k10 redaktion

k10 redaktion

kulturkanal team logo 348Ingolstadt | Eichstätt | Pfaffenhofen | Neuburg | Der KULTURKANAL ist als regionaler Kultursender seit 25 Jahren eine echte Institution in der Region, mehrfach mit Hörfunkpreisen ausgezeichnet. Jetzt droht das Aus. Die Programmförderung durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) wurde drastisch gekürzt. Nun melden sich die Hörerschaft und Kulturinitiativen, Kunstschaffende und Kulturinteressierte zu Wort und wollen sich für den Erhalt des KULTURKANALS einsetzen.

Vielfach ausgezeichnete Kultursendung

Der KULTURKANAL INGOLSTADT arbeitet ohne Werbung und ist unabhängig. Er sendet viermal die Woche über RADIO IN. Die Sendung und vor allem - seit 25 Jahren! - seine Macherin Isabella Kreim ist das, was man als „Institution“ bezeichnet, aus dem kulturellen Leben der Region einfach nicht wegzudenken. Die Beiträge bringen Programm-Qualität, sie sind das Ergebnis von Recherche und journalistischer Arbeit. Künstlerinterviews, vor Ort-Berichte, Fachlichkeit und eine enorme Bandbreite sichern nach wie vor die hervorragenden Hörerzahlen. Der Kulturkanal kommt an. Und genau diese Qualität im Rundfunk soll über die BLM besonders gefördert werden.

Der Kulturkanal kommt an

Mehr als 200 Sendungen im Jahr zu festen Sendezeiten viermal die Woche erfordern ein Team, das in den vielen Bereichen der Kunst und Kultur – vom Schulkonzert über Architektur, von klassischer Musik bis zur zeitgenössischen Kunst und Literatur – fachliche Kompetenz zeigen muss, zugleich unterhaltsam sein und zudem das Interesse der Hörerschaft von Radio IN treffen soll. Aktuell sind dies: Johannes Seifert, Max Foerster, Heike Haberl, Michael Kleinherne, Isabella Kreim (Foto von li. n. re., (c)Kulturkanal). Max Foerster wurde übrigens gerade erst mit dem BLM-Hörfunkpreis 2016 ausgezeichnet.

Programm-Förderung drastisch gekürzt

Neben dem Trägerverein, den korporativen und privaten Förderern zählen die Landkreise Eichstätt und Pfaffenhofen sowie die Städte Ingolstadt, Neuburg, Pfaffenhofen und Schrobenhausen zu den langjährigen, großen Unterstützern. Eine wichtige Säule der Finanzierung stellte bisher die Programmförderung durch die BLM dar. Und eben diese hat sich jetzt deutlich reduziert: Von 24.000 € (2014) auf 15.0000 € (2015) und geplant auf 10.000 € für 2016. Wer und wie gefödert wird sieht man auf den Förderlisten des BLM (Förderprogramm BLM). Die Gründe für die Kürzungen erkennt man daraus nicht.

Die Regionalinitiative IRMA, viele Jahre Unterstützerin, muss reduzieren, wohl auch wegen eigener interner Umstrukturierung, denn starke Mitglieder wie AUDI haben sich aus dem Standortverein zurückgezogen. Der Kulturzuschuss der Stadt Ingolstadt, bisher auch zuverlässige Partnerin des Kulturmagazins, soll 2016 um 15 % auf 8.500 € gekürzt werden – allgemeine Haushaltsperre wegen der VW-Krise. Viel Sachzwänge also vor Ort - da trifft der deutliche Rückgang der bayerischen Rundfunkförderung besonders hart.

Auf die problematische Situation hat zunächst Prof. Dr. Gunter Schweiger, Vorsitzender des Trägervereins zur Förderung kultureller Belange in der Region Ingolstadt, reagiert und sich an den Präsidenten der BLM gewandt, an Siegfried Schneider. Schneider müsste die Situation vor Ort und den KULTURKANAL gut kennen, er war vormals Kultusminister und viele Jahre Landtagsabgeordneter Eichstätts. Ob das Bemühen Schweigers erfolgreich war, wird man sehen.

KULTURKANAL – Jetzt unterstützen!

