AT Programm Februar März April 2017 348pxIngolstadt | Das Altstadttheater hat seinen neuen Spielplan von Februar bis April 2017 veröffentlicht. Nach dem erfolgreichen Neustart mit Leni Brem und Falco Blome als künstlerischer Leitung und einem wahren Bühnenfeuerwerk seit Oktober, geht es mit einem vielfältigen Programm von Eigenproduktionen, Gastspielen und Lokalmatadoren sowie neuen Formaten und Betrachtungen zur Stadt und zum Leben spannend weiter. Fortgesetzt werden die bisher laufenden Eigenproduktionen WARTEN AUF KARL und DER BOANLKRAMER SUCHT SEIN PARADIES aus der bayerischen Sparte, mit EINE SOMMERNACHT und PARADISO im komödiantischen Bereich. Eine Premiere gibt es am 11. März: LOLA MONTEZ mit Katrin Wunderlich, geschrieben und inszeniert von Falco Blome, der auch den Publikumsliebling „Der Boanlkramer sucht seine Paradies“ selbst verfasst hat.  
 
Außerdem wird es wieder etliche Gastspiele geben: Im Februar sind die bayerische Singer-Songwriterin KARIN RABHANSL, sowie der Klaviervirtuose und Stimmenimitator ANDRÉ HARTMANN zu Gast im Altstadttheater.  Im März gibt es spannende  Abende mit der bekannten Schauspielerin KATERINA JACOB, die aus ihrem Tourneetheater-Leben erzählt, Maria Reiter und Christian Gruber, die mit Akkordeon und Gitarre SONATEN, TANGOS UND GSTANZL zum Besten geben und eine Matinee mit der in Ingolstadt sehr geschätzten Sabine Wackernagel mit ihrer Autobiographie: LINKS AM PARADIES VORBEI – MEIN LEBEN ALS SCHAUSPIELERIN IN DER PROVINZ. Im April stehen HUNDLING mit bayerischem Blues und OIS CHICAGO, THOMAS SCHRIMM und JOGI MITTL mit ihrem Tom Waits-Liederabend IM AUFTRAG DES HERRN UNTERWEGS, THOMAS DARCHINGER mit der satirischen Lesung GOTT BEWAHRE und die bitterböse Komödie DER WELTVERBESSERER von THOMAS BERNHARD sowie der amüsante Abend TRINKEN & LIEBEN von Ines Honsel und Frank Sattler auf dem Programm.
 
In der Reihe LOKALMATADOREN steht im Februar BETTINA KRUGSPERGER mit TAPETENWECHSEL auf der Bühne, im März MAXI GRABMAIER mit BREZ’N-BERTA und im April JOSEPHA SOPHIA SEM mit PLÖTZLICH RUND im Altstadttheater zu sehen.  
 
Zudem hat das Altstadttheater-Team auch wieder zwei eigene Einzelabende im  Angebot: am Valentinstag dreht sich bei LIEBE? ACH NE DOCH NICHT alles um die heiteren Seiten der Herzensangelegenheiten und für den Abend MACHMA KUNST hat sich ein große Gruppe regionaler Künstler zusammengefunden, um das kreative Potential der Stadt zu zeigen.

Eine erfreuliche Neuerung gibt es bei der Bewirtung: ab sofort werden Petra Backhausen und Patricia Jacobsen vom Café „hortus medicus” den Barbetrieb übernehmen und damit zieht auch die Slow Food-Kultur dieses beliebten Cafés ins Altstadttheater ein!
 
www.altstadttheater.de
www.facebook.com/altstadttheater

 

Spielplan Altstadttheater Januar – April 2017

Januar 2017
Fr 06.01.17 20:30 Lida Winiewicz: Paradiso
So 08.01.17 20:30 Poem: Jahresabschlusskonzert
Do 12.01.17 20:30 Falco Blome: Der Boanlkramer sucht sein Paradies
Fr 13.01.17 20:30 Julian Wittmann: Raubullad
Sa 14.01.17 20:30 The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra: King & Queen
So 15.01.17 20:30 David Greig & Gordon McIntyre: Eine Sommernacht
Do 19.01.17 20:30 Lida Winiewicz: Paradiso
Sa 21.01.17 20:30 Karl Valentin: Warten Auf Karl
So 22.01.17 20:30 David Greig & Gordon McIntyre: Eine Sommernacht
Sa 28.01.17 20:30 David Greig & Gordon McIntyre: Eine Sommernacht
So 29.01.17 20:30 Karl Valentin: Warten Auf Karl

Februar 2017
Do 02.02. 20:30 Karin Rabhansl: Anna
Fr 03.02. 20:30 David Greig & Gordon McIntyre: Eine Sommernacht
Sa 04.02. 20:30 David Greig & Gordon McIntyre: Eine Sommernacht
Do 09.02. 20:30 Lida Winiewicz: Paradiso
Fr 10.02. 20:30 André Hartmann: Der etwas andré Chopin
Sa 11.02. 20:30 Falco Blome: Der Boanlkramer sucht sein Paradies
Di 14.02. 20:30 Altstadttheater: Liebe? Ach ne doch nicht
Do 16.02. 20:30 Karl Valentin: Warten auf Karl
Sa 18.02. 20:30 Bettina Krugsperger: Tapetenwechsel
Do 23.02. 20:30 Lida Winiewicz: Paradiso
Fr 24.02. 20:30 Lida Winiewicz: Paradiso
Sa 25.02. 20:30 Karl Valentin: Warten auf Karl

