaminski und den in Brüssel lebenden Australier Dominic Wood, Künstlername "Church of Dominic Wood".

A Fleischmann oT 348x444jpgWenn die Ausstellung „Adolf Fleischmann - Grenzgänger zwischen Kunst und Medizin –“ am Samstag eröffnet wird, haben sich zwei zusammengetan, die uns einen besonderen Eröffnungsabend versprechen: Dr. Simone Schimpf (Museum konkrete Kunst) und Prof. Dr. Marion Huisinger (Deutsches Medizinhistorisches Museum). Beide Direktorinnen haben „ihre“ Museen in Ingolstadt in den letzten Jahren weit nach vorn gebracht haben, sowohl im Hinblick auf die Feedbacks aus der jeweiligen Fach- und Museumswelt, als auch auf die spürbare Beliebtheit beider Museen in unserer Stadt. Beide haben sich auch selbst als Grenzgängerinnen gezeigt, die den eigenen Bereich – Kunst, Design, Medizingeschichte – immer wieder verlassen, um interdisziplinär zu wirken und um mit neuen Kooperationen zu überraschen. Diesmal kooperieren sie miteinander, folgerichtig und fast möchte man sagen endlich! Doch dies nur am Rande und um die Vorfreude auf den Eröffnungsabend noch etwas anzuwärmen …

Die erste gemeinsame Ausstellung des Deutschen Medizinhistorischen Museums (DMM) und des Museums für Konkrete Kunst (MKK) widmet sich Adolf Fleischmann, der sich nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Medizin einen Namen gemacht hat. Auch das Begleitprogramm wird von beiden Häusern bestritten – allerdings nur im MKK, denn das DMM ist baubedingt ab 1.11. geschlossen (hier entsteht ein vielversprechender Erweiterungsbau).

Den Anfang beim Begleitprogramm macht am 27.10. Prof. Dr. Marion Ruisinger mit „Starkstromverletzung“ aus der Reihe „Mittagsvisite“. Auch sonst wird einiges geboten: Am ersten Sonntag der Ausstellung, 25.10., kommt aus der Reihe „Sonntags!Kunst?“ neben Familienführungen ein ‚farbfröhlicher‘ Workshop mit Trinkhalmen, und am Donnerstag, den 29.10., spricht Hans Hipp aus einer langen Familientradition als Kerzenzieher und Wachsgießer über den Werkstoff Wachs, den Ausgangsstoff für Fleischmanns medizinische Werke.

Bildnachweis: Adolf Fleischmann, Ohne Titel, 1955, Gouache auf schwarzem Papier, 65 × 50 cm, Privatsammlung, © Nachlass Adolf Fleischmann, Foto: Bernhard Strauss

 

Save the date ...

Samstag, 24.10., 19:00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Surfaces“ im MKK
Tränktorstraße 6-8

Sonntag, 25.10., 14:30 bis 19:00 Uhr
Sonntags?Kunst!
14:30 Uhr Familienkurzführung zu "Surfaces"
15:00–17:00 Uhr Künstler-Workshop mit Hans Schlecht „Caipirinha sei Dank“
17:30 Uhr Familienkurzführung zu "Surfaces"
18:00 Uhr Konzert mit Julian Schunter und Sebastian Kutscher: "Im Dialog"
Eintritt frei
Dank der freundlichen Unterstützung von Audi ArtExperience sind bei Sonntags?Kunst! alle Programmpunkte (inkl. Eintritt) kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 27.10., 12:30 Uhr
Mittagsvisite: Fleischmann-Moulage „Starkstromverletzung“ mit Prof. Dr. Marion Ruisinger
Dauer 30 min., Eintritt frei

Donnerstag, 29.10., 19:00 Uhr
MKK-Lecture. »Von Kerzen, Kröten und Federbetten«
Ein Vortrag mit Hans Hipp, Pfaffenhofen a. d. Ilm
Einlass ab 18:30 Uhr, Dauer ca. 60 Min., Eintritt 5 €, ermäßigt 3,50 €

Samstag, 31.10., 10:00 bis 12:00 Uhr
Kinderatelier
für Kinder von 7 bis 10 Jahre, Anmeldung erforderlich, Kosten 3,50 €

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden auf der Museums-Webseite unter www.mkk-ingolstadt.de