Um den Kulturkanal zu unterstützen kann man zunächst einmal Mitglied werden im Trägerverein für kulturelle Belange in der Region Ingolstadt e.V. (Mitgliedsantrag hier). Spenden an den Trägerverein sind steuerabzugsfähig. Unternehmen können sich in der Reihe der bisherigen Unterstützer und Sponsoren anschließen (Liste der bisher unterstützenden Firmen und Institutionen hier).

Und es besteht noch die Chance, dass die Hörerschaft, die Kunst- und Kreativschaffenden der Region, die vielen Schulorchester, Autoren, Chöre, Tänzerinnen, Theatergruppen, Kultureinrichtungen ...  sich für die weitere, ausreichende Förderung ihres Kultursender stark machen können. Der Kulturkanal ist immerhin die einzige regionale Radio-Kultursendung die aus allen Bereichen - den ehrenamtlichen und professionellen - und aus allen Kultursparten berichtet. Dafür kann sich jede und jeder zunächst persönlich an BLM-Präsident Schneider wenden, auf die befürchtetet Folgen aufmerksam machen und sich für den Erhalt des Kulturkanals aussprechen.

Aufmerksamkeit zu schaffen ist wichtig.

Adresse des BLM
Bayerische Landeszentrale für neue Medien BLM
Herrn Siegfried Schneider
Präsident
Heinrich-Lübke-Str. 27
81701 München
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Wir zitieren hier auch aus dem offenen Brief der Künstlerin Gerda Büttner-Biernath vom 13. Juli 2016 zu Fortbestehen oder AUS des Kulturkanals.

Liebe Kulturmenschen in Ingolstadt und Region!

da die Bayerische Landesmedienzentrale, die den privaten Hörfunk eigentlich fördern und Qualität besonders anerkennen sollte, dem Kulturkanal Ingolstadt für 2016 die Fördermittel aus unerfindlichen Gründen um 15 000 Euro gekürzt hat, steht unser regionaler Kultursender "Kulturkanal" vor dem AUS - wenn nicht ein Wunder geschieht und die fehlenden Gelder dennoch aufgebracht werden.

(...)  Der KULTURKANAL geht uns Kunstschaffende und Kulturfreunde alle an. Wir alle freuen uns über die interessanten, kompetenten, hochqualifizierten und kurzweiligen Beiträge über das gesamte Kulturgeschehen in Ingolstadt und Region. Seit über 25 Jahren! Das soll es ab 2017 nicht mehr geben?

Die Bitte an alle Angeschriebenen, sich für den Kulturkanal einzusetzen, Sponsoren zu suchen und vor allem dem
Herrn Siegfried Schneider
Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien
Heinrich-Lübke-Str. 27
81701 München
oder per mail  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  zu schreiben

Bitte machen wir uns stark für den Erhalt des Kulturkanals. Die Zeit läuft, Ende des Jahres ist Schluss, wenn es uns nicht gelingt, die fehlenden Mittel vom BLM zu erhalten. Bitte die Nachricht an Freunde und Bekannte, an Kulturschaffende und Kulturinteressierte weiter geben.

Herzliche Grüße,
Eure Gerda Büttner Biernath

 

 

 

 

 

EmmiBoeck 2016 348Ingolstadt | Emmi Böck (1932 – 2002) gilt heute noch als die „sagenhafteste Frau“ Bayerns (Münchner Merkur). Die Autorin hat in vielen Jahrzehnten Sagen und mündliche Überlieferungen aus dem gesamten bayerischen Raum gesammelt und veröffentlicht. Ihr Werk zählt zu den großen Sagensammlungen und -forschungen Deutschlands. Sie hat den vielen Kulturregionen und bayerischen Landschaften Gesichter und Geschichten gegeben, oftmals überhaupt wieder zu Tage gefördert. Die Stadt Ingolstadt hat sie mit dem Kulturpreis geehrt (2000), die Laudatio findet sich, mit vielen Bildern, Geschichten und  Informationen auf der Seite

www.emmi-boeck.de

Der Förderverein Europäisches Donaumuseum Ingolstadt würdigt die Autorin und ihr Werk in einer Ausstellung im Alten Messpegelhaus. Dr. Isabelle Kreim wird zur Autorin und zum Werk einführen und dabei auch Emmi Böck selbst zu Wort kommen lassen.