März 2017
Do 02.03. 20:30 Katerina Jacob: Alles nur Theater
Fr 03.03. 20:30 Falco Blome: Der Boanlkramer sucht sein Paradies
Sa 04.03. 20:30 Falco Blome: Der Boanlkramer sucht sein Paradies
Do 09.03. 20:30 Karl Valentin: Warten auf Karl
Fr 10.03. 20:30 Maria Reiter & Christian Gruber: Sonaten, Tangos & Gstanzl
Sa 11.03. 20:30 Premiere Falco Blome: Lola Montez
Do 16.03. 20:30 Falco Blome: Lola Montez
Fr 17.03. 20:30 Falco Blome: Lola Montez
Do 23.03. 20:30 Falco Blome: Lola Montez
Fr 24.03. 20:30 Maxi Grabmaier: Brez’n-Berta
Sa 25.03. 20:30 Karl Valentin: Warten auf Karl
So 26.03. 11:00 Sabine Wackernagel: Links am Paradies vorbei
Do 30.03. 20:30 Lida Winiewicz: Paradiso
Fr 31.03. 20:30 Lida Winiewicz: Paradiso

April 2017
Sa 01.04. 20:30 Falco Blome: Lola Montez
Do 06.04. 20:30 Falco Blome: Der Boanlkramer sucht sein Paradies
Fr 07.04. 20:30 Hundling: Ois Chicago

 

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catello 348Ingolstadt | Zum 20. Jubiläum der Ingolstädter Zaubertage erfährt das Festival eine tolle Ehrung durch den Magischen Zirkel von Deutschland (MZvD). Ingolstadt darf sich demnächst „Magischer Ort“ nennen. Dies ist vor allem Sven Catello zu danken, dem Zauberkünstler und Organisator, der seit 20 Jahren Ingolstadt zur Zauberbühne macht. Die Plakette "Magischer Ort" wurde bundesweit erst fünfmal vergeben, bisher nicht an Städte sondern eher an Einrichtungen, wie beispielsweise an das Zauberschloss in Dresden. Da Ingolstadt während des Zauberfestivals an vielen Stellen zur Bühne wird, kann Oberbürgermeister Christian Lösel zusammen mit dem Zauberkünstler Catello am 12. November die Ehrung persönlich vom Vorstand des Magischen Zirkel von Deutschland in Empfang nehmen - anlässlich des „Catello Zaubermenüs“.

Am Freitag, den 11. November ist  „Zaubern im Bus“ der Auftakt der 20. Ingolstädter Zaubertage. Während diese Veranstaltung kostenlos besucht werden kann, gibt es für alle anderen Shows Karten im Vorverkauf und wohl auch an den Abendkassen. Für das „Magic Dinner“, wo man den Künstlern direkt auf die Finger sehen kann, muss man vorab reservieren. Dafür gibt es obendrein auch ein 3-GangMenü. 

Ganz nah dran sitzt man auch bei den beiden Soloprogrammen von Fabian Weiss und Siebensinn am Samstag Abend im Stadttheater. In größerem Rahmen wird Zauberkunst dann beim „Gala-Abend der Illusion“ in der Eventhalle präsentiert. Vom Gedankenlesen bis zu schwebenden Menschen ist alles dabei – Comedy und Staunen in einem Programm. Am Nachmittag zeigt an gleicher Stelle Martin Mathias, einer der besten Zauberer für Kinder sein Familienprogramm.  Um Zauberkunst in all seinen Variationen vorzustellen, kann man die Magier auch zur „Straßenzauberei“ im Westpark besuchen oder zu einem weiteren Soloprogramm in der Kleinkunstbühne Neue Welt das am Abschlussabend der Zaubertage von Martin und Jakob Mathias gestaltet wird - nicht zuletzt der 3. Platz bei der letzten Zauberweltmeisterschaft spricht für die Qualität dieser Illusionskünstler.

Alle Termine der 20. Ingolstädter Zaubertage findet man auf der Internetseite der Zaubertage oder in den Programmheften, die bei den Vorverkaufsstellen erhältlich sind.

www.zaubertage.de

 

(Foto: (c)Sven Catello)

 

 

Leni Brem 348Ingolstadt | Was macht ein Ort mit seinen Menschen? Was prägt, was bleibt, welche Spuren hinterlässt man selbst? Wie ist Ingolstadt? Das Altstadttheater Ingolstadt ging an seinem Eröffnungswochenende auf Spurensuche und lud zum theatralen Stadtspaziergang ein - mit echten und falschen Schanzern, freiwillig und unfreiwillig Hiergebliebenen, Durchreisenden und Rückkehrern. 15 unterschiedliche Perspektiven, auf die Bühne gebracht von Künstlerinnen und Künstlern aus Malerei, Literatur oder Theater und von Ingolstädterinnen, die als Hebamme, Vergolderin oder im Drogeriemarkt arbeiten.

Ein Abend der voll aufging und ein Erfolg war, weil er mit seinen Themen relevant war. Relevant für Ingolstadt, in dem nach wie vor um Identität gerungen wird und relevant für unsere Zeit, in der es um Zugehörigkeit, Heimat und Fremdsein geht. Er hat auch gezeigt, wie die Kunst zur Identität beitragen kann - das passiert nicht einfach so, sondern braucht Konzept, Freiräume und Kunstschaffende, die sich damit befassen wollen und die Stadt ins Altstadttheater holen.