Informationen im Überblick
Eintrittspreise
Erwachsene 3,00 €, Ermäßigt 1,50 €
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei
Veranstaltungs- und Führungsgebühren
Gruppenführungen bis 12 Personen 30,00 € je Std.
Schulklassen- und Kitaführungen 2,00 € / Person (inkl. praktischer Teil), 1,50 € (nur Führung)
Anmeldung und Führungsbuchung
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 0841/305 1875 oder persönlich an der Museumskasse

A Fleischmann oT 348x444jpg

 

Bilder: A. Fleischmann; oben Detail, unten vollständig;

 

schwarzaufweiss348Museum konkret | Das MUSEUM FÜR KONKRETE KUNST MKK zeigt sich jetzt mit neuer Homepage - konkret knackig und brandneu - mit grafischer Gestaltung von schnellervorlauf. Die Rapper Yasha MC und DJ Holzkrawatte sind bei den nächsten MKK-Lectures »Schwarz/Weis(s)-heiten im Rap« dabei (17. Sept.); zum Tag des offenen Denkmals (13.09.) geht’s in die Gießereihalle, um einen Blick auf die Bauarbeiten zum neuen Museum MKKD werfen zu können. Alle Infos dazu und mehr beim Museum für konkrete Kunst www.mkk-ingolstadt.de.

Übrigens: neu gestaltet ist auch der Webauftritt der STIFTUNG FÜR KONKRETE KUNST UND DESIGN INGOLSTADT www.skkd-ingolstadt.de

 

Bild: screenshot MKK-Homepage

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UPDATE April 2015 |

Das KunstKaufHaus des BBK Ingolstadt ist weiter gezogen in eine neue Zwischennutzung. Bis Ende 2015 ist die Verkaufs-Galerie des BBK jetzt  in der Ludwigstraße 39 (ehemals Rosina-Schuh).

 

Geöffnet ist Montag bis Samstag, 11 -18 Uhr.

 

Update Nov. 2014 | KUNSTKaufHAUS - Es geht weiter! Neueröffnung in neuer Location - Carraraplatz

Am Samstag den 15. November 2014 um 11.00 Uhr eröffnet das KUNSTKaufHAUS des BBK (Berufsverband bildender Künstler Obberbayern Nord und Ingolstadt) wieder seine Pforten. Diesmal im Laden am Carraraplatz, wieder ganz zentral in der Ingolstädter Innenstadt.

napoleon projekt 348Es ist eine Unterwanderung, eine Demontage, ein Unterlaufen der großen Napoleon-Landesausstellung - das NAPOLEONprojekt des BBK Ingolstadt, unten, im kühlen, feuchten Keller des Zeughauses. Ein künstlerisch erschlossener Subtext dessen was aktuell in der Landesausstellung oben im Neuen Schloss gezeigt wird. Hier unten findet, so Ansgar Reiß, Gastgeber beider Ausstellungen und Direktor des bayerischen Armeemuseums, eine echte Reflektion der großen Napoléon-Ausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte statt, die mit starken Bildern und enormer öffentlicher Wahrnehmung ein Napoléon-Bild präsentiert, das nun künstlerisch gebrochen wird. Zum Irritieren. Zum Innehalten. Das Zeughaus als Ausstellungsort wurde bewusst gewählt, um nicht nur eine räumliche Nähe zu haben, sondern auch, um subversiv die Ausstellung im Neuen Schloss zu ergänzen.

stadtwerke graffiti 348Robin Gower alias Noiz two ist seit vielen Jahren als Streetartist und Graffitikünstler unterwegs. Er arbeitet frei oder gestaltet im Auftrag, etwa für die Fachholschule Kufstein. Jetzt ist der 26-jährige gelernte Innenarchitekt der Eröffnungs-Künstler für das Projekt „Stromkastomize“ in Ingolstadt. Eine gelungene Verbindung von Kunst im öffentlichen Raum und dem praktischen Gedanken sauberer Trafokästen. Eine gelungene Verbindung von Graffitikünstlern, Stadtjugendring und Stadtwerken Ingolstadt.

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DOMINO die neue Ausstellung von Heike Habl - Dem harmonischem Maß und Gesetz auf der Spur, jedes Bild ist ein Farbgedanke, jede Linie, jede Oberfläche, steht für sich selbst und ist doch Teil des Ganzen. Die Malerei ist ein Mittel sich auf optische Weise Gedanken zu machen.

