k10 redaktion

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KUK 348 netzwerke unterzeichnungIngolstadt | Regensburg | Bad Berneck | „Dass Kreativwirtschaft irgendwie cool ist und einem Standort oder einer Region einen zusätzlichen Glanz verleiht, ist mittlerweile angekommen, “ fasst Sigrid Diewald die Initiative bayerischer Kreativ-Netzwerke zusammen, die jetzt in Ingolstadt ein gemeinsames Positionspapier unterzeichnet haben. Woran es fehle in Bayern fehle, so Diewald, sei konkrete, sinnvolle und nachhaltige Unterstützung.

Gemeinsam fordern die drei bayerischen Netzwerke - das freie Akteurs-Netzwerk aus Ingolstadt, das Kreativunternehmer-Netzwerk KÜKO e.V. aus Oberfranken und das Forum Kreativwirtschaft e.V. aus Regensburg - daher bessere Förderung durch die Staatsregierung. Sie werden künftig verstärkt gemeinsam für die bayerische Kultur- und Kreatviwirtschaft eintreten und im aktuellen Landtagswahlkampf auch Wahlprüfsteine aufstellen.

Hintergrund für die landesweite Kooperation, die am 3. Juli in Rahmen des monatlichen Netzwerktreffens der Kreativwirtschaft in Regensburg bekannt gegeben und in Ingolstadt offiziell unterzeichnet wurde, ist die beunruhigende Veränderung in der Landespolitik. Einen herben Schlag hatte die Staatsregierung der Kultur- und Kreativwirtschaft nach der Kabinettsumbildung der bayerischen Kreativwirtschaft versetzt: Statt wie bislang die Aktivitäten gebündelt im Wirtschaftsministerium anzusiedeln, sind die Zuständigkeiten seit März völlig zerfasert. Wichtige Branchensegmente kommen gar nicht mehr vor. Ein Zusammenschluss der bayerischen Akteurs-Netzwerke fordert nun, dass die Staatsregierung sich zu ihrer Verantwortung bekennt. „Vor dem Hintergrund, dass der Beitrag der Kreativwirtschaft zum Bruttoinlandsprodukt noch vor der chemischen Industrie und der Energieversorgung liegt, ist diese stiefmütterliche Behandlung völlig unverständlich“, ärgert sich Carola Kupfer (Foto 4. v. li.), Sprecherin des neuen Zusammenschlusses, aus dem freien Akteurs-Netzwerk Ingolstadt, dem Kreativunternehmer-Netzwerk KÜKO e.V. aus Oberfranken und dem Forum Kreativwirtschaft e.V. aus Regensburg . Bei dem Treffen in Ingolstadt wurde daher nicht nur eine landesweite Kooperation vereinbart, die – wie in anderen bayerischen Wirtschaftszweigen längst Standard – stärkere Vernetzungen mit erheblichem Mehrwert für alle beteiligten Kreativschaffenden bringen soll, sondern auch ein entsprechendes Positionspapier verabschiedet. Vorbild ist dabei das sächsische Modell, das aus der Branche für die Branche aktiv ist und dabei Wirtschaftsförderung auf Landesebene erfolgreich gestaltet.

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Zur Erinnerung: Im Jahr 2009 gab die Bundesregierung über das Büro für Kulturwirtschaftsforschung erstmals eine Studie zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Auftrag, die erstaunliche Ergebnisse zutage brachte. So stellte sich beispielsweise heraus, dass der Beitrag der Branche zum Bruttoinlandsprodukt in ihrer Gesamtheit mit den Segmenten Architektur, Buch, Film, Design, Werbung, Musik, Computer & Games, Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Rundfunk und Fernsehen, Presse und Sonstiges noch vor dem der chemischen Industrie und der Energieversorger lag. Folgerichtig entschied sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie dazu, fortan jährlich einen Monitoring-Bericht über den Status der Branche im gesamtwirtschaftlichen Kontext zu veröffentlichen und sie gezielt zu fördern. Das Ergebnis war eine Art Weckruf in Deutschland: Überall taten sich Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft zusammen, bildeten Netzwerke, gründeten Vereine und – im Idealfall – prosperierende Kreativzentren. Und dort, wo die Branche sichtbar wurde, blieb der Erfolg nicht aus. Neue Arbeitsplätze, Firmengründungen und spannende Kooperationen mit traditionellen Wirtschaftsunternehmen gehören ebenso dazu, wie wichtige Impulse für Standortattraktivität und Bildungslandschaften. Kurz: Mit der Emanzipation der Kreativwirtschaft ist es gelungen, einen wichtigen deutschen Innovationsmotor sichtbar zu machen und seine Potenziale bewusst zu entwickeln.

Gemeinsame Identität der Kreativ-Branchen ist entscheidend

Umso erstaunlicher ist es, dass trotz der klaren Richtung der Bundesregierung ausgerechnet Bayern, dessen Landeshauptstadt sich immerhin ein erfolgreiches Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft leistet, seit kurzem eigene Wege geht, die von den Akteuren zwangsläufig mit Besorgnis gesehen werden. Knackpunkt ist die organisatorische und politische Zersplitterung einer Branche, deren so wichtiges Branchenverständnis gerade erst entstanden ist. Während sich regional Netzwerke, Vereine und Cluster bilden und überregional Kooperationen eingehen, während deutschlandweit mit Unterstützung des Bundes sogar ein Bundesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft seine Arbeit aufgenommen hat, steuert die Bayerische Landesregierung heftig dagegen. „Für die vielen bayerischen Akteurs-Netzwerke, die in den Kommunen teilweise gut mit den Ämtern für Wirtschaftsförderung zusammenarbeiten, ist das ein großer Rückschritt“, fasst Sigrid Diewald vom Ingolstädter Akteurs-Netzwerk das Unverständnis der Betroffenen zusammen. „Die Identität als Branche ist ein entscheidender Faktor für Lobbyarbeit und wirtschaftlichen Erfolg.“

Konkret zeigt sich der bayerische Gesinnungswandel in einer neuen Zuordnung der Zuständigkeiten: War die Kultur- und Kreativbranche bislang sinnvollerweise unter dem Dach des Wirtschaftsministeriums mit einem eigenen „Referat für Kultur- und Kreativwirtschaft“ angesiedelt, wurde sie nun – ohne Rücksprache mit den Akteuren – auf verschiedene Referate aufgeteilt. So unterstehen die Segmente Film, Software & Games und Rundfunk plötzlich der Abteilung P für Digitales und Medien direkt in der Staatskanzlei. Im Wirtschaftsministerium hat man die Kompetenzen dezentralisiert: Während sich das Referat Innovation in Abteilung IV – Innovation, Forschung, Technik, Digitales – nun um Design, Architektur und Werbemarkt kümmern soll, hat das Referat 45 – Luft, Raumfahrt und Mobilität – die Aufsicht über das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft, kurz bayern kreativ, übernommen. Alle anderen Segmente der Kreativwirtschaft, also Buchmarkt, Musikwirtschaft, Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Pressemarkt und Sonstiges, tauchen im Organisationsplan der Staatsregierung gar nicht mehr auf; das zuvor zuständige Referat existiert nicht mehr.

Zersplitterung der Kompetenzen in Bayern

„Es stellt sich für uns natürlich die Frage, warum die bayerische Landesregierung diesen Weg eingeschlagen hat“, wundert sich Carola Kupfer, die auch dem Regensburger Verein Forum Kreativwirtschaft vorsteht. „Sinn ergibt das unserer Meinung nach jedenfalls nicht, im Gegenteil: Dieses gezielte Ausbremsen einzelner Segmente der Kreativwirtschaft dürfte sich negativ auf das Selbstverständnis der gesamten Branche, auf deren Organisationsstrukturen und damit Wirtschaftsleistung auswirken – regional und landesweit. Denn gerade durch das Zusammenwirken der zuvor sehr heterogen arbeitenden Teilsegmente sind innovative und förderungswürdige Strukturen entstanden, die so mittelfristig wieder ausgehebelt werden. Für uns ist diese bayerische Alleingang daher eine völlig unverständliche Entwicklung.“

Dass sich die bayerische Landesregierung seit jeher schwer mit den Bedürfnissen der Kultur- und Kreativwirtschaft tut, beweisen bislang enttäuschende Initiativen wie bayern kreativ. Der positive Impuls, der ursprünglich durch die „Anlaufstelle für alle Künstler, Kultur- und Kreativschaffenden in Bayern“ gegeben werden sollte, versandet derzeit in der Fläche. Sichtbar und messbar wird das an der Tatsache, dass die top-down initiierten bayern kreativ-Angebote bereits erfolgreich agierende Akteure der Kreativwirtschaft nicht interessieren. Lediglich Aktionstage und Erstberatungen für Studienabgänger oder (Quer-)Einsteiger in die Branche werden wahrgenommen – eine Aufgabe, die nur einen Bruchteil des eigentlichen Anspruchs abdeckt und häufig im zweiten Schritt ratlose Akteure zurücklässt. Die bereits bestehenden Akteurs-Netzwerke und Kreativunternehmen werden von bayern kreativ nicht eingebunden, ihre konkreten (wirtschaftlichen) Ziele nicht berücksichtigt. Sinnvolle und zielgerichtete Wirtschaftsförderung oder Nachhaltigkeit in der Fläche sieht definitiv anders aus.