FalcoBlome LeniBrem Logo 348x273Ingolstadt | Brem & Blome starten. Jetzt. Gemeinsam. Hochmotiviert. Mit einem dichten Theater-Programm, einer Vielfalt an Ideen und einem neuem Erscheinungsbild für das Altstadttheater Ingolstadt.

Leni Brem und Falco Blome werden das kleine Theater in der Kanalstraße (99 Plätze), das 2005 vom Trägerverein Proszenium e.V. gegründet wurde, künftig leiten. Sie haben ihr Programm für die ersten drei Monate aufgestellt und bringen allein von Oktober bis Januar vier eigene Theaterproduktionen sowie 19 Gastspiele, Kooperationen, Improvisationen auf die Bühne.

Das Bayerische

Kern des neuen Theaterkonzeptes ist das Bayerische. Die Mundart, bayerische Autorinnen und Autoren, regionaler Bezug, Lokalmatadoren. Das könnte auch deswegen spannend werden, weil Falco Blome (42) gebürtiger Bremer ist, einer, der Bayern als Urlaubs- und Sehnsuchtsort kennenlernte und den Blick von außen hat, den des Zuagraost’n. Leni Brem (33) ist als gebürtige Münchnerin eine echte Bayerin. Was beide eint ist ihr Verständnis von Theater und dass sie im Altstadttheater etwas wagen wollen, mit neuen Formen von Theater, mit viel Musik und – ganz wichtig – mit Blick auch auf die Jüngeren, die zwischen 40 bis 20.

comedylounge348Ingolstadt | Florian Simbeck steht deutschlandweit als Comedian und Solo-Künstler auf der Bühne, ist im Bayr. Fernsehen bei "Die Komiker" zu sehen. Jetzt holt er als Gastgeber andere Comedy-Künstler nach Ingolstadt. Seine erste Comedy-Lounge startet am 3. Mai mit Jaqueline Feldmann, Herr Schröder und Andreas Weber in der VIP-Lounge des AUDI-Sportpark. Simbeck ist dabei Gastgeber und Moderator des Abends. Weitere Veranstaltungen von Simbecks Comedy-Lounge folgen dann an jedem ersten Dienstag des Monats. Am 3. Mai kommen zur Premiere Jaqueline Feldmann, Andreas Weber und Herr Schröder. Infos gibt es unter www.comedylounge.de oder Simbecks Facebook-Seite (hier), Karten gibt es über www.okticket.de.  Mehr zu Florian Simbeck und zu seinem neuen Programm bei ingolstadt-today lesen: Florian Simbeck lädt zur "Comedy-Lounge".

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altstadttheater bild348Der Vorstand des Vereins Proszenium als Träger des Altstadttheaters Ingolstadt sucht einen Nachfolger für Johannes Langer ab der neuen Spielzeit 2016/2017, die Anfang September 2016 beginnt. Der Vorstand freut sich, dass eine kompetente Findungskommission für diese Aufgabe gefunden werden konnte. Diese besteht aus der Gründerin des Altstadttheaters, Ingrid Cannonier, der Leiterin des Kulturkanals Ingolstadt, Dr. Isabella Kreim und dem Intendanten des Stadttheaters Ingolstadt, Knut Weber. Die Findungskommission wird dem Vorstand des Vereins Proszenium Ihre Vorschläge bis Mitte April zur Entscheidung vorlegen.

Interessenten an der Position der künstlerischen Leitung dieses seit 10 Jahren erfolgreichen privaten Theaters in der Kanalstrasse werden gebeten sich bis zum 8. April 2016 an die Findungskommission zu wenden unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Bild ©altstadttheater ingolstadt

 

 

sven catell 348Ingolstadt | Zauberkünstler Sven Catello spielt am 18. Juni sein aktuelles Programm „Apfel, Zitrone und andere Überraschungen“ zum letzten Mal in diesem Jahr. Die Vorführung soll Zauberkunst auf intensive Art zeigen, so dass die maximal 48 Zuschauer so nah wie möglich am Geschehen sitzen können. Alle sind in die Vorstellung einbezogen und erleben Magie auf höchstem Niveau, die Zuschauer sind nicht mehr als drei Meter vom Geschehen entfernt. So entsteht eine unglaublich dichte Atmosphäre.

Seit fast bereits 10 Jahren läuft das Erfolgsprogramm des Ingolstädter Zauberkünstlers Sven Catello. Mittlerweile gibt es drei unterschiedliche Programme. Mit dem Restaurant im Stadttheater hat Sven Catello den idealen Partner für die Kombination aus Zaubershow und kulinarischem Genuß gefunden. Hier haben die Gäste nun immer vor Ort die Möglichkeit zwischen drei Hauptgängen zu wählen. Sven Catello zeigt Zauberkunst ganz nah am Publikum, das in einer „Arena“ um den Künstler sitzt und ihm so genau auf die Finger schauen kann. Zusammen mit den Zuschauern vollbringt Sven Catello magische Wunder, liest Gedanken, erzählt skurrile und persönliche Geschichten und zeigt physikalische Unmöglichkeiten. Eine einzigartige Kombination aus gutem Essen in fantastischer Atmosphäre und Zauberkunst der intensiven Form. Im Preis inbegriffen ist ein 3-Gang-Menü.