Die Pfaffenhofener Künstlerin Heike Habl bewegt sich mit ihren neuen Werken immer mehr auf den Wegen der konkreten Künstler des 19. Jahrhunderts. Angefangen hat  sie ihr künstlerisches Spiel mit Form und Farbe mit dem wohl ältesten mathematischen Symbol das die Menschheit hervorgebracht hat, dem Labyrinth. Je tiefer sie in die Geschichte der Gesetzmäßigkeiten, der rätselhaften Schönheit und Vielfalt der Motive eintauchte, umso komplexer wurden ihre Arbeiten. Die Eindrücke und Fundstücke auf ihrer Reise durch die Harmonien und Ordnungen von Farbe und Form hat Heike Habl auf Leinwand verewigt. Domino, so nennt sich ihre neue Ausstellung, die im Rahmen der „Langen Nacht der Kunst und Musik“ eröffnet wird. Und wo? Im Restaurant „Domino“, Ingolstädter Str. 7 85276 Pfaffenhofen.

VIDEO 

Die Ausstellung ist vom 23. Juni bis 3.August 2015 geöffnet (Montag Ruhetag)

 

 

Kunst am Bau war für das neue Sportbad an der Jahnstraße eigentlich nicht eingeplant. Durch einen Stadtratsbeschluss soll sie nun in dem 25 Mio. Bauprojekt doch einen Platz finden.

Bauherr ist die StadtwerketochterFreizeitanlagen GmbH in Kooperation mit der Stadt Ingolstadt. Die Gesellschaft und ihr Geschäftsführer Thomas Hehl waren noch zu diesem späten Zeitpunkt - man feierte gerade das Richtfest - bereit, dies positiv zu beantworten und umzusetzen. Zusammen mit dem Büro Krieger Architekten und dem BBK - Berufsverband Bildender Künstler Ingolstadt /Obb. Nord hat der städtische Kulturreferent sich beraten und nun einen Kunst-Wettbewerb ausgelobt.

Eingeladen wurden für den Wettbewerb zum Sportbad die Künstlerinnen Dorina Csiszar und Karin Roth sowie die Künstler Reinhard Dorn, Werner Kapfer, Fredrik Lindqvist, und Viktor Scheck.

Donnerstag, 21 Mai 2015 10:48

Kunst direkt | Dagmar Hummel

von

Am Samstag 25. Juli 11.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag, 26. Juli 11.00 - 16.00 Uhr kann ich zum letzten Mal alle Kunstfreunde und Interessierten in mein Atelier im Hepberger Schloss, Friedhofstr. 2 ganz herzlich einladen. Dieser inspirierende Arbeitsplatz muss leider modernen Wohnungen weichen.

Für erfrischende Getränke ist gesorgt und ich freue mich auf zahlreichen Besuch und schöne Gespräche.

Dagmar Hummel

www.dagmarhummel.de

 

ChristineOlma390 348Christine Olma ist professionelle Fotografin und arbeitet international als Bildjournalistin. Seit seit 2004 unterrichtet sie als Dozentin für digitale Fotografie an der Fh Amberg/Weiden. Im April und Mai bietet Christine Olma jeweils ein Tagesseminare an, bei dem es um Wahrnehmung und Fotografie gehen wird, jeweils konzentriert an einem Tag (9.30 Uhr bis 17.00 Uhr).

Im Seminar wird eine technische Einführung geben sowie praktische, den "Sinn sensibilisierende" Übungen. Geeignet sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Hobbyfotografen.

Genauere Informationen zur Veranstaltung bei www.olma-fotodesign.de oder direkt per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel. 0171/4216867.

Mindestteilnehmerzahl sind 6 Personen, max. 14.

Das Seminar am 30. Mai 2015, in Ingolstadt im Kapuzinerkloster, kostet 130,00 Euro mit Kaffee/Kuchen - ohne Mittagsverpflegung. http://www.kapuziner-ingolstadt.de/ 

Das Seminar am 11. April 2015 im Kloster Plankstetten 145,00 Euro incl. feiner Tagesverpflegung in der Klosterschänke ( Wert 29 Euro ).  www.kloster-plankstetten.de

www.olma-fotodesign.de

 

 

amely deiss 348Amely Deiss eröffnete am Samstag mit "Die Kunst der Faltung – Einknicken oder Kante zeigen" ihre letzte Ausstellung in Ingolstadt. Die Kuratorin und stellvertretende Leiterin des Museums für konkrete Kunst Ingolstadt wird nach Erlangen gehen und dort das Kunstpalais leiten.