Dennoch lässt sich der bayerische Staat bayern kreativ eine ordentliche Fördersumme kosten. Wofür der Etat von einer Million Euro im Jahr bislang ausgegeben wurde, ist nicht nachvollziehbar – bei den Akteuren ist bislang wenig angekommen. Wünschenswert wäre in Zukunft ein Weg, der die bestehenden Akteurs-Netzwerke als Wissensträger aktiver einbezieht, das Angebot am tatsächlichen Bedarf orientiert und insgesamt transparenter im Umgang mit Fördergeldern agiert.

"Ein verbindlicher Ansprechpartner und Budget für Projekte"

„Was wir brauchen“, erläutert Sabine Gollner, Vorsitzende von KüKo e.V., „ist ein verbindlicher Ansprechpartner in der Landesregierung, der die Besonderheiten und Stärken dieser sehr heterogenen Branche begreift. Er muss die Chancen erkennen, die in kreativen Ideen als Motor für innovative Entwicklungen stecken. Aktionismus nützt hier nicht; es geht um konkrete Projekte, die mittel- und langfristig Sicherheit und Perspektive bieten. Und für diese Projekte brauchen wir Budget!“

In Regensburg und Ingolstadt war man sich jedenfalls einig, bei der Landesregierung nachzuhaken. Die bevorstehenden Landtagswahlen im Herbst wollen die Vertreter der unterschiedlichen Akteurs-Netzwerke dazu nutzen, um mit den Kandidaten zu diesem Thema ins Gespräch zu kommen. Schließlich geht es letztendlich um Arbeitsplätze auch in strukturschwächeren Gebieten, um zukunftsfähige Kreativunternehmungen, die Strahlkraft besitzen und ganze Regionen attraktiver machen – und um Standortförderung durch interessante Bildungseinrichtungen und berufliche Perspektiven. „Nun geht es darum, konkrete, sinnvolle und nachhaltige Förderung und Unterstützung zu bieten – und hier ist die Landesregierung gefragt.“ unterstreicht Sigrid Diewald.

Das POSITIONSPAPIER kann man hier lesen oder einfach den pdf-Anhang downloaden.

Ansprechpartner für weitere Informationen/Rückfragen:

Freies Akteursnetzwerk Ingolstadt
Sigrid Diewald
Harderstr. 22, 85049 Ingolstadt

Forum Kreativwirtschaft e.V. Regensburg
Carola Kupfer, 1. Vorsitzende
Wahlenstr. 17, 93047 Regensburg
Ansprechpartner Presse
Christian Omonsky
Tel. 0941 92008-21, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kreativunternehmer-Netzwerk KÜKO e.V.
Sabine Gollner, 1. Vorsitzende
Maintalstr. 123, 95460 Bad Berneck

klein·laut GmbH


Bildnachweise: Fotos Iva Nikolova

Bild 1: v.l.n.r. - Carola Kupfer (Forum Kreativwirtschaft e.V. Regensburg), Sigrid Diewald (Freies Akteursnetzwerk Ingolstadt) und Sabine Gollner (Kreativunternehmer-Netzwerk KÜKO e.V.) unterzeichnen den Kooperationsvertrag als ersten Schritt auf dem Weg zum Landesverband Kreativwirtschaft in Bayern.

Bild 2: Die Teilnehmer des Kooperationstreffens in Ingolstadt: Alexander Häusler, (Freies Akteurs-Netzwerk Ingolstadt), Sabine Gollner und Stadträtin Sandra Schiffl (Kreativunternehmer-Netzwerk KÜKO e.V.),Carola Kupfer (Forum Kreativwirtschaft e.V. Regensburg), Werner Kapfer (Freies Akteurs-Netzwerk Ingolstadt), Florian Rottke (klein·laut GmbH Regensburg) und Gastgeberin Sigrid Diewald (schnellervorlauf gmbh, Freies Akteursnetzwerk Ingolstadt).

 

markus jordan 348 2Ingolstadt | Der Künstler Markus Jordan stellt aus. Er zeigt dieses Mal nicht spektakuläre Skulpturen aus Eis und Feuer oder schafft fluoreszierende Landschaften aus Licht, Tönen und Magie. Jordans Kunstinstallation ist ein Labor. DAS LABOR. Keines von heute, das wäre weiß und clean, würde wohlweislich verbergen, welche Kräfte dort wirken. Im Labor der „retrofuturistischen Visionen“ des Künstlers und Konstrukteurs Markus Jordan brodelt und zischt es, es dröhnt, pfeift und blitzt. Es ist ein Labor, wie in Filmen und Büchern der Vergangenheit, in denen es um - mehr oder weniger fiktive - Zukunftsvisionen geht: Fritz Langs Metropolis, Mary Shelleys Frankenstein, H.G. Wells, Jules Verne. Jordans Labor ist sinnlich, es macht Spaß auf die Knöpfe und Schalter zu drücken, durch eigene Bewegung oder die Tasten des „Pneumoniums“ erst Töne, dann Licht zu erzeugen, sich von Effekten überraschen zu lassen, dem Witz und Genie des Künstlers zu folgen. Die Ausstellung ist ästhetisch anziehend, sie ist durchdacht inszeniert, spielt mit Licht, Farbe, Strukturen. So mancher erkannte bei der Eröffnung die eigene Leidenschaft für das Sammeln alter Dinge wieder, diskutierte das Ordnungsprinzip der Sammlung oder bewunderte die schönen Funde. Andere rufen in Richtung Jordan, ob er sein Atelier ausgeräumt habe, das es in Ingolstadt zu einiger Berühmtheit gebracht hat. Denn tatsächlich sammelt und ordnet der Künstler in seinen Atelierräumen in der Flankenbatterie seit gut 15 Jahren Objekte und Bauteile, geht auf Schrottplätze und Recyclinghöfen, archiviert Ausrangiertes, Skurriles und Seltenes. Er experimentiert mit Eigenschaften und Funktionen, erkundet mit alchimistischer Neugier das Wesen und die Möglichkeiten der Dinge, die Gesetzmäßigkeiten von Licht und Energien.

Einführende Gedanken zu Jordans Ausstellung kamen von Günter Beltzig. Der Designer arbeitete in den 1960er Jahren auch mit Luigi Colani, der wiederum als einer der bedeutenden Zukunftsdesigner gilt und im Zusammenhang mit (Retro-)Futurismus im Kunst und Design eine feste Größe ist. Beltzig betonte in seiner Einführung den Autodidakten Markus Jordan, der als Künstler eben nicht „Meisterschüler“, also Schüler eines Meisters gewesen, um erst einmal dessen Ideen zu verstehen und recyceln bevor er eigene Ideen umsetzen würde. Jordan folge eigenen Ideen und recycle dabei Objekte und Materialien. Er schöpfe aus ihnen etwas Neues, noch nicht vorgedachtes.

Objéts trouve | Von der Ordnung der Dinge

Die Kunstausstellung DAS LABOR ist die Inszenierung dieser „objets trouvé“. Es ist, als würde der Frankenstein der Dinge – Jordan über Jordan - aus seinem Spieltrieb schöpfen, um unseren Spieltrieb anzusprechen und um uns so zu erreichen. Denn das Labor hat auch eine unheimliche Botschaft: es geht um Ordnung, der Dinge und der Gesellschaft, und um diejenigen, die darin eingreifen, sie neu denken und verändern. Es geht um den Gestaltungsdrang des Menschen, Entgrenzung und Fortschrittsgläubigkeit. In den literarischen Zukunftsvisionen und Filmen, auf die Jordan vielfach anspielt, sind neben den spannenden Zeitmaschinen und künstlichen Menschen daher oft auch autoritäre Gesellschaften, Herrschaft und Freiheit angesprochen. Und in der Auseinandersetzung mit Jordans Objektkunst schwingt mit, dass es einen bedeutenden Unterschied von Wissenschaft und Kunst gibt, und dass es wieder die Aufgabe von Kunst sein könnte, Chaos in die Ordnung zu bringen.

Im retrofuturistischen Labor wird die Montage von Teilen aus dem Metallbau zu einer Skulptur die vielleicht zeigt, was die Welt im Innersten zusammenhält. Doch was sehen wir? Den harmlosen mikroskopischen Blick auf die Struktur von Schafwolle oder doch die totale genetische Veränderung der DNS, die Auflösung der Doppelhelix? Geht der menschliche Zugriff so weit, selbst das Unmögliche zu schaffen und das sprichwörtliche Pferd kotzen zu sehen, wie ein anderes Objekt nahelegt. Oder will Jordan nur (dass wir) spielen? Über allem und als Höchstes thront der leuchtende Stuhl des „Maschinenmenschen“ in Anlehnung an Fritz Langs Metropolis – die Erschaffung des künstlichen Menschen. Jordan zieht uns mit seiner Kunstinstallation in eine andere Zeit, lässt die romantisierende Ästhetik des Steampunk wirken und betont so die Aktualität seiner retrofuturistischen Zukunftsforschung, denn so Manches wurde ja längst wahr: Gentechnik, Klonen, künstliche Intelligenz, Robotik und Maschinenmenschen. Fragen, die seit Jahrhunderten brennend gestellt werden und die uns heute mit der digitalen Revolution erneut umtreiben: Wer schafft, wer beherrscht, wer ordnet die globalisierte, digitale Zukunft? Dazu Markus Jordans retrofuturistische Visionen.


markus jordan 348 3Markus Jordan, 43, arbeitet seit 1996 künstlerisch und setzte sich vor allem mit den Aspekten des Lichts auseinander. Jordan ist gelernter Schilder- und Lichtreklamenhersteller, seit 2002 als freischaffender Künstler tätig und seit 2013 auch am Stadttheater engagiert.