Ausstellungseröffnung
I, der Teifi und der Hund
Emmi Böck – Sagenforscherin aus Ingolstadt
Donnerstag, 21. Juli 2016 um 18 Uhr
Altes Messpegelhaus (südliches Donauufer)

EmmiBoeck 2016 740

Foto: Stefan Hanke | Emmi Böck mit Katharina Rötzer (Reetzerin)

GWG 348 uebergabe handIngolstadt | Kunst und Architektur | Wertschätzung kann ein Fest sein. Sie zeigt sich aber ebenso als handwerklicher Besenstrich-Putz, im Muster eines haushohen Spaliergitters, als  Donauboot aus Korallenriffschuttkalk. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) hattte eingeladen zu einem Fertigstellungsfest, um all dies zu feiern.  Konkret ging es um die Übergabe des Kunstwerkes „Donauboot“ von Ludwig Hauser und die Fertigstellung der Wohnanlage Schwinge & Stadthäuser an den Donauauen.

Kunst am Bau ist … Wertschätzung

Es war GWG-Geschäftsführer Peter Karmann, der von der Wertschätzung sprach. Kunst am Bau umzusetzen sei nicht nur der eigene baukulturelle Anspruch, sie sei Ausdruck der Wertschätzung für die Bewohner, so Karmann. Die festliche Übergabe eines Kunstwerkes sei Ausdruck der Wertschätzung für die Arbeit des Künstlers, das Fertigstellungsfest eine Würdigung nicht zuletzt auch der Arbeit der Architektinnen und Architekten, der Förderung durch die Regierung, der guten Arbeit des ganzen Teams – im Großen und in den Details und vor allem gemeinsam.

kunstmesse EAJUng 348Ingolstadt | Die Kunstmesse Ingolstadt 2016 ist bereit - erwartet werden wieder etwa 2000 Kunstinteressierte, die schauen, kaufen und genießen. Dem Veranstalter BBK (Berufsverband Bildender Künstler Ingolstadt und Oberbayern Nord) ist hier wieder ein gute, interessante Kunstschau gelungen. Das sahen wohl auch Kulturreferent Gabrie Engert und Oberbürgermeister Lösel so, die zusagten, die Exerzierhalle auch künftig als Ausstellungshalle zu erhalten. Sie dankten ausdrücklich den Organisatoren (Messeleitung Viktor Scheck und Angelika Gützlaff) für ihr Engagement. Dabei war es in diesem Jahr nicht ganz einfach gewesen. Einer der großen Ausstellungsräume - die Reithalle im Klenzepark - stand nicht zur Verfügung, was besonders für die großen Bildhauerarbeiten problematisch hätte sein können Weniger Platz und mehr Anmeldungen von Künstlern aus ganz Bayern, diese Herausforderung gab es für die Jury zu meistern. Und es ist ihr gelungen: die Kunstmesse Ingolstadt 2016 überzeugt durch eine dichte künstlerische Qualität und durch eine gute Mischung aus bekannten Künstlern, deren Entwicklung man gerne verfolgt und neuen Kunstmesse-Teilnehmern wie Stefan Wanzl-Lawrence und Susanne Pohl, die mit ihren Radierungen enorm großes Interesse finden dürften.

kunstmesse2014 FREUDE 348Ingolstadt | Drei Tage lang zeigen 60 Künstlerinnen und Künstler aus Bayern ihre Arbeiten auf der kunstmesse ingolstadt 2016, die am 1. Juli beginnt. Nicht nur sehen, genießen und fragen, auch das Kaufen ist ausdrücklich erwünscht. Hier gilt „Kunst kommt auch von Kunde.“ wie es Messeleiter Viktor Scheck  ausdrückt, denn hier zeigen und verkaufen die Produzenten und direkt an die Kunstinteressierten, ohne Galerien als Vermittler.  Der direkte Kontakt mit den Künstlerinnen und Künstlern  ist dann auch  das besonders Spannende an einer solchen Produzentenmesse.

Ab Freitag, den 1. Juli bis Sonntag, 3. Juli werden wieder gut zweitausend Besucher erwartet. Die Kunstmessen des BBK Ingolstadt finden in zweijährigem Turnus statt und  waren bisher schon Besuchererfolge, haben überregional ein großes Medienecho gefunden. Von der feinen Silberarbeit über Malerei,  Fotografie bis zur Skulptur sind alle Kunstgattungen vertreten - und auch jede Preiskategorie.