Die erste Ausstellung, die sie 2013 unter der neuen Leitung von Simone Schimpf kuratierte, war "S(ch)ichtwechsel. Neue Blicke auf die Sammlung“. Sie präsentierte Werke aus der hauseigenen Sammlung Konkreter Kunst als fulminante Petersburger Hängung an der großen Museumswand und machte damit Furore. „Weiblich, jung, konkret“ titelte der Donaukurier hoch begeistert. Deiss hat, so Kulturredakteurin Karin Derstroff, die Alten Meister gründlich entstaubt, durch neue Zusammenhänge.

faltung 348„Auch ich habe heute schon etwas gefaltet.“ brachte Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel die Dinge gleich mal auf den Punkt und hielt sein Redemanuskript hoch, das passend für die Sakkotasche gefaltet worden war. Inhaltlich lag er damit genau richtig und man kann von einem gelungenen Debut sprechen, denn vor übervollem Haus eröffnete er erstmals als Oberbürgermeister im MKK und hieß 44 internationale Künstlerinnen und Künstler und um die 1000 Gäste willkommen. Dichtes Gedränge also im Museum für Konkrete Kunst. Und ja, es sei wichtig dieses große Interesse mit einem größeren Haus für das Museum zu beantworten, versicherte der Oberbürgermeister dann auch gleich und bestätigte noch einmal dass der Neubau auf dem Gießereigelände kommen werde.

charcon 348Im Kunstquartier KQ1 steigt drei Tage lang ein Kunstmarkt der besonderen Art | Kunst kaufen für gute Zwecke kann man wieder im KQ1 in der Donaustraße. Von Donnerstag, 23. Oktober, bis Samstag, 25. Oktober öffnet das „Kunstquartier KQ N°1“ in der Donaustraße 13 für Kunstmarkt und die Versteigerung von Kunstwerken zu „erschwinglichen Preisen“, wie es in der Ankündigung des Events heißt.

tattoo 348Marc Köschinger, bildender Künstler der in Ingolstadt lebt und arbeitet, ist einer der Gewinner des internationalen Design-Wettbewerbs MAN TATTOO Trucks. Mit dieser Weltpremiere ist MAN in die Internationale Automobilausstellung Nutzfahrzeuge (IAA) 2014 gestartet, die jetzt bis zum 2. Oktober läuft.  Vor dem Hauptbahnhof Hannover wurden am 22. September die sechs „MAN Tattoo Trucks“ enthüllt. Die spektakulär gestalteten Sattelzugmaschinen sind das Ergebnis eines internationalen Design-Wettbewerbs unter dem Motto „Kann man aus Songs rollende Kunstwerke machen? MAN kann.“

Eine großartiger Abend kündigt sich an - aus einer Kunstausstellung hinübergleiten in die spektakuläre Inszenierung eines Stadtspaziergangs, in den in den Aufbruch in eine aufregende Stadt der Zukunft.  Der Kunstverein Ingolstadt e.V. zeigt, erstmals in einer Kooperation mit dem Stadttheater Ingolstadt, die Bildende Künstlerin Simona Koch mit der Ausstellung ORGANISMS und verbindet sich, geradezu organisch, mit der inszenierten Begrünung des Theaters und seines Vorplatzes, entstanden nach der Vorlage einer Fotomontage aus Simona Kochs Werkserie „STADT“, in der sie das leblose Grau unserer Städte durch wuchernde Natur und blühende Gärten ersetzt. Erste Eindrücke hier im Interview des Kulturkanals mit Intendant Knut Weber hier.