Überregional bekannt sind seine Installationen und Performances, die Skulpturen aus Eis und Feuer, die Licht- und Videokunstbeiträge für Projekte und Festivals - Lichtstromfestival 2014, „occupied“ in der Stargader Straße, Kunstvollzug 2018. Illuminationen wie die Fahrt ins Blaue mit Beleuchtung des Rathauses, der „Lichthauch“ am Kavalier Dalwigk zum Futurologischen Kongress 2018.

Markus Jordan ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler, Mitglied der Glow Connection, Erfinder des Pneumoniums und Mitgründer der Kunst und Kultur Werkstatt KAP94.

Markus Jordan
"Das Labor. Retrofuturistische Visionen"
Bis 23. September, Städtische Galerie des Stadttheaters Ingolstadt
Donnerstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr.

 

Klangperformance von Jürgen Schulze | Anlässlich der Ausstellungseröffnung am 19. September.
Drei Metallplatten, ein Mikrophon und der Rückkopplungseffekt. Mit seinem Klangbeitrag zur Eröffnung der Ausstellung DAS LABOR zeigt Jürgen Schulze weitere Aspekte experimenteller Kunst. Schulze arbeitet freischaffend als Künstler, Performer, Illustrator sowie Designer für Upcycling-Produkte und Inhaber des Labels QR-BOMB®. Schulze hat Architektur studiert, ist Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler - BBK Ingolstadt, konzipiert und führt kulturelle Bildungsprojekte durch (u.a. bei Künstler an die Schulen e.V.) und ist Mitbegründer der Theaterformation „zwischenraum“.

Der Beitrag erscheint gedruckt bei in CITICON - Das Trendmagazin - Sept. 2018 | Die Ordnung der Dinge. Markus Jordan - Retrofuturistische Visionen.

 

 

Kunstschau2018 Foto Leonore WeissIngolstadt | Neueste Arbeiten seiner Künstler*innen aus dem Großraum Ingolstadt und Oberbayern Nord zeigt mit der Ausstellung "Aktuell" der regionale Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler www.bbk-ingolstadt.de. Die Kunstschau, die eine breite Palette künstlerischer Umsetzungen zeigt, ist ein wichtiger Bestandteil im Jahreskalender des BBK Ingolstadt. Nicht nur, dass mit der Galerie in der Harderbastei ein zentraler Standort für die Präsentation der aktuellen Werke zu Verfügung steht, die Besucher können seit vielen Jahren die künstlerische Arbeit der einzelnen Mitglieder des BBK intensiv verfolgen.

Die Ausstellung ist vom 17.6. bis zum 8.7.2018 jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 11 – 18 Uhr zu sehen. Zu den Öffnungszeiten wird immer ein teilnehmender Künstler anwesend sein und Sie gerne durch die Ausstellung führen.

www.bbk-ingolstadt.de

Fotos: Leonore Weiss | Unten: Eröffnung am 17. Juni; oben: Aus der Ausstellung.

Kunstschau2018 Foto Leonore Weiss Eroeffnung

 

348 GabrieleTomNeumaierIngolstadt | Jubiläum. Vor 200 Jahren wählte Mary Shelley Ingolstadt als Schauplatz ihres Schauerromans über Frankenstein und seinen künstlich geschaffenen Menschen. Frankensteins Monster ist seither ein Symbol für gewissenlose wissenschaftliche Grenzüberschreitung, für Machbarkeitswahn und die ungebrochene Illusion alles auch kontrollieren zu können. 2018 ist in Ingolstadt auch das Jahr der städtischen Offensive für die Digitalisierung. Die Stadt will Premium werden für künstliche Intelligenz, selbstfahrende Autos und mehr. Da verwundere es doch, so der Künstler Thomas Neumaier, wie verharmlosend die touristischen Events der Stadt an einem längst vergangenen Wissenschaftsbild festhielten. Die Romantisierung Frankensteins habe mit der heutigen, industriell getriebenen digitalen Revolution aus Großforschunglaboren nichts mehr zu tun. Wissenschaftskitsch statt Reflektion? Es sind die Kunst- und Kulturschaffenden der Stadt, die die Fortschrittseuphorien und –ängste zum Thema machen, die der digitalen Zukunft Bilder geben, sie kritisch beleuchten oder satirisch erhellen. So lädt das Stadttheater Mitte Juni zum hochkarätig besetzten, mehrtägigen Infotainment-Spektakel „Futurologischer Kongress“ ein (futurologischer-kongress.de). Die Kunst- und Kulturbastei ging im Mai mit ihrem Street Art-Festival Frankenstein 3D auf den Rathausplatz und war drei Tage lang mit der die Illusionsmalerei international renommierter Künstler zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz ein Publikumsmagnet.

Kleines Frankenstein Depot | Objekte und Fotos zur künstlichen Intelligenz und natürlichen Dummheit
Gabriele&Thomas Neumaier

Das Künstlepaar Gabriele&Thomas Neumaier eröffnete, in Zusammenarbeit mit dem Dt. Medizinhistorischen Museum und dem Kulturreferat, das „Kleine Frankensteindepot mit Objekten und Fotografien zu künstlicher Intelligenz und menschlicher Dummheit.“

348 Ruisinger2Marion Ruisinger, Direktorin des DMM und Gastgeberin für die Ausstellung, ordnete die Dinge ein. Entwicklungen, sich als Mensch zu optimieren und vor allem, seine Reichweite unabhängig vom eigenen Körper zu erhöhen sind vielfältig: Weit und weiter sehen, weit hören und mit Menschen sprechen, die fern am anderen Ende der Welt sind. Dazu gehört, überall hin und von überall auch gesehen zu werden, mit Gesichtserkennung sogar erkannt werden zu können, ganz gleich wo auf der Welt man gerade ist. Sie verwies zudem auf die aktuelle Ausstellung im DMM zur Radiologie in der NS-Zeit (noch bis 9. September). Die Röntgenstrahlung wurde unter den Nationalsozialisten auch im Dienste verbrecherischen Rassenwahns eingesetzt, hat Menschen durchleuchtet, kategorisiert und aussortiert.

„Algorithmen können rassistisch sein.“

Monströsität sei längst nicht mehr die Grenzüberschreitung eines einzelnen Frankenstein, darauf weisen auch Gabriele und Thomas Neumaier hin. Seit den beiden Weltkriegen, sei das Monströse massenhaft geworden, millionenfach und industriell durchgeführt und von einem zuletzt totalitären System präzise bürokratisch geplant. Die Kriege haben zudem eine ganze Industrie für den Ersatz abgerissener Gliedmaßen und menschlicher Ersatzteile hervorgebracht. Vieldeutig das „Kleine Gelächter“, eine große Kiste mit Gebissabdrücken, die einfach nur Prothesen sein könnten. Oder doch auf das heutige Schönheitsdiktat perfekter Zahnreihen anspielen?

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Sind es die erschreckenden Bilder massenhafter Sammlungen von Brillen und Prothesen in den Konzentrationslagern, die sich in unsere Gedanken schieben. Gabriele und Thomas Neumaier spielen mit Assoziationen. Immer wieder wird doppeldeutig auf das Totalitäre in den aktuellen Themen von Vermessen, Erkennen, Erfassen, Kategorisierung oder Aussortieren angespielt. Die heutige Selbstoptimierung gerät ebenfalls in dieses Licht: Bikinibridge, Paperwaist - der Gedankensprung zu den von der Industrie gezeigten Körper-Idealen, die als digitale erzeugte (Vor)Bilder massenhaft Teil unserer Alltags sind, liegt nahe. Optimierung bis hin zur Künstlichkeit. In der Ausstellung ist nie ganz klar, ob es sich um Exponate aus dem Depot des medizinhistorischen Museums handelt oder um Kunstobjekte.

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Die Künstler führen uns von der echten, hilfreichen Prothese wie der „Handorthese für einen Organisten“ zur Brisanz der Leistungssteigerung mit Hilfe von Elektroden auf Hirnkappen oder rosa Tabletten. „Ich fühle mich erst wohl, wenn ich das geworden bin, was ich sein soll. Erschreckend ist die Freiwilligkeit dabei.“, so Thomas Neumaier bei seiner einführenden Wort- und Klang-Performance mit Heinz Grobmeier.

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Der Musiker, im sauberen weißen Kittel der Wissenschaft, spielt auf einer bizarren Klaviatur von gurgelnden Blutgeräuschen, alten Prothesen und Krücken. Er untersucht, wieviel Frankenstein wohl in uns selbst steckt. Was geben wir auf, wenn wir uns optimieren, wenn wir die Industrie, die künstliche Intelligenz mit unseren Daten zu füttern. Am Ende steht die Selbstaufgabe mit der dann totalen Freiheit - von uns selbst.