Batterie Jordan Weinfurtner Parthum 3482Ingolstadt | Batterie 94 - reloaded. Die Künstler Markus Jordan, Tom Parthum und vor allem Ines Weinfurtner (Swept-Away-Gastronomin), haben den alten Festungsbau am Künettegraben geöffnet und erfüllt - mit Licht, Leben und Kreativität, mit Ateliers, Bar, Bühne, Bienenvölkern und offenen Möglichkeitsräumen für Ingolstadts freie Kulturszene. Die Drei (Foto) haben es als Privatleute angepackt und viel in die Idee einer Kreativgemeinschaft investiert. Monatelange viel eigene Arbeit und viel Geld. Es waren umfassende Umbauarbeiten notwendig um Raum, Licht, Luft zu gewinnen. Wände wurden eingerissen, um die Fenster frei zu machen, Böden verlegt, selbst die Elektronik wurde erneuert. Der hiesige Polizeisportverein, er ist Hauptmieter und der direkte Nachbar der Batterie, hatte das Gebäude seit den 70er Jahren an verschiedene Gastronomen untervermietet, zuletzt war es eine Discothek gewesen, die nach Razzia geschlossen worden war.

Kreativzentrum mit Dachgarten, altem Baumbestand, zentral gelegen

Dann erfuhr Ines Weinfurtner vom Leerstand und erfüllte sich mit Jordan und Parthum den Traum eines gemeinsamen Künstlerhofes, einer Kreativgemeinschaft. Weinfurtner ist gelernte Elektrikerin und die Wirtin des Swept-Away. Sie arbeitet künstlerisch mit Holz, Skulptur und Farbe. Lichtkünstler Markus Jordan stieg mit ein und schuf sich und der Glow Connection einen Kreativarbeitsplatz. Für ihn ist nicht nur die Gemeinschaft ein Traum, sondern vor allem der große Dachgarten. Ein Wald mitten in der Stadt. Tom Parthum hat sein Atelier per plex aus der Donaustraße 1 hierher verlegt. Die zentrale Lage – 4 Min. vom Rathausplatz, vom Swept Away oder Stadttheater entfernt – ist für alle immer noch kaum zu glauben. Ein Traum.

sven catell 348Ingolstadt | Zauberkünstler Sven Catello spielt am 18. Juni sein aktuelles Programm „Apfel, Zitrone und andere Überraschungen“ zum letzten Mal in diesem Jahr. Die Vorführung soll Zauberkunst auf intensive Art zeigen, so dass die maximal 48 Zuschauer so nah wie möglich am Geschehen sitzen können. Alle sind in die Vorstellung einbezogen und erleben Magie auf höchstem Niveau, die Zuschauer sind nicht mehr als drei Meter vom Geschehen entfernt. So entsteht eine unglaublich dichte Atmosphäre.

Seit fast bereits 10 Jahren läuft das Erfolgsprogramm des Ingolstädter Zauberkünstlers Sven Catello. Mittlerweile gibt es drei unterschiedliche Programme. Mit dem Restaurant im Stadttheater hat Sven Catello den idealen Partner für die Kombination aus Zaubershow und kulinarischem Genuß gefunden. Hier haben die Gäste nun immer vor Ort die Möglichkeit zwischen drei Hauptgängen zu wählen. Sven Catello zeigt Zauberkunst ganz nah am Publikum, das in einer „Arena“ um den Künstler sitzt und ihm so genau auf die Finger schauen kann. Zusammen mit den Zuschauern vollbringt Sven Catello magische Wunder, liest Gedanken, erzählt skurrile und persönliche Geschichten und zeigt physikalische Unmöglichkeiten. Eine einzigartige Kombination aus gutem Essen in fantastischer Atmosphäre und Zauberkunst der intensiven Form. Im Preis inbegriffen ist ein 3-Gang-Menü.