Karten und aktuelle Informationen findet man auf www.catello.de, bei den Donau Kurier Geschäftsstellen, im Westpark und der Touristeninformation am Hauptbahnhof.
Bild: (c)Sven Catello

Aufruf des Stadttheater Ingolstadt | Seit der Spielzeit 2012/13 geht das Stadttheater im Rahmen der »Visionenwerkstatt« in unterschiedlichsten Formaten der Frage nach: Wie denken wir die Stadt der Zukunft? Das bisher größte Projekt richtet sich an diejenigen, denen die Zukunft gehört. Vom 29. Mai bis 12. Juni 2016 wird eine Kinderstadt in und um die Exerzierhalle im Klenzepark entstehen, in der Kinder zwischen sieben und dreizehn Jahren die einmalige Gelegenheit haben, ihre eigene Stadt zu erkunden, zu entdecken und zu gestalten. Die Stadt, die unter der Schirmherrschaft von Herrn Oberbürgermeister Lösel steht, wird vormittags Schulklassen und nachmittags sowie an Samstagen allen Kindern Ingolstadts und der Umgebung kostenlos zur Verfügung stehen. Das Besondere an diesem Projekt: Die Kinderstadt Ingolstadt wird eine Stadt sein, die ganz und gar aus den Wünschen, Träumen und Visionen der Kinder entsteht. Fast 300 Schülerinnen und Schüler aus neun Schulen Ingolstadts und der Umgebung haben im vergangenen Jahr an Workshops zu den Themen Stadt, Regierungsformen und Geld gearbeitet.

Der Theaterregisseur Falco Blome wird mit dem Kulturförderpreis 2014 der Stadt Pfaffenhofen ausgezeichnet.

review 348Review | Wenn das Stadttheater außer Haus geht, ist es immer etwas Besonderes. Donald Berkenhoff ist wie ein Archäologe unterwegs, verschüttete Ingolstädter Geschichten ans Licht zu holen und mit aktuellen, oft kritischen, Themen zu verweben. Großartig, wie er es immer wieder schafft, dass Hauseigner ihm dafür Tür und Tor öffnen, so wie die Unternehmer Veronika und Fritz Peters (Gebr. Peters), die ihm diesmal die Brunnquell-Villa überlassen haben – für nicht weniger als ausgerechnet eine Hausbesetzung durch radikale Alte, die es gar nicht einsehen, dass so ein großes, bewohnbares Gebäude leer steht. Großartig auch, dass Veronika Peters den ganzen Nachmittag Fragen beantwortete, kleine Geschichten erzählte und sich offen in diese Hausbesetzung begab, die nicht nur Theater war, sondern eben auch eine kritische Auseinandersetzung.

seniorenteller 348Preview | Visionenwerkstatt 2: „Seniorenteller? Nein, danke!“ Eine einmalige szenische Installation von Donald Berkenhoff und Thomas Neumaier in der Brunnquell-Villa | Freitag, 6. Juni von 12 - 22 Uhr

Die Hausbesetzung der Brunnquell-Villa durch rüstige Rentnerinnen und Renter ist Theater. Mit einem Anliegen. Die Vertreibung älterer Menschen aus den Städten, der Verlust des eigenem Heimes und der Würde durch Altersarmut oder Demenz ist die Realität dazu. Mit der Radikalität und Erfahrung des Alters will man jetzt die Kommune-Ideen umsetzen, an denen man als 68er Generation letztlich gescheitert war - so denken und inszenieren Donald Berkenhoff und Thomas Neumaier, beide 68er bzw. heute Ü60er, diese Senioren-Installation.

Die Brunnquell-Villa ist wieder einmal in den Schlagzeilen. Einst Wohnhaus und Atelier der Ingolstädter Unternehmer-Familie Brunnquell, dann kommunalpolitisches Streitobjekt, wird es jetzt auch noch hausbesetzt, von radikalen Alten, die dem Seniorenteller ihre Gesellschaftskritik entgegensetzen.

foerder tanzEs geht Maria Nieves Tietze um eine Vision: ein Kunstzentrum für besondere Menschen in Ingolstadt. Dort soll es für Tanz, Malerei, Musik Unterricht oder Bildungsveranstaltungen geben, Vorträge und Begegnungen aller Art mit Menschen aller Art: Kindern, Erwachsenen, Menschen mit Behinderung und ohne.

Das Caritas-Zentrum St. Vinzenz hat ein Tanzprojekt für besondere Menschen begonnen. Sie nannte es „Wir sind alle Tänzer“. Nicht von ungefähr erinnert dies an Joseph Beuys „Jeder Mensch ist ein Künstler“, denn es geht nicht um Fähigkeiten oder Leistungsstandards, sondern darum mit künstlerischem Ausdruck zu arbeiten, bewusst über die Kunst zu kommunizieren, sich aus seiner Alltagswelt, Alltagswahrnehmung, Alltagsbegegnung zu entfernen und neue Ausdrucksformen zu finden. Und darum etwas auch gesellschaftlich zu verändern – in der Stadt und zwischen den Menschen.

Nach dem gelungenen 1. Internationalen Tanzfestival in Ingolstadt im September 2011 und einer überaus erfolgreichen Fortsetzung im Folgejahr mit über 40 Tänzern aus 8 Nationen, präsentiert das das kulturwerk in diesem Jahr die nunmehr dritte Ausgabe mit vielversprechenden Highlights der internationalen Tanzszene präsentieren zu dürfen. Auch dieses Mal wird an vier spannungsreichen Abenden ein vielfältiges Programm geboten, das im Spektrum von performativen Experimenten, Grenzüberschreitungen zwischen Künsten, Tanztheater, sowie traditionellen Tanzformen und deren Weiterentwicklung steht. Inhaltlich wird es um die Ergründung der Ursprünge von Tanz als Ausdrucks- und Kunstform gehen. Folkloristische und spirituelle Wurzeln sollen freigelegt, unterschiedliche Tanztraditionen vorgestellt werden.