In der Galerie im Theater werden vom 20. September bis zum 9. November 2014 weitere Aspekte von Simona Kochs Arbeit gezeigt, die sich auf ihre Publikation ORGANISMS beziehen, die 2012 im Verlag für moderne Kunst erschienen ist. Zu sehen sind Arbeiten, bei denen – unter Einsatz verschiedener Medien – ihre  Faszination für die Spielarten des Lebendigen sichtbar wird. Woher kommt das Leben und wohin wird es sich entwickeln, wie stehen die Lebewesen miteinander in Verbindung und welche Rolle spielt der Mensch in diesem Gefüge? Mit ihren Arbeiten macht Simona Koch das Unsichtbare sichtbar;  gezeichnete Hautlandschaften – Fundstücke des größten Organismus der Erde – filigrane, farbige Zeichnungen, die zeigen, welche Ästhetik das Innere von Lebewesen birgt, sowie der Blick auf den Menschen selbst als Organismus, wie er unablässig Grenzen durch die Welt zieht. Die Besucher sind eingeladen, sich auf eine künstlerische Entdeckungsreise durch die Welt des Lebendigen zu begeben.

Ingolstadt hat sein erstes KUNSTKaufHAUS – mitten in der Ludwigstraße, in bester City-Lage! Kleine Multiples zu einem kleinen Preis oder großformatige Malerei, Skulpturen aus Holz oder Bronze, erotische Fotografie, Natur- oder Landschaftsaufnahmen, Grafik. Die Palette ist breit gefächert, künstlerisch anspruchsvoll und - ja auch das ist Kunst – schön! Geöffnet ist ab heute, Dienstags bis Samstag 11 - 17 Uhr, der offizielle Start wird nächste Woche sein. Doch schon ab der ersten Minute gab es Besucher und Interesse und das hat sicher mit der lockeren Atmosphäre zu tun - eine Mischung aus Atelier und Depot, Bilder sind locker aufgestellt, Mappen laden ein zum Blättern, es wird sofort geschaut, gefragt und geplaudert.

brandl 348Der Bundestagsabgeordnete Dr. Reinhard Brandl (CSU) ist ein Mann, der nah an der regionalen Wirtschaft ist. Er kommt aus einer Unternehmer-Familie aus Eitensheim und ist mit Fragen zur Stärkung des Standortes und der regionalen Wertschöpfung natürlich vertraut. Auch dies mag ein Grund für ihn gewesen sein, sich für die Ausstattung seines Berliner Abgeordnetenbüros auf der Kunstmesse in Ingolstadt umzusehen. Bereits an der Theke des Kunstcafés Diagonal zeigte er sich offen für die Diskussion mit den Künstlern, hier mit Michael Schölß und Reinhard Dorn, und ließ sich gerne auch von Werner Kapfer, dem Vorsitzenden des BBK Ingolstadt, beraten.

kunstmesse 348Der BBK Ingolstadt und Oberbayern Nord hat ein echtes Highlight gesetzt und kann mit der dritten kunstmesse ingolstadt 2014 bestimmt einen großen Erfolg verbuchen. Der Andrang war schon am Eröffnungsabend enorm groß und man war bei bester Stimmung. Die Vielfalt ist groß, man möchte geradezu von kreativer Fülle sprechen, die im Exerzierhaus  Klenzepark ausgeschüttet wurde. Dabei war es lange durchaus unsicher, ob es, nach den Erfolgen von 2010 und 2012, überhaupt eine dritte kunstmesse ingolstadt geben würde. Das Konzept wurde gezielt erweitert und  es gibt starke Sponsoren, doch die organisatorischen und baulichen Kosten sind eben hoch. Die ersten beiden Veranstaltungen waren vom Kulturfonds Bayern gefördert worden, der jedoch grundsätzlich nur zweimal dasselbe Projekt unterstützt und so war bei der kunstmesse’12 bereits trefflich diskutiert worden, ob nicht Stadt und Region sich hier engagieren könnten. Ingolstadt hat sich dafür entschieden. Das Kulturreferat unterstützt finanziell diese bayernweit erfolgreiche Messe für Kunstproduzenten mit mehr als 30.000 €. Dafür wurde ein Kunstmarkt, ein Forum zum Austauschen und Präsentieren geschaffen  - und nicht zuletzt hat sich Ingolstadt so auch selbst ein Markenzeichen mit überregionaler Ausstrahlung geschaffen.

invg 348Es gibt wieder einen Kunstbus! 