Erschreckend ist die Freiwilligkeit

Die künstliche Intelligenz mit den Algorithmen beeinflusst uns. Sie sortieren (uns) aus, sind ebenso allumfassend wie intransparent. Künstliche Intelligenz erkennt Abweichungen, das System schlägt dann Alarm. „Algorithmen können rassistisch sein.“ Sie sind nicht objektiv, sie werden gespeist aus menschlicher Subjektivität oder von Interessen. Alles Themen, die uns mehr oder weniger bekannt sind. Das Spiel der Künstler mit den Bildern und Objekten im Frankensteindepot schafft überraschende, oft erschreckende, Momente des Erkennens bekannter und neuer Zusammenhängen. So soll die biometrische Gesichtserkennung Terroristen erkennbar machen und vorbeugen. Ein Präsident Erdogan hat dabei sicher andere Vorstellungen von Terroristen, wie wir. Oder? Und: kann der Mensch die Gesichtserkennung eigentlich auch austricksen.Es gibt ja viele Dinge, die „ein Gesicht“ haben, ein Ceranfeldschaber zum Beispiel. Gabriele Neumaier reizt uns mit ihren Fotografien zur biometrischen Vermessung an, der künstlichen Intelligenz mit der natürlichen Dummheit des (rebellischen) Menschen Grenzen zu zeigen. Das Brett vorm Kopf wäre eine solche Idee und hätte dann auch etwas Gutes. Sind diese Bilder Neumaiers Appelle an unseren Widerstand, wäre es möglich sich zu schützen oder wenigstens nicht freiwillig selbst so vieles preiszugeben für die Selbstoptimierung. Können wir noch selbst entscheiden?

Kleines Frankenstein Depot | Objekte und Fotos zur künstlichen Intelligenz und natürlichen Dummheit |Kunstausstellung von Gabriele&Thomas Neumaier
Bis 7. Oktober 2018, Freskensaal in der Hohen Schule (ehem. Universitätsgebäude), Goldknopfgasse 7, Di. bis So. von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

Zum Vergrößern der Bilder draufklicken.

Bildhinweis © Petra Kleine | K10.

kunstmesse eroeffnet348Ingolstadt | Raffinierte Lichtmalerei mit Wellen aus Wasser, messerscharfe Video-Installation zum Wesen juristischer Wortgefechte, Fliegen (Lucilia Sericata) die mittels Software zu Konstrukteuren werden. Die digitalen Beiträge, die bei der Kunstmesse 2018 besonders kuratiert wurden, zeigen sich als Erlebnis und echter Zugewinn. Die Kunstmesse soll als große bayerische Produzentenmesse mit mehr als 80 Künstlerinnen und Künstlern eher Kunstmarkt als Ausstellung sein. Die digitalen, multimedialen Beiträge bleiben da etwas außen vor, weil nicht einfach so verkäuflich. Doch sie gehören zu den Highlights dieser Kunstmesse 2018 und bleiben in Erinnerung – meditative Schönheit aus Licht, Wasser und Bewegung, Mulitmedia mit Witz und Raffinesse. Dazu technische Präzision, gut nachvollziehbare Ideen und perfekte Umsetzung. Das alles bringen die digitalen KünstlerInnen Alice Strunkmann Meister, Cendra Polsner (Foto li.), Tatjana Potechin und Elias Naphaus (Foto re.) mit, die für den Sonderbereich "Digitale Kunst" ausgewählt und gefördert wurden. Sie sind in der Reithalle zu sehen und schaffen die besondere Momente, die man selbst erleben sollte. Ein guter Grund die diesjährige, fünfte Kunstmesse im Klenzepark zu besuchen.

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Und hier noch mehr gute Gründe, für die Kunstmesse 2018 - nach einem ersten Rundgang am Eröffnungsabend, meine persönliche Empfehlungen.

Der Maler, Grafiker, Zeichner Bodo Rott. Faszinierende Bilder, die man sehen muss! Ich stelle hier einen Beitrag von Isabella Kreim (Kulturkanal) ein, um ein Eindruck zu geben und für einen Besuch ausdrücklich zu werben. Bodo Rott – Verzerrte Gärten und Nichtkind-Kinder. Der Künstler spricht gerne und sehr informativ über seine Arbeiten. Er ist übrigens gebürtiger Ingolstädter, lebt in Berlin, lehrt "Plastisches Gestalten" an der Uni Cottbus. Exerzierhalle E 19.

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Clemens Hutter. Stahlbildhauer. Seine „Frostsprengungen“ bei der Bearbeitung der schweren Stahlskulpturen beeindrucken. Nicht nur Feuer, auch Eis kann also Stahl formen und dabei sogar eigene Linien und Formen schaffen. Die großen und kleinen Stahlobjekte nicht nur betrachten, sondern sich vom Künstler den Prozess der Frostsprengung erklären lassen. Reithalle R15.

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Anna Schölß. Die Malerei der Akademiekünstlerin begleitet die Kunstmesse und ihre Besucher von Beginn an (und auch umgekehrt). Ihre Bilder haben Intensität, Bewegung, Geschichte. In diesem Jahr gibt sie dem Weiß in seinen vielen Farbschattierungen Raum in ihren Bildern. Exerzierhaus E 29. In der gleichen Koje die filigranen Edelmetallarbeiten von Juliane Schölß.

Ludwig Hauser. Der Künstler, der in Ingolstadt lmit Kunstwerken im öffentlichen Raum sehr präsent ist, überrascht mit einer Serie von Bildhauerarbeiten zu Köpfen und Gesichtern. Aus Stein. In Stein. Zart, spröde, intensiv.  R10. Eher am Rande zeigt Hauser "Urnensteine", Grabsteine für Urnenbestattungen, die wie archaische Markierungen wirken oder wie Kunstobjekte - nach diesen fragen, sie sind nur als Foto am Rande der Koje zu sehen und sehr interessant - als einzelne Objekte, für eine andere Grabkultur.

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Die "Hauser-Koje". Ludwig Hauser und Johannes Hauser haben gemeinsam diesen Raum belegt. Hierfür einen Moment Zeit nehmen und auf sich wirken lassen, was Bildhauer und Fotograf uns zeigen. R 14.

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Der Fotograf Johannes Hauser, gleich gegenüber, R30. Neben seiner erfolgreichen Serie „nach oben“, die spannend bleibt und uns weiterhin neugierig hält, zeigt er neue Arbeiten. Darunter die Fotografie einer Straßenszene in Tokio, die mit ihren Schatten fast formal wird und doch das Interesse an dem Moment weckt, in dem die Menschen gerade unterwegs sind. Ein (mir) neuer Blick des Fotografen.

Verlassene Häuser, vergessene Plätze, Unorte einer Stadt. Dass hierin Beklemmendes liegt, dass Orte Unwirtlichkeit ausstrahlen und Haustüren abweisend sein können, zeigt der Künstler und Fotograf Hubert P. Klotzeck. E 36. Mit seinem Gespür für (Un)Orte und Lost Places und der  künstlerischen Umsetzung gelingt es ihm, die unterschiedlichen Stimmungen spürbar zu machen, ohne die vielziitierte Schönheit des Morbiden bemühen zu müssen. Es entsteht Interesse. An der Leere, der Verwahrlosung, unwillkürlich kommen Fragen auf - wo ist das, wer hat da gewohnt, warum ...

Zwirn & Zwille. Filz-Kunst. Kunsthandwerk. Objekte. Filz und Form, Designt aus Eichstätt. Reithalle R1.

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Dagmar Hummel und Fredrik Lindqvist. Die Malerin Dagmar Hummel überrascht mit kleinformatigen, hintergründigen Collagen „Donald erklärt uns die Welt“. Gegenüber die großen Holzschnitte von Lindqvist auf Stoff. Seine Motive sind hardrock-wild oder familiär. Man sollte sie real gesehen haben, Abbildungen davon geben das Sinnliche seiner textilen, genähten und bedruckten Arbeiten nicht wieder. Exerzierhalle Koje 23/24 - und nicht vergessen zu schauen, was Donald uns über die Welt sagt.

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Reinhard Dorn. Fotograf und digitaler Künstler. Faszinierend wie er seine Fotografie mit der malerischen Bildsprache „alter Meister“ verbindet oder wie er Bilder zu vielen Schichten übereinander legt, und dabei mit Entblößung, Verdeckung oder pornographischen Momenten spielt. Seine Arbeiten fordern einen zweiten und dritten Blick heraus, der vielleicht erstmal etwas vorsichtig ist … E 38. Einen Einblick in seine Arbeiten hier auf K10.

Susanne Pohl und Stephan Wanzl-Lawrence, arbeiten beide mit der feinen Technik der Radierung, gerne auch mal zusammen an einer Zeichnung, einem gemeinsamen Buch. Auf der Kunstmesse zu sehen sind Kleinformate mit skurrilen Geschichten, Landschaften und Natur, deren Stille man nicht stören möchte oder menschliche, allzu menschliche, Figuren in Situationen und Beziehungen. Mein persönliches Highlight der letzten Kunstmesse 2016 und auch dieses Jahr wieder ein „unbedingt ansehen“. E 39/40.

Wer Beate Diao von ihrer Kunstschule kennt, von den großartigen Kunst- und Streetartevents, mit denen sie viele Menschen bewegt, und als stv. Vorsitzende des BBK, interessiert sich auch dafür, wie sie sich als Künstlerin ausdrückt. In Koje E 42 zeigt sie Holzschnittarbeiten. Motive wie Insekten oder Gehirne stellen sich als das dar, was sie sind oder als Symmetrien, Strukturen, Linien - Ornamente.

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Einen anderen, ebenso spannenden Umgang mit Linien und Strukturen zeigt Karin Roth. Beeindruckend, welche Wirkung das Setzen paralleler Linien haben kann, welch unterschiedliche Strukturen und Farbfelder sie damit schaffen kann. Präzise, minimalistisch und vielfältig. E 6.

Arbeiten aus Seidenkokons - die (fast) textilen Objekte von Walter Bausenwein. R 25.

Richard Gruber. Skulpturen als Karikaturen, ür drinnen und draußen. Menschlich, tierisch, hintersinnig, gut gemacht. Unten Gruber auf der Kunstmesse mit  "Müllers Er" und "Müllers Sie". R12.