Julia Mayr ist die Leiterin des Jungen Theaters Ingolstadt. Sie empfiehlt ganz besponders das Gastspiel des Tof Théâtre aus Belgien:

"Dieses Stück ist etwas wirklich Besonderes, ich selbst habe es gesehen und habe vor lauter Staunen meinen Mund nicht mehr zubekommen. Soviel Witz, soviel Poesie, soviel schräge Ideen, soviel Unglaubliches habe ich wirklich fast noch nie gesehen. Es ist mit Abstand einer meiner Lieblingstheaterabende! Es ist Figurenspiel ohne Worte, und wirklich, man kann kaum glauben, mit welcher Virtuosität und Liebe und mit wieviel Idee sie diese Figuren bewegen. Es ist kein klassisches Figurentheater wie man es kennt, sonder ganz anders, ganz neu, ganz toll. ich kann euch allen wirklich nur empfehlen, euch das nicht entgehen zu lassen."

Die zentrale Figur des Monologs „Meine gottverlassene Aufdringlichkeit“ ist eine - eigentlich kunstleidenschaftliche - Kunsthistorikerin. Mit ihrer Bildungs-Biographie kann sie für Kreative oder Kulturschaffende unserer Zeit stehen, denn einer ihrer Zweifel nährt sich daraus, nichts Anderes, Brauchbareres studiert zu haben. Die Anstrengung Kunst, Kreativität und Wirtschaft zusammen zu bringen zeigt sich im Kleinen (sie kann kaum von ihren Texten leben) und auch im Großen, wenn es um den Wert von Kunst, kreativen und kunst-nahen Berufen geht.

"Wahrscheinlich bin ich Kunsthistorikerin geworden,
weil ich für die wirkliche Wertschöpfung zu unbeholfen bin."

Das Stück von Christoph Nußbaumeder stand im September noch gar nicht auf dem Spielplan des Stadttheaters, wurde ohnehin gerade erst in Berlin uraufgeführt - und geht nun schon in Ingolstadt auf die Bühne. So schnell geht's, wenn ein Dramaturg und Regisseur wie Donald Berkenhoff in engem Kontakt mit Theaterszene und Autoren ist und ein Gefühl für relevante Themen hat – und wenn eine Schauspielerin wie Denise Matthey genau diesen Stoff unbedingt spielen will.

Der Autor und Dramatiker Christoph Nußbaumeder ist inzwischen erfreulich vielfältig mit Ingolstadt verbunden. Er gilt als neuer Vertreter des kritischen Volksstücks, in Nachfolge von Marieluise Fleißer oder Franz Xaver Kroetz. Letztes Jahr hat er Fleißers Roman „Eine Zierde für den Verein“ für die Bühne bearbeitet (UA Okt. 2011 in Ingolstadt). Seine Familiengeschichte „Eisenstein“ wurde im Januar 2012 hier gezeigt. Beide Male sehr erfolgreich inszeniert von Donald Berkenhoff, der offenbar der Meinung ist, Nußbaumeder und die Fleißerstadt Ingolstadt sollten unbedingt und viel miteinander zu tun haben. Und Ingolstadt honoriert dies bisher mit hohen Besucherzahlen und der zunehmenden Freude an der lebendigen Auseinandersetzung mit den gesellschaftskritischen Texten von Fleißer und Nußbaumeder.

bild wohnung donaustrasse280x187Am 1. Dezember hat nun Nußbaumeders "Monolog für eine Frau" Premiere. Denise Matthey spielt die junge Frau um die 30, mit einem Lebenslauf vieler in ihrer Generation, die inzwischen als akademisches Prekariat bezeichnet wird: überdurchschnittlich gebildet, unterdurchschnittlich bezahlt, freiberuflich und mit einem einkommensunsicheren Status.

Für die Aufführung hat die Unternehmerin Veronika Peters dem Theater die Türen geöffnet. Die "Downtown"-Bühne ist dieses Mal eine leerstehende 50er-Jahre-Altbauwohnung in der Donaustraße. Noch mehr Nähe und Realität also für diesen sehr intimen Text, der schon beim Lesen des Stückes, auch unangenehm, berührt. Es ist dabei nicht die Einsamkeit oder der Selbstzweifel der Figur, die Interesse weckt. Es sind eher diese nächtlichen Gedankenkreise und die realen Bezüge, die nachhaltig beschäftigen, wen man sich auf Nußbaumeders Figur einmal eingelassen hatte. Versatzstücke ihres Monologs begegen uns und irritieren: hat man das im Stück gelesen, letztens im Gespräch gehört oder gar selbst gedacht?