Karten und aktuelle Informationen findet man auf www.catello.de, bei den Donau Kurier Geschäftsstellen, im Westpark und der Touristeninformation am Hauptbahnhof.
Bild: (c)Sven Catello

DMM 348Ingolstadt | Museumsdirektorin Dr. Marion Ruisinger hatte es richtig eingeschätzt: Ingolstadt ist neugierig auf das Gebäude des renommierten Architekten Volker Staab (Berlin). Also lud sie ein zum „Preview Architektur pur“, um den noch leeren Erweiterungsbau zum Dt. Medizinhistorischen Museum zu besichtigen, der bereits als ein Kleinod zeitgenössischer Architektur bezeichnet wird. Ausdrucksstark, ohne mit dem prächtig barocken Hauptgebäude zu konkurrieren, zurückhaltend, ohne sich klein zu machen und im Inneren mit allem, was ein Museumgebäude heutzutage braucht: barrierefrei, ausreichend Funktionsräume, neuer Ausstellungsbereich, Café und Museumshop, hell, großzügig, einladend.

Ingolstadt mit Wow-Effekt!

Das Erweiterungsgebäude besticht vor allem durch den spektakulären Panoramablick, den man durch das sieben Meter breite Fenster im ersten Stock gewinnt. Die historische Altstadt, das Ingolstädter Münster, der Anatomie-Garten zeigen sich hier geradezu mit einem „Wow-Effekt“, so Marion Ruisinger. Ingolstadts Geschichte auf einen Blick, ohne Flat-Screen und 3-D-Animation, als eindrucksvolles Original. Auch die Hohe-Schule gehört mit zu diesem Bild. Ruisinger spricht vom akademischen Dreieck von Ingolstadt, das das Münster als Universitätskirche, die Hohe-Schule als ehemaliges Universitätsgebäude und die Alte Anatomie mit dem Medizinischen Garten bilden. Sie hatte diesen Blick ausdrücklich als Wunsch an die Architektur-Büros gerichtet, die sich am Wettbewerb beteiligt hatten. Nur Volker Staab hatte die Idee aufgenommen und absolut eindrucksvoll umgesetzt. Hier werden künftig der Museumsbesuch und Ausstellungsführungen beginnen und so wird Ingolstadt sicher nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Claudia Hoepp 348bIngolstadt | Neu in der Innenstadt ist der Knotenpunkt Kunst Stadtmitte, den Claudia Höpp in der Reitschulgasse 6, direkt gegenüber der Ingolstädter Stadtbücherei, jetzt eröffnet hat. Ihre Papeterie hat sich auf Schreibegräte, individuelle Grußkarten und Verpackungen spezialisiert und besonders auch auf Künstlerbedarf. Claudia Höpp ist zudem seit einigen Jahren ausgebildete Instruktorin für Bob-Ross-Malkurse, Tier-, Pflanzen- und Landschaftsmalerei. Erwachsene und Kinder können in ihren Kursen Freude am Malen erleben und sich nach und nach auch weiter entwickeln.

Ihre Geschäfts-Neueröffnung - die Papeterie Höpp war bisher, seit 1996, im Westpark - wurde über das Programm Cityfreiraum Ingolstadt gefördert. Claudia Höpp ist damit die 11. Neugründung in der Stadtmitte, die gezielt von der Wirtschaftsförderung Ingolstadt und IN-City e. V. unterstützt wurde.

stadtraumleben trafo 348Ingolstadt - eine InGOLDcity für Kreative, überhaupt attraktiver für junge, gut qualifizierte Leute. Wirtschaft, Image und freie Kulturszene fördern - damit befasst sich Stadtplanerin Julia Seiler in ihrem Blog StadtRaumLeben. Akzeptanz und Förderung der und des Kreativen, Dialog zwischen Szene und Politik, Interesse der Wirtschaftsförderung an den kreativen Produktionsprozessen, Anerkennen, dass Kulturförderung, Stadtimage und Kulturszene zusammenhängen … und überhaupt auch in  Ingolstadt so etwas wie konkrete Ideen zur Förderung der Kreativwirtschaft, die kleinteilig ist, heterogen und immer in Veränderung.

Julia Seiler ist hier geboren und aufgewachsen, studierte Stadtplanung in Stuttgart. julia seilerSie gehört zu den Ingolstädterinnen, die zum Studium und Arbeiten weggingen und sich mit ihrem Wissen und Aktionen (parking day 2015) weiterhin in ihre Herkunftsstadt einbringen. Ähnlich übrigens wie auch das Kreativ-Kollektiv kurator.in  In ihrem Blog StadtRaumLeben befassen sich Julia Seiler und Olivia Schwedhelm mit Themen rund um Stadt, Stadtleben, Menschen und die vielfältige Nutzung des öffentlichen Raums.