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Werner Kapfer. Seine großformatigen Werke sind Farbfelder aus Gelb, Grün, Licht - eine intensive Auseinandersetzung mit Farbe und Wirkung. Sie ziehen an und laden ein, sich in ihnen zu versenken oder sich mit ihrer Energie aufzuladen. E 5.

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Als BBK-Vorsitzender gehört Werner Kapfer zu den Verantwortlichen für die Kunstmesse und plädierte in seiner Eröffnungsrede für Kunst im öffentlichen Raum, für eine bewusst gestaltete und real erlebbare Stadt, die Alle zur Begegnung, zum Gespräch, zur Kommunikation einlädt. Gerade heute, wo die Arbeits- und Lebenswelt zunehmend digital und virtueller werde. Es gehe dabei auch um die Stärkung des Sozialen. „Kunst kann ein Anfang sein - für Begegnung, für Gespräch, für Gedankenaustausch." unterstreicht Kapfer seine Einladung zur Kunst in Ingolstadt.

In diesem Sinne viel Freude bei der diesjährigen Kunstmesse 2018. Wir sehen uns!

www.kunstmesse-ingolstadt.de

Freitag, 08.06.2018, 14.00-20.00 Uhr
Samstag, 09.06.2018, 10.00-20.00 Uhr
Sonntag, 10.06.2018, 10.00-18.00 Uhr

Mit Kunstcafé drinnen und draußen sowie Kinderspielplatz gleich neben der Exerzierhalle.

Bildnachweis | Fotos ©Petra Kleine | K10

348 brigk 6Ingolstadt | Start-Ups wie mirrads arbeiten schon seit einigen Monaten im brigk, dem Digitalen Gründerzentrum der Region Ingolstadt. Mit dem Grand Opening am 2. März 2018 endete jetzt die sogenannte Betaphase und das brigk wurde offiziell und höchstprominent eröffnet. Die bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien und stellv. Ministerpräsidentin Ilse Aigner war selbst vor Ort und brachte auch einen Scheck über 10.284.725 Euro mit. Diese Fördersumme wird für die digitalen Gründer nach Ingolstadt fließen, in den Neubau des regionalen Gründerzentrums auf dem Gießereigelände und die Sanierung des Kavalier Dalwigk sowie für Coworking Spaces, Living Labs, Maker Spaces. Vor allem die Netzwerkaktivitäten der Start-Ups sollen dabei gezielt gestärkt werden. Von Beginn an ist das brigk insbesondere beim Netzwerken erfolgreich, das konnten Ingolstadt und brigk-Geschäftsführer Dr. Franz Glatz beim Grand Opening schon als Erfolg verbuchen. Mit mehr als 150 Gästen waren die Führungsetagen der Wirtschaft, Präsidentin Gien und Präsident Schober für den beiden Hochschulen KUE und THI sowie die lokale, regionale und Bundespolitik bestens vertreten. Auch die kreativwirtschaftliche Szene war dabei, um gemeinsam den neuen Treffpunkt brigk „mit dem besten Kaffee der Stadt, so Glatz über die Coffee Roasters District V, zu feiern. Für Ingolstadt hatte sich 2015 eine Kooperation aus Hochschulen, federführend die THI, Stadt und Wirtschaft erfolgreich um eines der Digitalen Gründerzentren beworben, die in jedem bayrischen Regierungsbezirk entstehen sollten. In Oberbayern wurden schließlich sogar zwei Städte ins Förderprogramm aufgenommen, darunter Ingolstadt, mit einem der besten Konzepte, wie Aigner der brigk-Kooperation gerne bescheinigte.

„Das brigk ist eben nicht nur ein Ort aus Stahl und Stein, sondern ein auch lebendiges Netzwerk aus Menschen und Organisationen, denen die Zukunft der Region 10 wichtig ist. Die Kombination aus Gründerförderung und diesem Netzwerk macht das brigk so besonders.“ war dann auch die Kernbotschaft der Wirtschaftsministerin. Um genau dieses Netzwerk sichtbar zu machen, erhielt jeder Gast eine persönliche Community Member Card und genießt so einige der Vorzüge rund um das Digitale Gründerzentrum, etwa den Zugang zur Kontaktdatenbank „Vitamin brigk“. Die Karte mit der Mitgliedsnummer 00001 erhielt Staatsministerin Ilse Aigner, 00002 ging stellvertretend für die Region an Oberbürgermeister Lösel. Und last not least wurde auch das Gründer-Motto noch als T-Shirt unter die Gäste gebracht „Machen Machen Machen“.

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Wirtschaftsministerin Aigner ging in einer gut gelaunten und fachkundigen Runde noch auf besondere Herausforderungen des Digitalen Wirtschaftens ein sowie allgemeine Themen wie einer Fehlerkultur, guten Kooperationsnetzwerke oder einer positiven inneren Ausrichtung der eigenen Ziele. Mit ihr diskutierten Michael Bültmann, Geschäftsführer von HERE Deutschland GmbH, David Neuhaus , Gründer und CEO des Internet-Startup SocialHub aus Ingolstadt und Peter Stahr vom mirrads, einem der ersten brigk Start-Ups.

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Das brigk-Logo sowie das gesamte Corporate Design sowie Website www.brigk.digital entstand übrigens aus der Agentur von Boris Schmelter (Creative Direction). Der Diplom-Designer war in Ingolstadt als Akteur aus der Design-Agentur xhoch4 bekannt geworden, die vor etwa 14 Jahren in Ingolstadt im „Körnermagazin“ gegründet worden war. Inzwischen ist xhoch4 nach München weggezogen.  Boris Schmelters eigne Agentur schmelter brand design hat ihren Sitz in München. Schmelter ist u.a. als Dozent an der THI in Ingolstadt tätig.

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Bilder ©Petra Kleine

rusticarum6 348Ingolstadt | Der Pop-up-Store „zeitraum“ ist eröffnet! Die Theresienstraße 13 ist damit eine neue Adresse für Kreativschaffende, Design und Produkte aus der Region. Manuela Vitzthum ist mit ihrer Firma Rusticarum die erste, die den „zeitraum“ gemietet hat. Für die Initiative Cityfreiraum ist der "zeitraum" die Ergänzung einer seit 2014 guten Idee, neue Geschäftsgründungen gezielt in der Innenstadt zu fördern. Das bringe Vielfalt in die Altstadt und Leben in die Leerstände und ist minimaler Aufwand für die Unternehmen, unterstreicht IFG-Chef Norbert Forster die Unterstützung die von der IFG, dem Existenzgründerzentrum und dem Stadtmarketingverein IN-City kommt. Für zwei Monate verkauft und präsentiert nun Manuela Vitzthum regional hergestellte Produkte rund um den Hallertauer Hopfen – feine Spirituosen, Hopfengetränke und vor allem nachhaltiges Upcycling-Design aus alten, oder besser gesagt antiken, Hopfensäcken - edle Unikate, handgenäht und mit Geschichte.

Die Markterprobung hat die erfahrene Geschäftsfrau schon erfolgreich bestanden. Sie verkauft seit einigen Jahren über ihren online-Shop hopfenmanufaktur.de hochwertige Produkte aus der Hallertau, arbeitet auch mit dem Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach zusammen. Etwas Besonderes sind die handgefertigten Upcycling-Taschen und Accessoires aus den Hopfensäcken. In den robusten Jutestoffen wurde der Hopfen  an die Brauereien geliefert. Sie sind zu schön, um sie wegzuwerfen und inzwischen nicht nur antik, sondern auch selten, denn die Webmaschinen gibt es nicht mehr. Die Hopfensäcke sind damals bedruckt worden mit den jeweiligen Bestimmungsorten und dem Jahr. Sie haben also genau den Charme und die Echtheit alter Handwerksprodukte und regionaler Marken, die für das Upcycling-Design so geschätzt werden: Einzelstücke, nachhaltig und edel verarbeitet. Und so gibt es große und kleine Taschen, Applikationen oder Zierbänder auf Hüten, Sitzhocker und vieles mehr – jedes Stück ein Unikat. Antike Holzbierkästen sowie bayrischer Dekorationsschmuck gehören ebenso zum Angebot. Und den guten Duft des Hopfens, dem "grünen Gold" der Hallertau, gibts obendrein.