Das Stück ist also nachspürbar aktuell und relevant, deshalb veränderte es sich im Lauf der Proben, wenn sich Regisseur, Darstellerin und immer wieder auch der Autor mit der Inszenierung beschäftigen und ihre unterschiedlichen Lebensperspektiven einbringen. Nußbaumeder (34) und Denise Matthey (29) gehören dabei selbst zur Generation ihrer Protagonistin und Berkenhoff läßt z.B. die Fleißersche Erfahrung mit einfließen. Das Ende ist geschrieben und auch noch offen … Man darf auf die Ingolstädter Fassung also gespannt sein.

gottverlassene zeichnung312Donald Berkenhoff führt auf der facebook-Seite des Stadttheaters  mit kleinen Text- und Bildeinspielungen zur Figur hin und zeigt auch einen Bezug zu Marieluise Fleißer auf: „Was tun, wenn man aufs falsche Pferd gesetzt hat? Wenn man etwas studiert hat, für das man sich wirklich interessiert hat? Mit Leidenschaft sich den Künsten verschrieben hat, dann aber feststellt, es gibt keinen Markt mehr für diese Künste? Die junge Frau hat ein erfolgreiches Studium hinter sich. Sie hat sich überall beworben. Bei jedem Museum, bei jeder Galerie. Sie landet da, wo man Kunst nur noch als Ware sieht. Im Auktionshaus. Sie schreibt Texte, die die Versteigerer ablesen. Also Marketingabteilung. Und hier geht es nicht um Epoche, Maler, Technik, hier geht es um eingängige Slogans, Pseudolyrik und Kitsch, um den kunstUNverständigen Sammler, der Werte anlegen möchte, das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das könnte so gut wie jeder. Aber ein Name und ein akademischer Grad unter dem Text machen diesen wertvoller. Und so entstehen in der Nacht die Gedanken: Was hätte sie anders, besser machen können? Im Gehirn entstehen die Alternativen zu ihrem Leben, doch im Alltag versagt die Kraft dieses Leben zu leben. Hier gibt es durchaus Parallelen zu Fleißers "Avantgarde" zu entdecken. Was muss man tun, um in dem Beruf, für welchen man sich "berufen" fühlt, zu arbeiten? Und was ist Arbeit noch wert? Arbeit am Computer, das Verschicken von Dateien? Die einen verschieben Kunstwerke, die anderen Nahrungsmittel, die noch gar nicht hergestellt wurden. Die einen verdienen sich eine goldene Nase, die anderen leben unterhalb der Armutsgrenze. Akademisches Prekariat."

Unbedingt anschauen!   

 

peters tor610x248Premiere am Do., 1. Dezember 2012
20.00 Uhr
Down-Town


Petersche Höfe, ehem. Firmen- und Wohngebäude von Gebr. Peters
Zugang über das Tor zwischen Donaustraße 3 und 5

 

Christoph Nußbaumeder, *1978 in Eggenfelden/Niederbayern; studierte Rechtswissenschaften, Germanistik und Geschichte in Berlin. 2005 erlebte sein Stück »Mit dem Gurkenflieger in die Südsee« die Uraufführung bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen,danach folgten weitere Uraufführungen u. a. an der Schaubühne am Lehniner Platz (Berlin), Nationaltheater Mannheim, Schauspiel Köln und am Schauspielhaus Bochum. Mit »Meine gottverlassene Aufdringlichkeit« wird bereits das dritte Stück von Christoph Nußbaumeder, wieder in der Regie von Donald Berkenhoff, am Stadttheater Ingolstadt inszeniert.
Nußbaumeder gehört übrigens auch zur AUTONAMA, der Fußballnationalmannschaft der deutschen Autoren und hat im 2009 als Mannschafts-Kapitän, u.a. mit Albert Ostermaier und Moritz Rinke, gegen eine Ingolstädter Promimannschaft gespielt (DK, 26.4.2009, Von Dichterfürsten und Flankengöttern).

Donald Berkenhoff, Regisseur, Dramaturg, arbeitete u.a. an den Staatstheatern in Stuttgart, Kassel und Karlsruhe. Lange bevor er wusste, dass er einmal in Ingolstadt arbeiten würde, hat er seine Magisterarbeit über die Dramen von Marieluise Fleißer geschrieben. »Fegefeuer in Ingolstadt« hat er an den Städtischen Bühnen Münster inszeniert. Mit Christoph Nußbaumeder, der in der Presse öfter als der »legitime Enkel« der Fleißer bezeichnet wurde, verbindet ihn die Zusammenarbeit bei den Inszenierungen »Eine Zierde für den Verein« und »Eisenstein«, beide in der Spielzeit 2011/2012 am Stadttheater Ingolstadt.

Bild: Selbstportrait von Denis Matthey, gezeichnet während der Proben zum Stück

Fotos: Hannah Lau, Stadttheater Ingolstadt

www.theater.ingolstadt.de

Die Premiere am 1. Dezember ist bereits ausverkauft. Weitere Termine:
7., 16., 20. Dezember
3., 12., 16. und 25. Januar 2013
Karten gibt es unter Telefon (08 41) 30 54 72 00

 

 

Catello300Die 16. Ingolstädter Zaubertage stehen im Zeichen des Magischen Zirkels von Deutschland, der in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen feiert. Das Festival trägt schon seit vielen Jahren zur Verbreitung guter Zauberkunst bei und auch 2012 werden wieder hervorragende Künstler in Ingolstadt zu Gast sein, um die ganze Bandbreite moderner Zauberkunst zu präsentieren.