Viele Jahre waren sie Eyecatcher auf Ingolstadts Straßen, die Kunstbusse der INVG. Es war eine Idee des damaligen Museumsleiters Peter Volkwein gewesen, Künstler des MKK Museums für Konkrete Kunst wie Morandini, Linschinger, und Glattfelder die Stadtbusse der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft INVG gestalten zu lassen. Etwa 2007 verschwand der letzte dann altersbedingt aus dem Verkehr bzw. entsprach den Anforderungen nicht mehr und wurde verkauft. Die neue Museumsdirektorin Dr. Simone Schimpf war im März 2013 noch nicht ganz im Amt, schon gab es ein erstes Treffen mit ihr, INVG-Geschäftsführer Hans-Jürgen-Binner und Stadträtin Petra Kleine (Freundeskreis Konkrete Kunst) die die Idee wieder aufgegriffen hatte.

Kunstquartier N°1 | KQ1 „Visit of Arts” Ein Konzept von René Chacón

Mit „Visit of Arts“ präsentiert René Chacón in Zusammenarbeit mit den Innenstadtfreunden e.V dem Ingolstädter Publikum seine Projektidee zur Belebung der Innenstadt: Leerstehende Gebäude, Läden und Räume in der Altstadt werden vorübergehend als Kunstquartier genutzt, als kulturelle Plattform, als Forum für eine Vielfalt an Künsten. Dieses Projekt stellt sozusagen einen „Besuch der Künste“ dar, der in jeder Örtlichkeit jeweils so lange dauert, wie die Eigentümer gewillt sind, ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, bzw. bis diese anderweitig Verwendung finden. Tritt dieser Fall ein, bricht das Kunstquartier seine Zelte ab und zieht weiter. In der darauffolgenden „Visit of Arts“ werden die nächsten freien Räumlichkeiten bezogen und mit Ausstellungen, Lesungen, Performances und Konzerten belebt.

haas 348Eine DEKADE ist vergangen seit der Eröffnung der GALERIE mariette HAAS in Ingolstadt. 10 Jahre. Über 30 Künstler. Über 60 Ausstellungen. Mariette Haas ist damit als Galeristin eine echte Pionierin in Ingolstadt, die bundesweit Künstlerinnen und Künstler vertritt und international in Kontakt mit Kunstsammlern ist.

Der Berufsverband der Bildenden Künstlerinnen und Künstler BBK Obberbayern Nord und Ingolstadt lädt zu Kunstausstellung "aktuell 14" ein. Gezeigt werden aktuelle Arbeiten.

Eröffnung am Samstag 17.05.2014 um 19.00 Uhr in der Galerie der Harderbastei in Ingolstadt.

Ab 20.00 Uhr beginnt das Künstlerfest mit Musik von Rudi Trögl und Denise Liepold.

Begrüßung: Gabriel Engert, Kulturreferent der Stadt Ingolstadt
Musikalische Einführung: Werner Kapfer und Richard Gruber

Ausstellung: 18.Mai bis 15. Juni 2014
Öffnungszeiten: Do-So von 11.00-18.00 Uhr

www.bbk-ingolstadt.de

 

Kunst inklusive!

Die Galerie Bezirk Oberbayern mit Sitz in der Prinzregentenstraße in München zeigt seit ihrer Gründung im Jahr 1998 ein breites Spektrum zeitgenössischer Kunst aller Sparten und ist hierfür eine anerkannte Adresse.

Ausschreibung für den Ausstellungszeitraum 2015/2016

Mit „Kunst inklusive!“ führt sie Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung zusammen und organisiert für alle Ausstellungen ein inklusives Begleitprogramm wie gebärdenunterstützte Künstlergespräche, Tastführungen und Führungen in Leichter Sprache. Alle Vernissagen und Künstlergespräche sind gebärdenunterstützt. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Zu jeder Ausstellung erscheint ein Katalog. Bildende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten mit und ohne Behinderung mit Wohnsitz in Oberbayern. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, mit (einem oder mehreren) anderen Künstlern eine Ausstellung zu planen und zu realisieren und sich auch mit dem Thema Inklusion künstlerisch auseinanderzusetzen.

Noch bis 20.03.2014 können sich Künstlerinnen und Künstler für die kunstmesse ingolstadt `14 bewerben.