Slow Design | Manuela Vitzthum ist den Schritt in die Selbstständigkeit ganz bewusst gegangen und hat ihren ursprünglichen Beruf in der digitalen Branche aufgegeben. Hopfen und vor allem die robusten Hopfensäcke sind ihr seit der Kindheit aus ihrer Heimat der Hallertau vertraut. „Oft bin ich auf den Jutesäcken eingeschlafen.“ erzählt sie lachend. Ebenso bewusst geht sie nun den Schritt vom online-Shop in den Laden-Verkauf. Der ehemaligen IT-Fachfrau für SAP ist es ausdrücklich ein Anliegen mit ihren Produkten analog präsent zu sein, die Qualität und Geschichte der Hopfenprodukte und der Region fühlbar zu machen. Sie will der Schnelllebigkeit unserer Zeit und dem Wegwerfdenken etwas entgegen setzen – haltbare und sinnliche Produkte, verantwortliches Produzieren, Nachhaltigkeit. Was sie verkauft, ist in Manufakturen und Betrieben der Region hergestellt. Slow Design eben. Für die nächsten zwei Monate wird Manuel Vitzthum selbst im Geschäft sein und dort auch Vorträge anbieten, etwa zur Wirkung des Hopfens oder über die Herstellung der besonderen Liköre. (Termine folgen noch, stehen dann auf der K10-Startseite im Veranstaltungskalender).

www.hopfenmanufaktur.de

Der „zeitraum“ von Cityfreiraum | Der 58 qm große Raum in der Theresienstraße 13 ist ein neues Angebot der Initiative Cityfreiraum. Seit 2014 hatte sie in den letzten Jahren gezielt für die Innenstadt Gründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt. Mit dem „zeitraum“ wurde die Initiative nun bewusst ergänzt, um Angebote gezielt für die Kreativwirtschaft, für Design und Produkte aus der Region zu machen. Temporär und mit wenig Aufwand für die Mietenden, der Laden ist teilmöbliert und funktioniert sofort. Interessierte können online ein Bewerbungsformular über die Homepage von Cityfreiraum www.cityfreiraum-ingolstadt.de ausfüllen und absenden (kostenfrei registrieren). Hier sind dann unter „Pop-Up-Store“ Detailinformationen (Mietpreise, Kaution, etc.) zu finden. Eine Rückmeldung kommt per email. Sobald der Untermietvertrag unterschrieben sowie die Kaution und Miete eingegangen sind, kann der Pop-up-Store bezogen werden.
Laut IN-City-Chef Thomas Deiser sind bereits bis in den September hinein Zeiträume gebucht. Die Miete für den Pop-up-Store ist je nach Saison zwischen 50 und 100 Euro pro Woche, inkl. Nebenkosten. Sollten die Unternehmen nach dem Abschluss der Mietphase im zeitraum-Store dann längerfristig ein Geschäft in der Innenstadt betreiben wollen, steht ein Beraterteam von Cityfreiraum zur Seite sowie das Förderprogramm dazu.

 www.cityfreiraum-ingolstadt.de

 

 

Bilder und Text:  ©Petra Kleine

Christine Olma Anton 348Ingolstadt | Christine Olma hat ihr erstes Kinderbuch veröffentlicht. „Anton und der Geheimbund der Tiere“ ist damit jetzt auch Teil unserer Welt geworden. Die Fotografin und Journalistin (olma-fotodesign.de), ist gebürtige Ingolstädterin, lebt aktuell hier und ist beruflich weltweit unterwegs. Bei der Vorstellung ihres druckfrischen Erstlingswerkes in der dicht besetzten Harderbastei war neben der Aufregung einer Premiere auch so etwas wie Wehmut bei der Autorin deutlich spürbar. Die kleinen tierischen Figuren mussten jetzt losgelassen werden und das fiel offensichtlich etwas schwer. Wohl auch weil mit den Zeichnungen der Illustratorin Dominika Hladik, die Figuren so liebevoll in Szene gesetzt worden waren, dass Olma selbst ganz gerührt war. „Es waren genau die Tiere, die ich mir vorgestellt hatte." Die Portraitzeichnungen von Bockkäfer Lorenz, Anton, Mika, Luigi und anderer waren im Raum aufgestellt und blickten während der Lesung eindringlich ins Publikum.

Christine Olma wendet sich mit ihrem Kinderbuch "an alle Junggebliebenen, die Freude an mutigen Mäusen, einer modebewussten französischen Eidechse, einem vergnügt-verfressenen Hamster, einem theatralischen Bockkäfer und vielen weiteren außergewöhnlichen kleinen Tierpersönlichkeiten haben" (Interview mit Katrin Fehr, Donaukurier 21.3.18). Sie hat sich seit gut 10 Jahren mit der Geschichte befasst, mal mehr, mal weniger, aber immer wieder. Es begann im echten Leben mit einer echten Ameise, die sie mit einem Korb Waldpilze heimbrachte. „Wo kommt die wohl her, was wird jetzt mit ihr?“ fragte sich die Tierfreundin. Und so sammelte die Weltreisende und ideenreiche Macherin (u.a. eines veganen Restaurants in Ingolstadt) immer neue Episoden tierischer oder menschlicher Schicksale, übersetzte mitmenschliche Schrulligkeiten ins Tierreich. Und umgekehrt war ganz klar die ein oder Tierart in einem Zeitgenossen erkennbar. Eine Fülle von Charakteren und Geschichten entstand, die die 46-jährige im letzten Jahr schließlich zusammenfügte. Schreiben gehe nicht nebenbei, es müsse ein konzentriertes Arbeiten sein, betonte Olma. Dafür hatte sie sich einige Monate in die Toskana zurückgezogen und alles zusammengefügt. Auf mehr als 300 Seiten erzählt sie - mit genauer Kenntnis der jeweiligen Spezies, mit spitzer Feder und mit einem großem Herz für menschliche Schwächen - die Abenteuer ihrer Figuren. Es geht um Freundschaft, Verrat, Liebe und Vertrauen, um Geheimnisse und Sehnsüchte. Und natürlich um große Themen wie Migration und Heimat, um Verlorengehen und jede Art von Ankommen. Und um Mut – den Mut in der Verzweiflung, den Mut zu Zivilcourage und Hilfsbereitschaft.

 

Die Geschichte von „ANTON und der Geheimbund der Tiere“ beginnt auf dem Ingolstädter Wochenmarkt. Anton die Maus kommt auf einem Kartoffelhänger an. Unfreiwillig. Seine Familie lebt weit weg im Altmühltal und so muss der kleine Einwanderer sich in der Fremde zurechtfinden. Doch zum Glück gibt es hilfsbereite Schicksalsgenossen, die auch in Ingolstadt gestrandet sind oder sich Helfen zur Aufgabe gemacht haben. Henry, die Eidechse zum Beispiel, die sich wegen Liebeskummer in Frankreich von einer Brücke stürzte und auf einem LKW und schließlich in Ingolstadt landete. Oder Marek aus Polen, zwei Bienen aus Holland, Taube, Hamster, Schildkröte … Die Geschichte führt uns in eine italienische Bar, an den Künettegraben, in den Zoo Wasserstern, ins Rathaus oder Stadttheater. Genaue Ortskenntnisse sind nicht notwendig zum Verstehen, erhöhen jedoch das Lesevergnügen. Wenn wir uns etwa überlegen, ob der Hamster Luigi Ähnlichkeiten mit dem Wirt der Bar Centrale hat, warum der Major ausgerechnet im Rathaus lebt. Herrlich fein beobachtet sind auch Olmas Schilderung eines Rettungsversuches, bei dem sich ein Korken als Schwimmhilfe als durchaus tückisch erweist und die damit bestückte Schildkröte unter Wasser kippt, statt sie zu tragen. Detailgenau und kenntnisreich – Spannung, Lachen und Lächeln versprochen!

Christine Olma, Dominika Hladik (Illustrationen) | Anton und der Geheimbund der Tiere | Etwa ab 8 Jahre | 312 Seiten, Kastner, Wolnzach, 16,80 Euro.

 

 

Mehr lesen 

Michael Olma | extraprimagood.de| "1960 veröffentlichte mein Großvater Karl Olma unter dem Pseudonym Michael Zöllner sein erstes Buch. Der Titel: „Pflüger im Nebel“. Ein Roman über Flucht und Vertreibung aus Oberschlesien. Ein sehr vielschichtiges Thema. Ein Stück Familiengeschichte." | 58 Jahre nach Großvater – meine Schwester - Hier lesen

Michael Olma | Druckfrisch auf dem Tisch | Anton und der Geheimbund der Tiere - druckfrisch - Hier lesen

Donaukurier vom 21.3.2018 | Mit einer Waldmaus durch Ingolstadt von Katrin Fehr |  Hier lesen

 

Fotos: © Petra Kleine
Illustrationen: Dominika Hladik

 

 

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kunstvollZUG3 348Ingolstadt | KunstvollZUG. Ein lebendiger Kunstumzug von Künstlerinnen und Künstlern der freien Szene und des Stadttheater Ingolstadt, den Akteuren von Kulturwerkstatt KAP 94, Kunstschule, Tanz- und Musikgruppen brachte die Phantasie auf die Straße. Sie haben etwas von der Kunst gezeigt, die in Ingolstadt lebendig ist und von den Kulturschaffenden, die sich in der Stadt und für diese Szene einbringen. „Eine Prozession der Kreativen mit Kostümen, Masken, Stelzen, Wägen, Musik und Performances!“ beschreibt es Isabella Kreim vom Kulturkanal. Über den KunstvollZUG, der am Samstag Abend bei eisiger Kälte zwischen Harderbastei, Stadttheater und Kap94 unterwegs war, wurde sogar in der Abendschau des Bayerischen Rundfunks berichtet. Ingolstadt als Stadt der Phantasie und einer Kunstszene voller Vielfalt und Enthusiasmus - ein schöner Erfolg für die Kunstschaffenden und für die Stadt!

KunstvollZUG wurde auf den Weg gebracht von der Kunst- und Kulturwerkstatt KAP94, der Kinder- und Jugend-Kunstschule Kunst- und Kultur Bastei. Mit dabei die wunderbar geheimnisvollen Fabelwesen des Zwischenraum Theaters, der Chor des Stadttheaters, Künstler an die Schulen e.V., die Kinderzirkusgruppe Christoph-Kolumbus-Grundschule, die Lichtperformancegruppe Glowconnection, die Geisenfelder Highlanders, das Ukulelenorchester Ingolstadt, kurdischer Volkstanz ...

Und warum das alles? Marcel Kazmeier vom Kurierkollektiv skandiert seine Botschaft laut in die Menge: Mit Lust und Vorsatz kommunizieren wir - unsere Narrative, unsere Gefühle, unsere Inhalte. Und warum das Ganze? Um seiner selbst willen. Weil es Kunst ist.