Vorverkauf hat jetzt begonnen

Den Auftakt bilden wieder die beiden kostenfrei zu besuchenden Veranstaltungen „Zaubern im Bus“ am Rathausplatz und „Strassenzauberkunst“ im Westpark. Wer es exklusiver mag, kann bei einem 3-Gang-Menü Zauberei hautnah erleben mit dem „Catello Menü“ oder „Magic Dinner“, die beide im neu gestalteten Schlosskeller stattfinden. „Kinder im Zauberland“ spricht die junge Zielgruppe an und bei den „Zaubernden Zockern“ im Altstadttheater oder dem „Iron Latex Man“ in der Kleinkunstbühne Neue Welt erleben die Zuschauer ein Theaterprogramm mit den Gastkünstlern Kris, Markus Kompa und Tobi van Deisner.

Tobi van Deisner, auch bekannt aus der RTL Sendung "Das Supertalent", begeistert mit seinen einzigartigen Showprogrammen, eine schräge Kombination aus Comedy und erstklassiger Ballon- und Zauberkunst. Er ist witzig, frech, schräg und neu. Tobi's grenzenlose Energie und seine mitreißende Bühnenpräsenz lassen die Zuschauer den Alltag vergessen. Die beiden Künstler Markus und Kris ehren die Kunst des Trickbetrugs und jeglicher Manipulation. Spielkarten werden in ihren Händen zu Waffen. Sie stehlen Uhren, verdrehen Worte und Köpfe und klauen sogar Gedanken. Die Zuschauer erleben den kriminellen Abend als Mitglieder der "Hells Aces" und werden künftig die Welt mit anderen Augen sehen - falls sie überleben.

Und schließlich gehört auch der Ausflug nach Neuburg wieder ins magische Programm. Karten und ausführliche Informationen gibt es im Internet unter www.zaubertage.de, den Donau Kurier Geschäftsstellen, der Touristeninformation am Hauptbahnhof, im Westpark sowie den Vorverkaufsstellen in Neuburg.

(Text, Bilder: Sven Catello)

probenfoto loriotMit LORIOT – Die Ente bleibt draußen startet das Altstadttheater am 3. Oktober in die neue Spielzeit 2012. Loriot, geboren 1923 als Vicco von Bülow und im August 2011 im Alter von 87 Jahren verstorben, erfand die Knollennasen-Männchen und verhalf mit seinem Fernsehhund Wum und dem Elefanten Wendelin der „Aktion Sorgenkind“ zu großem Erfolg. Seine beiden Filme „Ödipussi“ und „Pappa ante Portas“ begeisterten die Kinobesucher. Als Autor, Regisseur und Schauspieler produzierte er fast hundert Sketche, die zu Fernsehklassikern wurden. Ein gutes Dutzend davon präsentiert nun das Altstadttheater in einer Szenenfolge.

„Wir wollen damit zeigen, welch feinsinniger Humorist und dabei nie verletzender Beobachter seiner Mitmenschen Loriot war. “ beschreibt das Altstadttheater seine Motivation Loriot aufzuführen und so darf man gespannt sein, wie das Theater diesen Klassiker auf der Bühne des Altstadttheaters umsetzt – denn ein Selbstläufer ist Loriot sicher nicht.
Es spielen: Manuela Brugger, Norbert Heckner und Werner Schnitzer Regie und Bühne: Florian Münzer Textauswahl und Bearbeitung: Siegfried Ostermeier .

„Kunst bietet gemeinsame Erlebnisse an, in einer Zeit in der jeder Einzelne droht eine Monade zu werden“.

bundeskulturstiftung ua

Die künstlerische Direktorin der Bundeskulturstiftung, Hortensia Völkers, und Donald Berkenhoff, Chefdramaturg am Stadttheater Ingolstadt, folgten der Einladung zum Gespräch mit der grünen Politik – Agnes Krumwiede, MdB und kulturpolitische Sprecherin im Bundestag und Dieter Janecek, Landesvorsitzender der bayerischen Grünen. Moderiert wurde von Christine Fuchs, Geschäftsführerin von StadtKultur Netzwerk e.V. Was braucht die Kunst von der Politik, was fördert die Kulturstiftung des Bundes und wie wichtig ist Kunst für die Menschen, insbesondere für die Kinder, Jugendlichen, an Schulen? Das waren zentraleThemen an diesem Abend im Diagonal.

Große Einigkeit herrschte, dass mehr Kunst und Kultur, ästhetische Bildung und musische Erziehung an die Schulen müsse. Dabei könne allerdings nicht das Stadttheater das leisten, was an den Schulen versäumt würde. „Die Nachfrage nach Theaterpädagogik ist enorm!“ stellte Donald Berkenhoff fest und beschrieb wie intensiv die Vor- und Nachbereitung von Stücken mit SchülerInnen sei und wie stark diese leistung des Theaters von den Schulen gewünscht würde. 40.000 Besuche im Jahr zählt allein das Kinder- und Jugendtheater in Ingolstadt.

Auch die Wirtschaft wisse die Kultur zu schätzen und fördere Jugendkulturprojekte, die Enormes für die soziale und kulturelle Integration leisteten, brachte SPD-Stadträtin Gurdrun Rihl ins Gespräch. Sie hatte gerade das große Jugendkulturprojekt WILDWUCHS erfolgreich beendet, dass von der lokalen Wirtschaft gefördert wurde.

Sie kommen aus sieben verschiedenen Schulen oder sind Lehrlinge bei AUDI. Seit Februar erarbeiten sie mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern das aufregende Bewegungs-Theater WILDWUCHS. Sie sind fulminant und energiegeladen, poetisch und nachdenklich. Sie sind Helden, Gauner, Liebhaber, Streitlustige oder Träumer. Wie das Leben eben so ist! Ihre vitalen, kuriosen, amüsanten, verrückten Geschichten wachsen zur überbordenden Kraft von WILDWUCHS zusammen.