Zum dritten Mal veranstalten der BBK Oberbayern Nord und Ingolstadt e.V. und die Stadt Ingolstadt die bayernweit erfolgreichste Künstlerproduzentenmesse, die kunstmesse ingolstadt ´14. Sie bietet Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit drei Tage lang der Öffentlichkeit und potentiellen Kunden vorzustellen. Die kunstmesse ingolstadt ´14 ist Marktplatz und Diskussionsforum zugleich und verhilft den Kunstschaffenden zu mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Um eine/r von 80 Teilnehmer/innen der bayernweit erfolgreichsten Künstlerproduzentenmesse und präsentieren Sie sich von 04. bis 06. Juli 2014 auf der kunstmesse ingolstadt ´14! Eingeladen sich zu bewerben sind Künstlerinnen und Künstler aus allen Bereichen der bildenden Kunst: Malerei, Plastik, Bildhauerei, Fotografie / Video, Grafik, usw., sowie Keramik, Gold, Silber, Textil und Glas. Voraussetzung für Ihre Bewerbung ist Ihr Wohnsitz / Ateliersitz in Bayern.

Bewerbungsunterlagen finden Sie unter www.kunstmesse-ingolstadt.de

Mehr lesen zur Kunstmesses 2012 des BBK auf K10

Eröffnung der Kunstmesse 2012

Kunst kommt!

 

 

your brainMit der Eröffnung der Ausstellung Bedeutungslabor startet der Kunstverein Ingolstadt ein Kunstprojekt, bei dem jede und jeder sich beteiligen kann. Der Künstler Adib Fricke interessiert sich für Sprache und Kommunikation. Er arbeitet an der Bedeutungsgrenze von Worten und Sätzen, schafft und handelt mit diesen Protonymen, diesen Wortschöpfungen ohne Bedeutung. In drei Teilen wird sein Werk nun in Ingolstadt wirksam. Die zentrale Frage dabei ist „Wie entsteht Kreativität? Wie denken wir Neues?“.

Ein neuer Sitzplatz ist neben Ingolstadts kleinsten Museum im Alten Messpegelhaus entstanden. Zwei Bänke mit Steinsockeln und schweren Eichenbrettern laden jetzt zum Sitzen direkt am Donauufer ein. Mit Unterstützung aus dem Bürgerhaushalt des Bezirksausschuss Ingolstadt Mitte konnte dieses besondere Ensemble realisiert werden. Der Bildhauer Ludwig Hauser gestaltete einen Steintisch aus Jurakalk, der bei Einbruch der Dunkelheit blaues Licht ausstrahlt.

Zum ersten gemeinsamen Platz-Nehmen mit Feuer und Licht lädt der Förderverein Europäisches Donaumuseum Ingolstadt am Dienstag, den 25. Februar um 17:30 Uhr ein.

Begrüßung | Angelika Wegener- Hüssen, Förderverein Europäisches Donaumuseum Ingolstadt.
Einführende Worte zur Gestaltung | Ludwig Hauser, Bilderhauer in Ingolstadt.

Im Tongewölbe T25 wird am Samstag, 22. Februar eine Ausstellung mit der schwedischen Künstlerin Sophie Erlund eröffnet.

SOPHIE ERLUND
THIS HOUSE IS MY BODY

Soundinstallation

Die Arbeit „This House Is My Body“ gibt anhand eines akustischen Werks in drei Teilen das Ableben eines Gebäudes wieder. Die Aufnahmen in Abbruchhäusern wurden in Anlehnung an klassische Werke zu einer 17-minütigen Symphonie arrangiert und werden mittels Richtlautsprechern im abgedunkelten Raum wiedergegeben – so kann man sich unerwarteter Gefühle hingeben und mit dem Haus mitfühlen.

Wie entsteht Kreativität? Wie denken wir Neues? Adib Fricke beschäftigt sich mit dem menschlichen Gehirn und den Erklärungsmodellen, die Denkprozesse, Verhalten und Ideenfindung zu beschreiben versuchen.

Die ersten Plakate seines Kunstprojektes „Your Brain is Your Brain“ hängen schon in den Bussen des Ingolstädter Nahverkehrs. Weitere Plakate mit Schlagzeilen zum menschlichen Gehirn können in der Galerie des Theaters abgeholt werden, um sie z.B. in der Stadt zu platzieren, Fotos davon zu machen und durch die Veröffentlichung dieser Fotos auf http://bedeutungslabor.com aktiv am Projekt teilzunehmen.

„Wohin du fährst, da wirst Du sein“. Aldona Kut

In der Galerie des Kunstvereins Ingolstadt ist aktuell die Ausstellung „Nomada – Anthropologie des Ortes“ von Aldona Kut zu sehen. 

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