Die Kreativen vom KAP94 die den Umzug initiiert haben, hatten die Idee vom kunstvollZug, um die Szene sichtbar machen. Sichtbar für die Menschen in der Stadt und sichtbar auch füreinander. „Wir wollen zeigen, dass es in Ingolstadt auf jeden Fall eine Kulturszene gibt, die sich gemeinsam auch für Kunst und Kultur in Ingolstadt stark macht.“ so Tom Parthum, einer der Gründer des KAP94. Tatsächlich ist es wohl eher selten, dass sich das Stelzentheater von zwischenraum mit seiner bizarr-düsteren Ästhetik in einem gemeinsamen Auftritt mit den schottischen Dudelsackklängen der Geisenfeld Highlanders findet. Und wann schon trifft der kurdische Volkstanz auf den Gospelchor oder das deutsche Abendlied. Für die Kinder und Jugendlichen der Kunst- und Musikschulen sind Auftritte, noch dazu mit professionellen KünstlerInnen, ohnehin ein unvergleichliches Erlebnis. Darum also ein kunstvollZug. Paula Gendrisch, Vorstandsmitglied des KulturKAP94 e.V, betonte das Anliegen, die künstlerische Szene Ingolstadts „mehr zu vernetzen, zu beleben, zu ermutigen, zu erweitern, neue Impulse zu geben. Die Szene soll wachsen, denn sie macht unsere Stadt für so Viele lebenswert. Dazu muss sie sich und ihre Vielfalt kennlernen.“ Der kunstvollZug war also weit mehr als ein buntes Treiben. Es ging auch darum sich zu begegnen, sichtbar zu sein und die Türen zu öffnen für Ingolstadts BürgerInnen, die mit der künstlerischen Szene, mit den Kreativschaffenden unserer Stadt noch nicht viel Berührung haben. Und das Publikum in der Fußgängerzone zeigte sich denn auch, trotz der Kälte, sehr begeistert von den kunstvollen Darbietungen. Das so viele Akteure mitmachen würden, auch solche, die einander noch nicht kannten, war nicht selbstverständlich. Für die Initiatoren des KAP 94 war dieser erste kunstvollZug also ein voller Erfolg.

Paula Gendrischs Anliegen als Mitinitiatorin, war auch, zu zeigen, wie wesentlich die Kunst für die Menschen ist – für diejenigen, die sie machen und für diejenigen, die sie konsumieren. Gendrisch ist seit 2015 fest im Ensemble des Jungen Theaters am Stadttheater Ingolstadt und Vorstandsmitglied im KAP94 e.V.. Sie bringt, neben ihrem Engagement am Theater, regelmäßig Aufführungen für das „KAP der Kinder“ auf die Bühne und nimmt so schon die Kleinsten mit. Sie brennt nicht selbst nur für die Kunst, sie kann auch dafür begeistern.Uns so war der kunstvollZug nicht zuletzt auch ein „Etwas zurückgeben“ an die Stadt und ihre Menschen. An die Stadt, die die freie und die institutionelle Kunst fördert und an das Publikum, das kommt, Kunst konsumiert und sich so mit den Themen beschäftigt. Über den kunstvollZug war überregional und sogar in der Abendschau des BR Fernsehens berichtet worden. Ingolstadt als Stadt der Phantasie, mit einer Kunstszene voller Vielfalt und Enthusiasmus - ein schöner Erfolg für die Stadt (die hat die Aktion bürokratisch und auch finanziell unterstützt) und für die Kunstschaffenden, die sich wieder einmal als beste Botschafter für Ingolstadt gezeigt haben.

„Wer Kunst macht oder konsumiert, der beschäftigt sich, der bildet sich fort, der kommuniziert, dem ist selten etwas egal. Wer Kunst macht, der läuft mit offenen Augen durch die Welt, der stellt sich moralischen Fragen, der arbeitet häufig im Team. Darum geben wir Impulse, damit Menschen miteinander kreativ werden. Kunst gibt die Möglichkeit Realitäten durch die verschiedensten Kanäle der Wahrnehmung zu erfahren und erfahrbar zu machen. Kunst kann Realitäten verändern. Kunst stellt Fragen. Wer Kunst macht oder konsumiert, nimmt sich den Raum und die Zeit, für ein bestimmtes Thema. Kunst fordert dazu auf, um die Ecke zu denken. Andere Perspektiven einzunehmen. Sich zu beschäftigen. Mit Inhalten, mit handwerklichen Fähigkeiten, mit dem eigenen Körper, mit dem was es bedeutet Mensch zu sein, mit anderen Menschen, mit Kommunikationsmitteln, mit Wahrnehmung, mit Emotionen, mit Mitgefühl, mit Gesellschaft, mit Umgebungen. Kunst ist ein Ort, der von Freiheit gekennzeichnet ist. Ein Ort, der Fragen stellen darf ohne Antworten parat zu haben. Wer Kunst macht oder konsumiert, der beschäftigt sich, der bildet sich fort, der kommuniziert, dem ist selten etwas egal. Es geht darum zu erschaffen, sich zu begegnen, Fähigkeiten zu erlernen und weiterzugeben, sichtbar zu sein und Türen zu öffnen für BürgerInnen Ingolstadts, die mit der künstlerischen Szene unserer Stadt noch nicht viel Berührung haben.“ Paula Gendrisch

Beim ersten kunstvollZug haben mitgemacht die Kunst- und Kulturwerkstatt KAP94 (Initiator),  die Kinder- und Jugend-Kunstschule Kultur Bastei, die Stelzengänger des Zwischenraum Theaters, Künstler an die Schulen e.V., die Kinderzirkusgruppe der Christoph-Kolumbus-Grundschule, die Lichtperformancegruppe Glow-Connection, das Kurierkollektiv mit Marcel Kazmeier, die Musikschule Tonfraktion, The Geisenfeld Highlanders, CELTICA Irish Dance Academy, die kurdische Volkstanzgruppe, das Ukulelenorchester Ingolstadt, Künstlerinnen und Künstler wie Beate Diao, Markus Jordan, Tom Parthum, Viki Haderer, Elisabeth Toro, E. A. Jung, Paula Gendrisch, Victoria Voss, Ralf Lichtenberg sowie der Ensemblechor des Stadttheaters Ingolstadt. Petra Kleine (Update am 4.4.2018)

Mehr dazu
Abendschau vom 17.3.2018 Bericht BR „Kunstumzug. Buntes Treiben in Ingolstadt“
Bericht im Donaukurier „An Vielfalt und Skurrilität kaum zu übertreffen“ (DK 18.3.2018)
Im Kulturkanal berichtet Isabella Kreim von den Vorbereitungen zum "kunstvollZug"

 

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Fotos © Petra Kleine

 

NeueWelt 348Die Welt verändert sich rasant und ruft permanent nach Innovationen. Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird dabei immer wieder als „Innovationstreiber“ bezeichnet. Doch stimmt das auch, beflügelt ein starker Kreativsektor die Wirtschaft? Und vor allem, wie kommt das Neue in die Welt? Wie kann sich ein kreativer Kopf oder künstlerischer Freigeist gegen wirtschaftlichen Wettbewerbsdruck oder den medialen Überfluss durchsetzen? Inmitten der Ausstellung „Glanzstücke“ im Audi museum mobile in Ingolstadt haben sich der Künstler Camill Leberer und die AUDI Exterieur Designer Frank Rimili und Etienne Giuga darüber ausgetauscht. Simone Schimpf, Museumsleiterin und Vorständin der Stiftung konkrete Kunst, führte durch die Diskussion, klärte die Begriffe und forderte heraus.

Das Neue, das Fremde, das Frische. Was ist neu, was ist innovativ? Künstlerisch gesehen gebe es eine keine wirklich neuen Themen mehr, sondern nur eine begrenzte Zahl von Themen und immer wieder einen neuen Umgang damit. Es brauche sehr lange Zeit, bis sich tatsächlich etwas Neues entwickle, denn das Neue sei eben nicht nur das Andere oder einfach nur anders als das Vorherige. „Es ist nicht so, dass das Neue wie eine göttliche Eingebung plötzlich auftaucht“ wies Camill Leberer nach. Es entstehe immer durch Auseinandersetzung, es schöpfe sich aus dem Anderen und verändere es. In der Kunst zeige es sich auch als das Fremde. Wenn heute die Impressionisten massenhaft in den Museen besucht werden, waren sie zu ihrer Entstehungszeit ein Bruch, ungewohnt und fremd. Neu.

„Das Neue ist für uns etwas Alltägliches, eine ständige Frage in unserer Arbeit“, erklärt Frank Rimili. Einem Designer werde eine Aufgabe gestellt, etwa „Mache den A4-Nachfolger.“ Dann arbeiten zehn und mehr Designern über eine lange Zeit, meist einige Jahre, daran. Doch schon bei den ersten Entwürfen komme die ganz entscheidende Frage „Ist das neu?“ oder besser noch ausgedrückt: „Ist das frisch?“.