Beteiligt sind Schülerinnen und Schüler aus Herschel- und Lessing-Mittelschule, aus der Gnadenthal Mädchenrealschule, dem Christoph-Scheiner-Gymnasium, dem Pädagogischen  Förderzentrum und dem Caritas-Zentrum St. Vinzenz und auch aus den Gymnasien des slowenischen Murska Sobota.

Künstlerische Leitung, Regie, Choreographie: David Williams
Choreographie: Annette Taubmann
Musik: Olivier Truan und Kolsimcha
Regieassistenz: Birgit Mannel-Fischer
Kostüme: Christina Huener

In Kooperation mit der Medienpädagogin Elizabeth Reyna Alvarez erarbeiten Jugendliche zudem die mediale Begleitung und Dokumentation des Jugend-Theaters u.a. durch Filme, Fotos und eine Internetseite. Die graphischen Elemente für die Werbematerialien, das Programmheft und die Internetseit gestalten Kai Hummel Schüler der Lessingschule. Die Praxis-Klassen der Hauptschulen und der AUDI AG bauen die für das Jugend- Theater-Projekt notwendigen Requisiten. In Kooperation mit AVC-Veranstaltungstechnik und Ohrakel e. V. erwerben die Jugendliche, vor allem Azubis der AUDI AG, die Voraussetzung, um bei den Aufführungen Beleuchtung und Ton übernehmen zu können. Schneiderinnen aus den Soziale-Stadt-Quartieren nähen nach Entwürfen und unter Anleitung der Ausstatterin Walburga Mast die Kostüme für das Theater. So sind die Jugendlichen auch an allen anderen wichtigen Elementen des Theaterprojektes beteiligt und können zuletzt ihr Gesamtwerk auf der großen Bühne der Ingolstädter Stadttehaters aufführen.

Veranstalter sind die „Stiftung Jugend fragt e.V.“ und die Stadt Ingolstadt mit den Quartieren der Sozialen Stadt und dem Kulturreferat. Gefördert wird das Theater-Projekt von der Audi AG, der Gemeinnützigen Wohnungsbau-gesellschaft, der IFG, dem Bezirk Oberbayern und dem Stadttheater Ingolstadt.





Die Aufführungen sind am 28. Juni, 19 Uhr und am 30. Juni, 18 Uhr, im Großen Haus des Stadttheaters Ingolstadt. Mehr zu Wildwuchs als eigene K10-Präsentation und bei Jugendkultursommer 2012.

 

 

Theater im Internet, Arbeitsbedingungen im Kunstbetrieb, Urheberrecht .... die Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins, die vom 1. bis 2. Juni 2012 in Ingolstadt stattgefunden hat, hatte viele Themen und brachte folgende Ergebnisse:

1. Der Deutsche Bühnenverein fordert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf, von ihren Versuchen Abstand zu nehmen, die künstlerischen Mitarbeiter in den öffentlichen Dienst zu überführen. Das Theater ist ein Kunstbetrieb, keine Behörde. Im Sinne der Freiheit der Kunst bedürfen die Arbeitsbedingungen von Künstlern bei allem sozialen Schutz eines hohen Maßes an Flexibilität.

2. Angesichts der digitalen Herausforderungen, vor denen auch Theater und Orchester stehen, brauchen sie eine behutsame Änderung des Urheberrechts. Die Aufzeichnung von Aufführungen und deren Nutzung für die digitale Kommunikation müssen zur Information der Öffentlichkeit urheberrechtlich erleichtert werden.

3. Mit diesen Veränderungen des Urheberrechts könnten sich die Theater und Orchester in der digitalen Welt besser behaupten. Dabei steht im Vordergrund, die Informationsmöglichkeiten des Internets nutzen zu können, um vor allem junge Menschen für den Besuch einer Theateraufführung oder eines Konzertes und die damit verbundenen Live-Erlebnisse zu gewinnen. Zugleich geht es um die neuen Möglichkeiten, mit interaktivem Theater im Netz zu experimentieren und das Internet für den Dialog mit den Zuschauern zu nutzen.

„Die Kunst geht nicht nach dem Markt“, so der Präsident des Deutschen Bühnenvereins, Klaus Zehelein, der Anfang Juni zur Tagung des Deutschen Bühnenvereins nach Ingolstadt kommt. Neben internen Themen wie Tariferhöhungen soll es auch um das Verhältnis von Theater und Wirtschaft gehen. Die Theater sind öffentliche geförderte Kultureinrichtungen, nur etwa zwei Prozent des Theateretats in Deutschland werden von Sponsoren aufgebracht. Die Zukunft des Kultur-Sponsorings soll auch Thema einer Podiumsdiskussion sein, zu der der Dt. Bühnenverein am Samstag auch die Öffentlichkeit einlädt. Es diskutieren Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, Gabriel Engert, Kulturreferent der Stadt Ingolstadt, Peter F. Tropschuh, Leiter Corporate Responsibility bei Audi, und Klaus Zehelein. Moderatorin ist Martina Boette-Sonner vom Bayerischen Rundfunk. Samstag, 2. Juni 2012 um 11.15 Uhr in der Kurfürstlichen Reitschule (VHS), der Eintritt ist frei.

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