Wir stellen hier einige zentrale Gedanken zur Kreativwirtschaft und Kultur vor und empfehlen unbedingt auch die spannenden Stadtuntersuchungen  InGOLDcity I – VIII .  Die folgenden Zitate sind aus 

InGOLDcity VIII – Akzeptanz und Förderung

  • Dass moderne Firmen junge, kreative und gut ausgebildete Leute suchen, steht fest. Ebenso wie die Tatsache, dass Städte Kulturschaffende und Kreative brauchen, um weiche Standortfaktoren und damit das Image auszubilden. Denn so entsteht eine attraktive Ausstrahlungskraft für Zuzügler und Bürger.
  • Wie kann ein komplexer Organismus wie Kreativwirtschaft und Nischenkultur gefördert werden?
  • Für Stadtverwaltung, Politik und Wirtschaftsförderung ist sie eine unsichere Branche. Außerdem ist Kreativwirtschaft ein sehr kleinteiliger, heterogener Organismus, der unstetig ist, sich ständig verändert und formt. Diese Komplexität macht es sehr schwer, sich mit der Szene auseinanderzusetzen und allgemein gültige Fördermöglichkeiten aufzuzeigen, weil es nicht den einen Ansprechpartner gibt.
  • Dem kann man nicht mit bisherigen Verwaltungsstrukturen gegenüberstehen.
    Bisher gibt es noch keine explizite Zuständigkeit für Kultur- und Kreativwirtschaft und auch keine Richtlinien zur Steuerung dieser Branche.
  •  

     

  • Was mit Sicherheit aktiv getan werden kann, ist, ein passendes Umfeld mit Anreizen und Freiräumen zu schaffen, um dann zu beobachten, was passiert, ohne die Gewissheit zu haben, dass überhaupt etwas innerhalb kürzester Zeit geschieht.
  • Geduld ist also ebenfalls ein entscheidender Faktor, der aufgebracht werden muss.
  • Elementar wichtig ist, sich auf die Szene einzulassen, sich mit ihrer Denkweise auseinanderzusetzen, verstehen, wie sie gestrickt ist und wie deren Produktionsprozesse ablaufen.
  • (Die Szene) braucht sie absoluten Freiraum, um ihrer Eigenlogik zu folgen und ihrer Dynamik freien Lauf zu lassen. Nur so kann Kreativwirtschaft Impulsgeber für andere Sektoren in der Stadt werden. Drängt man sie hingegen von vorn herein in die Nische der Innovationsbringer und Imageverbesserer, die möglichst zügig ihre Ausstrahlungskraft entfalten sollen, wandert sie ab oder wird im Keim erstickt.
  • Verwaltung und Politikstrukturen müssen sich verändern und öffnen: alle Akteure der relevanten, politischen Ebenen müssten zusammengebracht werden und auch zusammenarbeiten: Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Kulturförderung, Verbände, Kammern.
  • (Gebraucht würde dann ein) Vermittler zwischen allen Parteien. Dieser muss von allen Akteuren akzeptiert sein, soll aber seitens der Szene nicht als Stadt oder Verwalter wahrgenommen, sondern als Partner und Berater gesehen werden. Er übernimmt die Aufgabe, Entwicklungsprozesse zu moderieren und eben zwischen allen Parteien zu vermitteln sowie als Anlaufstelle und Sprachrohr für die Szene zu dienen.
  • Viele kreativ Tätige (sind) sektorenübergreifend und sowohl informell als auch innerhalb der etablierten Kultur tätig. Kürzungen des Etats des öffentlich geförderten Kultursektors bedeuten also immer auch Folgen für die informelle Kultur und damit auch für die wirtschaftliche Dynamik der Stadt.
  • Kürzungen des Etats des öffentlich geförderten Kultursektors bedeuten also immer auch Folgen für die informelle Kultur und damit auch für die wirtschaftliche Dynamik der Stadt.

www.stadtraumleben.de

K10 auf Facebook