Kreativ oder schöpferisch. Wer nun dachte, Kreativität sei das Verbindende für Künstler und Designer, wurde erstmal überrascht. „Seid ihr kreativ?“ forderte Simone Schimpf den Künstler geradezu heraus. Kreativ sei doch heutzutage jeder, spitzte Camill Leberer zu, es gebe inzwischen Kreativ-Bäcker, Kreativ-Friseure … Der Begriff sei von der Wirtschaft abgenutzt und passe für ihn als Künstler nicht mehr. Kreativität sei die Norm und daher der Gegensatz zum Künstlerischen, das er als etwas Schöpferisches begreife. Würde ein Künstler also schöpferisch an die Entwicklung einer Aufo-Form gehen, könne es sein, dass es nicht fährt. Für Rimili und Giuga hingegen ist Kreativität ein Begriff, mit dem sie ständig arbeiten. Kreativität kann man wohl nicht lernen, meinte Giuga, man lerne nur, die eigene Kreativität immer besser zu nutzen und gezielt einzusetzen. Seine kreative Arbeit beginne immer auf dem Papier, mit dem Zeichnen. Dem Skizzieren folgt das Scribblen, Doodlen, 3-D-Rendering und schließlich ein Modell 1:1 in Ton. Ein zielorientierter kreativer Prozess. Frank Rimili stellt als Leiter der AUDI-Design-Abteilung Studio 3 sein Team aus Bewerbern aus der ganzen Welt zusammen und dabei ist natürlich die wichtigste Frage: Ist der Bewerber kreativ? Dazu gehöre, dass die Designer sich flexibel und wandelbar zeigten, viele verschiedene Formensprachen beherrschten. Für Rimili auch wichtig ist, so etwas zu erkennen wie Frische und eine „unvoreingenomme Neugier“.

Mythen. Unvoreingenommenheit bitte nicht gleichsetzen mit Unwissenheit knüpfte Camill Leberer hier an. Es gebe das Klischee, Kreativität entstehe am besten aus unschuldiger Ahnungslosigkeit. Doch wirklich neue Dinge entstünden nur in der gesellschaftlichen oder gemeinschaftlichen Auseinandersetzung und einem Wissen über Zusammenhänge. „Wir müssen aufräumen mit den falschen Mythen über schöpferisches Arbeiten durch göttliche Eingebung oder allein im stillen Kämmerlein“, schärfte Leberer ein.

„Uns geht’s genauso! Wir hassen es, wenn wir immer wieder so etwas lesen wie: der Designer hat auf seiner Yacht mal eben auf der der Papierserviette den neuen A4 entworfen.“ räumte auch Frank Rimili mit einem Kreativitäts-Mythos auf. Nichts entstehe mal eben so. Das Design für einen neuen AUDI sei harte Arbeit und knallharter interner Wettbewerb. Zu Beginn des Prozesses stünden viele Designer im Rennen, am Ende fällt die Entscheidung dann auf einen einzigen. Die Auseinandersetzung fände eher konkret mit der spezifischen Geschichte eines Modells statt. Oder wenn man es gesellschaftlich verstehen möchte, dann wenn Städte andere Anforderungen an Fahrzeuge stellen würden – das könne Größe sein oder dass die Zielgruppe sich ändere, lieber Ressourcen schone statt Status zu zeigen. Neben solchen und vor allem technischen Vorgaben bekämen die Designer auch gestalterische Leitplanken - wie sportlich, wie dynamisch, wieviel Avantgarde soll drin sein.

„Vollkommen andere Welt..!“, reagierte Leberer, darum sehe er sich eben nicht als kreativ, sondern ausdrücklich als schöpferisch. Antrieb für seine künstlerische Auseinandersetzung sei gerade nicht der Zweck, sondern eine eine - oft lebenslange und durchaus auch subjektive - Problemstellung. Man brauche Sturheit, um sich eben nicht von außen beeinflußen zu lassen. Dann müsse er aber auch wieder offen werden, um auf Distanz und in den Austausch gehen zu können. Hierfür braucht es nutzlosen, freien Raum und auch so etwas wie Langeweile. Frank Rimili nickt - weniger Druck wäre manchmal schön, um unkonventionellen Ideen mehr Raum geben können. Doch Langeweile? Unvorstellbar, dafür sei alles zeitlich zu scharf getaktet. Doch das seien eben die Bedingungen in der Wirtschaft und damit arbeiteten gerade die Designer bei AUDI nachgewiesen sehr erfolgreich.

Geschichten und Glaubwürdigkeit. „Im Design muss die Geschichte erkennbar sein, die des Vorläufer-Modells, der Entwicklung des Designs. Wir fragen uns immer wieder, ob dies in den Entwürfen erkennbar ist. “ hatte Frank Rimili aus dem Entwicklungsprozess berichtet. „Wir laden über das Design die Produkte mit Geschichte auf.“ Es sei sogar so, dass die Konsumenten bei einem Modell „gespürt“ hatten, dass die Entwicklung sehr zäh gewesen sei, die geschichte mühsam gefunden wurde -  und entsprechend zäh sei die Resonanz auf diesen Audi gewesen. Mit dem Design wird also auch die Glaubwürdigkeit des Produktes transportiert. Emotionen sowieso - schließlich soll der Kunde sich schnell emotional entscheiden können, veile Geld für genau dieses Modell ausgeben zu wollen.

„Welche Geschichte erzählt denn ein Künstler?“ wollte Simone Schimpf von Camill Leberer wissen. Der meinte schließlich, es würde wohl vor allem der Künstler selbst inszeniert, er erzähle seine Geschichte und erfinde sich dabei auch selbst.  Die Themen zeigen die, oftmals auch sehr subjektiven, Problemstellungen die den Künstler beschäftigen, reflektierte Leberer. Und an der Glaubwürdigkeit, daran arbeite man ein Leben lang, dafür stehe der Künstler und sein Werk mit der ganzen Person ein. Hat er die einmal verloren, gibt es also, anders als für Deisgner, kein „Nachfolgemodell“ mit dem erschütterte Glaubwürdigkeit schnell wieder zurückgewonnen werden kann.

Kann Design Neues bringen? Künstler wie Camill Leberer, das wurde deutlich, vertiefen sich solange in eine Thematik, bis es schöpferisch wird. Kreativ, darauf bestand Leberer, sei etwas anderes als schöpferisch. Doch wie ist das mit dem Design, entsteht hier Neues, mit jedem neuen Modell? Rimili bringt ein Beispiel für eine echte Innovation, die er seither allerdings "selbst so nicht mehr erlebt habe": der Citroen DS. Völlig neuer Umgang mit Volumina, der damals nicht in die kastige automobile Welt passte. Es sei ein totaler Bruch gewesen und weit nach vorne in die Zukunft gedacht. Und, so Rimili, es sei tatsächlich ein Künstler gewesen, der für Citroen diese völlig neue Formensprache gefunden habe.

Kunst ist Kunst, alles andere ist alles andere, hatte der Camill Leberer in der Diskussion die Kunst vom Design und auch von der Kreativwirtschaft abgegrenzt. Doch der Austausch, das hat sich gezeigt, ist spannend, fruchtbar und sinnvoll. Und es wird weiter gehen, versprach Simone Schimpf, denn dieser Abend war eine Premiere, etwas Neues.      Petra Kleine

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Camill Leberer, Bildhauer, Maler und Fotograf, lebt in Stuttgart. Seit 2009 ist er auch Stiftungskünstler der Stiftung Konkrete Kunst. Leberer hat für die aktuelle Ausstellung Glanzstücke im Museum Mobile erstmals mit den Material Aluminium gearbeitet. Seine Entwürfe „Räumliche Faltung 1 und 2“ wurden mit Auszubildenden des AUDI Karosserie-Baus umgesetzt. Die Kunstwerke Leberers sind Teil der Ausstellung „Glanz der Technik – Die Faszination des Werkstoffs Aluminium“ die eine Verknüpfung des automobilen Leichtbaus mit dem Material Aluminium zeigt. Noch bis 4. März 2018.

Leberer hatte auch in der Ausbildungswerkstatt über den Wert der Langeweile gesprochen. Wir haben eine Auszubildende gefragt (Foto), was sie denn davon halte, wie das bei ihr angekommen sei. Und tatsächlich berichtete sie, dass sie zuhause (nicht in der Arbeit) ganz bewusst Momente der Langeweile schaffe. „Ich setze mich einfach hin, und tue nichts“.

Etienne Giuga, ist als AUDI Exterieur Designer unter anderem an der Entwicklung von Fahrzeugmodellen wie dem Audi A3 e-tron beteiligt. Der Zukunftsvisionär ist einer der innovativsten Köpfe in seinem Team, so Rimili. Seine Zukunftsvision hat Giuga aktuell auf der Berlinale 2018, beim Audi Panel „Autoindustrie trifft Filmwelt“ vorgestellt (Foto, Links).

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Frank Rimili, ist seit 1995 Exterieur-Designer im Unternehmen AUDI und hat kürzlich den neuen Audi A7 vorgestellt. Als Leiter des Studio 3 des Audi Design Exterieur gestaltet und verantwortet er den internen Wettbewerb der Ideen bis zum letztlichen Erfolg eines neuen Modell-Designs. Rimili war für AUDI auch schon in Hollywood, etwa zur Premiere des Science-Fiction-Films Ender’s Game mit Harrison Ford. Dafür war ein spezieller Science-Fiction AUDI virtuell designt worden (Foto, rechts)

Dr. Simone Schimpf ist Vorständin der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt, Leiterin des Museums Konkrete Kunst und Expertin für Zeitgenössische und Konkrete Kunst.

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Eingeladen hatte zu dem Abend Audi ArtExperience, vertreten durch Inge Wolf-Frör gemeinsam mit der Stiftung Konkrete Kunst und dem AUDI Museum Mobile.

Fotos: (c) Petra Kleine
und
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017
© Camill Leberer
© AUDI AG

 

 

 

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